Montag, 30. Januar 2012

Fleischbällchen - orientalisch in Joghurtsoße, dazu Fladenbrot

Der Orient. Geheimnisvoll, mystisch, fremd. So klar geordnet wie Europa, so undurchsichtig ist das Morgenland. Wenn ich darüber nachdenke, fallen mir spannende Märchen aus 1000 und einer Nacht ein, verworrene Bazare, geheimnisvolle Moscheen, bunte Menschenmengen, finstere Gassen, gefährliche Orte, weite Wüsten, verborgene Grabkammern und und und. Wer den Orient nicht nur durch die gefärbte Brille der Medien betrachtet, kann ungeahnte Schätze entdecken. Nicht unbedingt Reichtümer, aber spannende Bilder, faszinierende Stimmungen oder verführerische Düfte.

Fleischbällchen wie im Orient, in Joghurtsoße

Zu gerne gehe ich zum Inder oder Armenier, genieße Ambiente, Gerüche und die so ganz anders schmeckenden Speisen. Zum Beispiel armenische Fleischbällchen in Joghurtsoße - einfach zum reinlegen.

Zutaten


  • 500 g Rinderhackfleisch, besser Lammhackfleisch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 3-4 Zehen Knoblauch
  • 2 Esslöffel Paniermehl
  • 1 Ei
  • 1-2 getrocknete und zerstoßene Chilis
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 1 Teelöffel Paprika
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel gemahlen
  • 600 g Naturjoghurt
  • Minze 
  • 1 Esslöffel  Kartoffel-, bzw Maismehl (Maizena)
  • Salz 
  • Pfeffer


Zubereitung


Zwiebeln, Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden, besser mit einem Wiegemesser fein wiegen.

Hackfleisch in einer Schüssel mit der Gabel flach drücken. Zwiebeln und Knoblauch darauf verteilen. Die Gewürze ins Hackfleisch bringen, auf 500 g Hackfleisch rechnet man ca. 8 g Salz.

Fleischbällchen orientalisch, in Joghurtsoße
Ei aufschlagen und zum Hackfleisch geben, Paniermehl darüberstreuen.

Die Masse gut durchkneten, bis eine homogener "Hackfleischteig" entstanden ist. Mit einem Teelöffel kleine "Nockerln" abstechen und zu Bällchen formen.

In einer Pfanne die Hackfleischbällchen knusprig braun braten. Wenn sie durch sind aus der Pfanne nehmen und in eine Schüssel legen.

Während das Fleisch brät, Joghurt und Maismehl gut verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Minze in feine Streifen schneiden und mit dem Joghurt mischen.

Sobald die Hackfleischbällchen aus der Pfanne genommen wurden, den Joghurt in derselben Pfanne erhitzen, abschmecken und den Fleischküchle beimengen.

Mit etwas Minze oder Zitronenmelisse dekorieren und sofort servieren. Eine ausgezeichnete Beilage wäre zum Beispiel selbstgemachtes Fladenbrot.

Inspiriert aus "Schnelle Küche für jeden Tag", Moewig Verlag

Samstag, 28. Januar 2012

das weichgekochte Frühstücksei - Garant für einen gelungenen Start in den Tag

Das weichgekochte Ei am Frühstückstisch ist wie die Katze im Sack. Wie oft geschieht es: Man sitzt in einem Hotel oder bei Bekannten zu Tisch und ein gekochtes Ei ziert die, mit Speisen reich bestückte morgendliche Tafel. Anscheinend vollkommen harmlos, schön platziert im dekorativen Eierbecher lächelt es einen freundlich und ermutigend an. Doch das Lächeln ist nur Fassade. Dahinter verbirgt sich ein grausames Grinsen, das an Häme seinesgleichen sucht doch nirgends findet. Hinterhältig, boshaft, mit gehässig funkelndem Blick starrt der finstere Geselle dem Betrachter direkt in die Augen und spricht mit heiserer Grabesstimme:

weichgekochtes Frühstücksei

"Na, wie sieht es aus. Angeblich bin ich weichgekocht, zumindest sagt das ja die Gastgeberin. Aber bin ich es wirklich? Tja. Da musst du mich schon öffnen und hineinsehen. Spannend, gell? Meinst du, die Gastgeberin hat es hinbekommen? Oder nicht? Dann bin ich hartgekocht, oder vielleicht noch schlabbrig, mein Weiß nicht fest sondern Gallerte? Oder mein Gelb nicht flüssig sondern hart und trocken wie alte Knetmasse? Nur Mut mein Scharfrichter, walte deines Amtes und enthaupte mich Du wirst schon sehen."

Und da ist es plötzlich, dieses unangenehme Gefühl zwischen Mut und Verzweiflung. Wird das hoffende Sehnen erfüllt und man findet ein perfekt gekochtes Frühstücksei oder wird es eine jener schaurigen Enttäuschungen, die den braven weichgekochten Eierliebhaber die sonntägliche Grille derart vergrätzen kann, dass er sich am liebsten im dunkelsten Winkel des kalten Kellers verstecken möchte um dem Tag den Gar auszumachen.

Und dann noch diese unerquickliche Heuchelei, wenn die Gastgeberin neugierig ihr Haupt hebt, interessiert das aufgeschlagene Ei betrachtet und fragt: "Ist es so richtig gekocht?"

Nun denn lieber Leser, da wäre man doch am liebsten selbst in der Küche gestanden und hätte das Ei mit eigener Hand zubereitet. Denn wer will denn schon die Katze im Sack haben. Oder? 


Doch Spaß beiseite, wer als Gastgeber seine Gäste erfreuen möchte, zumindest diejenigen mit dem Wunsch nach einem weichgekochten Ei, dem empfehle ich folgendes Vorgehen.

Wichtig ist, dass zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sind:

  • Das Ei muss der Größe Large (L) sein
  • Das Ei kommt durchgekühlt aus dem Kühlschrank
  • Das Ei wurde an der runden Seite angepikst

Zubereitung
Einen kleinen Topf mit passendem Deckel nehmen und ca. 5 cm mit Wasser füllen. Das Ei sollte ungefähr bis zur Hälfte bedeckt sein.

Ei an der dicken Seite anstechen.

Das Wasser zum Kochen bringen.

Ei ins kochende Wasser legen, den Deckel schließen und die Eieruhr sofort auf 6 Minuten stellen. Extrem wichtig ist, den Deckel zu schließen.

Die Hitze darf nun lediglich nur so weit zurückgenommen werden, dass das Wasser nicht mehr aus dem Kochen kommt, abgesehen von dem kurzen Moment, wenn das Ei hinein gegeben wird.

Wenn die Uhr klingelt, das Ei augenblicklich herausnehmen und unter kaltem Wasser abschrecken.

Servieren und sofort verzehren, denn es gart nach und wird hart, wenn es zu lange ungegessen auf dem Tisch herumsteht.

Wer das alles mit wissenschaftlicher Finesse erklärt haben möchte, kann das bei Fokko unter dem Titel "Das perfekt gekochte Frühstücksei" nachlesen.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Fladenbrot selber machen - wie vom Inder

Mit dem Fladenbrot in Deutschland ist das so eine Sache. Um es kurz zu machen, man bekommt es hierzulande schlichtweg nicht, es sei denn in einem teuren indischen Restaurant. Dort ist die Chance noch am größten, richtig leckeres Naan-bread zu bekommen. Außen muss es knusprig sein, kleine bis mittelgroße Bläschen mit leichter Bräunung vorweisen und innen muss es Seele haben, weich und feucht.

Fladenbrot

Wenn man welches kauft ist es meist trocken und labbrig, und wenn man es selber backt ist es außen zwar knusprig, innen jedoch hart wie ein Brett oder aber dick und trocken, dass es nur so staubt. Das alles sind sicherlich nette Versuche aber den Namen Fladenbrot verdienen sie einfach nicht oder besser gesagt, ich stelle mir darunter etwas anderes vor.

Was habe ich schon alles versucht, um vernünftiges Fladenbrot zu backen. Immer war das Ergebnis mäßig bis erbärmlich. Egal welches Rezept ich auch versuchte, hieß es nun Fladenbrot, Naanbread, Pitabrot, Foccatia oder welche Namen die Kameraden sonst noch so alle tragen, jedesmal sah ich das neuerliche Scheitern dem Teigprodukt schon an, als es aus dem Ofen kam. Und der Biss ins Brot bestätigte es: "Das war wieder mal der berühmte Griff ins Klo." Nicht dass die Fladen schlecht waren, aber meine Erwartungen erfüllten sich einfach nicht.

Doch man soll die Hoffnung bekanntlicherweise nie aufgeben und so machte ich mich kürzlich wieder ans Werk, überdachte all meine Experimente, rätselte über Fehler, studierte Kochbücher und durchforstete das Internet, als mir plötzlich ein unbedeutender Post in den äußersten Randbereichen von Chefkoch.de die Erleuchtung brachte. Lapidar, in nur wenigen Zeilen geschrieben, hielt mir der Autor jenes Rezeptes vor Augen, was ich all die Jahre falsch gemacht hatte. Leider fand ich den Post nicht mehr wieder, sonst hätte ich ihn hier verlinkt und dem freundlichen Schreiber ein herzliches Dankeschön gespendet.

Der bzw. die Fehler waren nämlich zweierlei:
  1. Verwende keine Hefe
  2. Back nicht im Ofen sondern in der Pfanne
Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen, die Hirten im Orient hatten mit Sicherheit keine Öfen dabei und die Etrusker wanderten auch nur mit leichtem Kochgeschirr durch die Wildnis. Und doch war Fladenbrot ihr Grundnahrungsmittel, sie konnten es also nur in Pfannen oder auf Steinen in Glut gebacken haben.


Sofort machte ich mich ans Werk und diesmal mit Erfolg. Der Feinschliff fehlt zwar noch aber das Ergebnis kommt einem Fladenbrot wie ich es mir wünsche sehr sehr nahe.

Zutaten

  • 200 g Mehl
  • 1 Teelöffel Salz
  • Olivenöl
  • 100 - 150 ml Wasser

Zubereitung


Mehl uns Salz gut vermengen.

Wasser mit einem Schuss (1 Teelöffel) Olivenöl hinzugeben und einen festen, homogenen Teig kneten.

Arbeitsfläche bemehlen, aus dem Teig eine Rolle formen und in ca. 5 Stücke teilen.

Jedes Stück zu einem dünnen Fladen ausrollen.

In einer Pfanne mit je 1/2 Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Hitze zu einem leckeren Fladenbrot ausbacken.

Nachtrag am 17.11.2013:
Wenn man die fertigen Brote aufeinander stapelt und sofort mit einem Geschirrtuch abdeckt, werden sie schön weich und geschmeidig.

Mittwoch, 25. Januar 2012

schneller Blumenkohl - warme Alternative zu Salat

Zur abendlichen Brotzeit gehört Salat. Einerseits weil's schmeckt, andererseits der Vitamine wegen. Denn Brot, Butter und Käse sind zwar lecker, geben Kraft und machen auch herzlich satt, doch trotzdem fehlt etwas, wenn die Vitamine nicht dabei sind. Allerdings steht mir gerade in der kalten Jahreszeit oft der Sinn nach einer warmen Vitaminbeilage zum Abendbrot. Da mir dazu keine rechten Ideen einfielen, begab ich mich auf die Suche nach Anregungen und durchforstete das Internet. Dabei stieß ich auf ein Rezept von "Rong Liu" aus ihrem "Wok Blog".

warme Blumenkohlröschen als Alternative zu kaltem Salat

Unter dem Titel "Blumenkohl mit Tomaten" beschreibt sie, wie man mit mäßigem Aufwand, schnell eine bunte und schmackhafte Speise bereiten kann, die sich auch hervorragend als "warmer Salat" eignet.

Ich habe das Rezept nur minimal abgewandelt, nachgekocht  und meiner Familie heute Abend kommentarlos auf den Tisch gebracht - zur allgemeinen Zufriedenheit.

Zutaten

  • einen Kopf Blumenkohl 
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • eine Lauchzwiebel
  • 4-5 Zehen Knoblauch
  • Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker


Zubereitung


Blumenkohl in Röschen schneiden und in kochendem Wasser ca. 2 Minuten blanchieren, durch ein Sieb gießen und sofort mit kaltem Wasser abschrecken, um ein Nachgaren zu verhindern.

Tomaten häuten, entkernen und in kleine Würfel schneiden.

Die weichen Teile der Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden und beiseite legen.

Den Knoblauch schälen und hacken. Die harten Teile der Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden.

Knoblauch und die Ringe aus den harten Teilen der Lauchzwiebel in einer Pfanne mit 2 Esslöffeln Öl kurz andünsten. Die Blumenkohlröschen dazugeben und zusammen mit den Tomatenwürfeln kurz im  heißen Öl wenden, mit einer Prise Zucker, Salz und viel frischem Pfeffer aus der Mühle würzen. Die Ringe aus den weichen Teilen der Lauchzwiebel darüberstreuen und sofort servieren.

Dienstag, 24. Januar 2012

Waffeln selber machen - Spaß und Kurzweil mit der ganzen Familie

Wohin aber gehn, wenn es dunkel und wenn es kalt wird? Sicherlich nicht in eine Traumwäscherei, dagegen habe ich mich schon vor Zeiten im Deutschunterricht gewehrt und das tue ich auch heute noch. Denn heute war wirklich dunkles und kaltes Schmuddelwetter. Der Wind trieb graue Regenwolken vor sich her und pfiff einem wuchtig durchs Gemüt. Trotzdem konnte ich meine Familie animieren, einen kurzen Spaziergang mit mir zu unternehmen. "Wenigstes bis zum Rhein, nur um zu schauen ob er Hochwasser hat", unter dieser Devise ging's auf den Weg.

Waffeln mit Nutella, eingerollt

Wieder zurück versammelten wir uns um den Küchentisch und machten miteinender Waffeln. Einfach herzustellen und schnell gebacken. Zusammengerollt mit Nutella sind sie auch mal was anderes als immer nur mit Puderzucker bestäubt.

Zutaten (für ca. 5 Stück)

  • 125 g Mehl
  • 180 ml Milch
  • 60 g Butter
  • 1/2 Päckchen Vanillezucker
  •  1/2 Päckchen Backpulver
  • ein Ei
  • 50 g Zucker


Zubereitung

Mehl, Zucker, Backpulver und Vanilliezucker in einer Schüssel miteinander vermengen.

Ei einschlagen und mit dem Handmixer unterrühren.

Butter dazumischen.

Unter ständigem Rühren Milch schluckweise einarbeiten, bis ein glatter leicht flüssiger Teig entsteht.

ACHTUNG: Wenn die Milch zu schnell in den Teig gerührt wird, klumpt das Mehl. Ist mir heute passiert, doch Abhilfe schafft der Pürierstab. Mit dem bekommt man den Teig schnell wieder glatt, sollte dieser Faux Pas tatsächlich einmal eintreten.

Im Waffeleisen ausbacken.

Sonntag, 22. Januar 2012

Scharfe Pilzpfanne - hält Leib und Seele zusammen

Ich esse gerne scharf. Nicht nur weil es schmeckt und den Appetit anregt, sondern die kleinen roten und grünen Chilipeppers sehen auch ungemein lecker aus. Und ich bin der Meinung, die Schärfe von Chilis belebt die Seele und hält den Geist wach. Leider ist es in der deutschen Gastronomie immer noch schwer, kräftig gewürzte Speisen zu bekommen, die über eine natürliche Schärfe verfügen.

Champignon, Schweinefleisch, Ofenkartoffeln und Jalapenjos

Kürzlich war ich in einer Pizzeria und studierte die Speisekarte, als plötzlich der Chef persönlich vor mir stand und sich nach meinem Begehr erkundigte. Meine Frau meinte: "Nimm doch die Pizza Diavolo, da steht feurig scharf drunter."
"Ach, in Deutschland bekommt man nichts scharfes!", wehrte ich heftig ab.
"Aaaaah, ich mache ihnen eine Pizza, die wirklich scharf ist.", entgegnete der Wirt mit einem Grinsen, dass mir Übles schwante. Als die Pizza schließlich vor mir stand und der erste Bissen in meinem Munde genüsslich zerkaut wurde, war mir plötzlich, als hätte ich ein Schlückchen aus dem Schwefelsäureflacon genommen. Meine Schleimhäute brannten wie Feuer und ein widerlicher, undefinierbarer Geschmack beleidigte meine wenigen verbliebenen noch intakten Geschmacksknospen aufs Gemeinste. Der Wirt grinste mich an und fragte scheinheilig: "Und, ist scharf! Hähähä!" Ich pflichtete ihm bei, gab mich geschlagen und ließ die Pizza zurückgehen. Freundlicherweise brachte der Kneipier mir eine neue Pizza, "Auf Kosten des Hauses".
Neugierig geworden, was da so ätzend auf jener Pizza war, stattete ich der Küche beim Hinausgehen einen Besuch ab, denn eines war klar - die Schärfe kam nicht vom Chili. Dort stellte sich heraus, dass der brennende Biss tatsächlich nicht von den kleinen roten Diavolos kam, sondern hervorgerufen wurde durch mehrere Tropfen einer undefinierbaren Flüssigkeit aus irgendeinem zwielichtigen Reagenzglas.

Ich frage mich, warum es in den meisten deutschen Restaurants so schwer scheint, einen vernünftigen Umgang mit Chilies zu pflegen. Wo doch die Schärfe wunderbar dosierbar ist, mann muss die Jalapenos lediglich so lange mitkochen lassen, bis die Speise die gewünschte Schärfe hat. Dann rausnehmen und später zur Deko wieder dazulegen.

So habe ich es auch mit der scharfen Pilzpfanne gemacht.

Zutaten

  • 4-5 Jalapenos (red hot chili peppers)
  • eine große Zwiebel
  • 400 g braune kleine Champignons
  • 500 g Schweinegeschnetzeltes
  • 2 Esslöffel creme fraiche
  • 1/4 Liter Weißwein
  • 1 Teelöffel Speisestärke in kaltem Wasser gelöst
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl


Zubereitung


Jalapenos waschen, Zwiebel in halbe Ringe schneiden, nicht zu fein und die Champignons putzen.

Geschnetzeltes in einer Pfanne mit einem Esslöffel Öl kräftig anbraten, bis das Fleisch knusprig braun ist. Danach herausnehmen und beiseite stellen.

In derselben Pfanne mit einem weiteren Esslöffel Öl Chilis und Zwiebeln unter ständigem Wenden brutzeln, bis sie glasig sind.

Champignons dazugeben und bei mittlerer Hitze zusammen mit den Zwiebeln ca. 10 Minuten rösten, oft umrühren.

Mit Weißwein ablöschen und ca. 5 Minuten einkochen lassen.

Creme fraiche hinzufügen, Fleisch dazugeben und unter gleichmäßigem Rühren kurz aufkochen lassen.

Speisestärke schluckweise unterheben, bis die gewünschte Beschaffenheit entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Scharfe Champignons

Dazu schmecken Ofenkartoffeln vorzüglich.

Während der gesamten Kochzeit immer wieder etwas probieren, um die Schärfe festzustellen. Wenn es angenehm brennt Jalapenos herausnehmen und zum Schluss zur Dekoration auf der Speise drapieren.





Samstag, 21. Januar 2012

Ofenkartoffeln - eine gesunde Alternative zu Pommes

In meinem Artikel "Die Kartoffel - ein vorbildliches Nahrungsmittel" schrieb ich bereits über die Erdäpfel als kalorienarme Vitaminspender. Leider sind bei Pommes nicht mehr viele davon übrig und außerdem triefen sie von ungesundem Fett. Siehe auch "gesunde Fette, ungesunde Fette - eine einfach verständliche Erklärung".

Ofenkartoffeln - eine Alternative zu Pommes

Wer gerne knusprige Kartoffelstifte isst und dabei auf ungesunde Kalorien verzichten möchte, nicht aber auf gesunde Vitamine, der kann auf Ofenkartoffeln ausweichen. Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken als Beilage zu sehr vielen Gerichten und stellen eine echte Alternative zu Pommes dar.

Auch wir lieben diese crosse Art Grumbieren zu verspeisen, deswegen widme ich einen kurzen Post der Herstellung jener bezaubernden Delikatesse.

Zutaten

  • 500 g Kartoffeln
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Paprikapulver
  • 2-3 Esslöffel Oliven oder Rapsöl


Zubereitung


Kartoffeln schälen, waschen, trocknen, in Spalten schneiden und in eine Auflaufform legen.

Öl und Gewürze darüber verteilen und am besten mit den Händen gut durchmischen, bis die Kartoffelstücke gleichmäßig mit allem benetzt sind.

Kartoffelspalten, fertig für den Ofen

Auflaufform in den auf 175 - 200 °C vorgeheizten Ofen schieben. 1/2 bis 3/4 Stunden backen. Nach der Hälfte der Garzeit mit zwei Löffeln alles einmal gut aufmischen.

Wenn die kleinen gelben Häppchen goldbraun und knusprig sind, aus dem Ofen nehmen und servieren. Ein Stängelchen Petersilie eignet sich zur Dekoration für die Augen, die bekanntermaßen ja auch gerne mitessen.

Freitag, 20. Januar 2012

Neuer Blog in meiner Blogroll - der Wok Blog

Ich liebe chinesische Küche. Kurze Garzeiten, das Gemüse knackig und nicht zerkocht, das Fleisch kurz und scharf angebraten, herrliche Gewürze, prickelnde Soßen und belebende Suppen. Und das Beste: Meist ist es schnell zubereitet und eignet sich so auch hervorragend für ein schnelles warmes Abendessen, vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn einem nicht so richtig nach Salat zumute ist.

Eben bin ich auf den Wok Blog von Rong Liu gestoßen, einer chinesischen Mitbürgerin. Beim Studieren ihrer Posts bekam ich richtig Lust, verschiedene Sachen auszuprobieren. Sie stellt Ihre Rezepte strukturiert vor, hat viele Ideen und achtet auf gesunde Ernährung.

Kurze knackige Kommentare in ihren Posts geben dem Blog eine persönliche Note und die Bilder sind liebevoll aufbereitet, sodass mit Fug und Recht bemerkt werden darf: Wir haben es mit einem Blog zu tun und nicht mit einem Online-Rezeptebuch.

Ich freu mich schon auf die nächsten Posts von ihr und werde gerne über das ein oder andere nachgekochte Rezept berichten.

Link: http://www.wok-ist-eine-tiefe-asiatische-pfanne.de/

Donnerstag, 19. Januar 2012

Beamtenstippe - schnelles Essen für die ganze Familie

Beamten waren vor Zeiten eher arm. Im Gegensatz zu heute, wo der Staat bzw. das Land die Fürsorgepflicht auch wahr nimmt, fristeten in früheren Zeiten Staatsdiener eher ein Schattendasein am Rande der Gesellschaft, zumindest was den Wohlstand betraf. Weniger ernst genommen und stets ein willkommener Anlass zum Spott, hatten jene Gestalten wenig Hab und Gut, selbst am Essen musste gespart werden. So ist wohl auch folgendes Gedicht entstanden:

Beamtenstippe


Beamtenweihnacht

Der Gabentisch ist öd und leer,
die Kinder schauen blöd umher.

Da lässt der Vater einen krachen,
die Kinder fangen an zu lachen.

So kann man auch mit kleinen Dingen
Beamtenkindern Freude bringen.



Fleisch war Mangelware und wenn etwas zur Verfügung stand, so wurde es gern klein geschnitten, angebraten, mit Zwiebeln verlängert und mit viel Wasser aufgestreckt. Dazu kamen Kartoffeln auf den Tisch, denn sie gab es in der Regel viel und günstig.

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"Beamtenstippe" hieß das damals. Und so kann man es auch heute noch nennen, doch zwischenzeitlich wird nicht kärglich gestrecktes Fleisch sondern eher eine mächtige Portion Gehacktes die Pfanne füllen. So entwickelte sich aus einem "Armeleuteessen" ein ordentliches Mittagsmahl, schnell zubereitet und auch Kindern eine willkommene Speise.

Zutaten

  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 große Zwiebel
  • Öl
  • 1/2 Liter Fleischbrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver
  • 1 Teelöffel Tomatenmark
  • 1 Teelöffel Senf
  • evenuell ein bis zwei Chillischoten
  • 1 Teelöffel Speisestärke
  • etwas Petersilie zur Dekoration
  • Kartoffeln
  • Milch
  • Muskatnuss


Zubereitung


Zwiebeln würfeln und mit einem Esslöffel Öl in einer heißen Pfanne glasig dünsten. Das Hackfleisch zusammen mit den Zwiebeln kräftig anrösten, bis es braun ist. Mit Fleischbrühe ablöschen, Tomatenmark und Senf einrühren und mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Wer es gerne scharf mag, dem sei empfohlen ein oder zwei Chillies mitkochen zu lassen. Kurz vor dem Servieren die Speisestärke in etwas kaltem Wasser lösen und schluckweise einrühren um die Stippe zu binden.

Aus Kartoffeln, Milch und Muskatnuss Kartoffelbrei zubereiten, ich schrieb darüber bereits in meinem Post "Kartoffelpüree selber machen - wie Vitamine und Mineralien erhalten bleiben".

Das Kartoffelpüree auf einem Teller zu einem Bett formen, mit der Stippe beschicken, dezent dekorieren und servieren.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Guacamole - mexikanisch, cremig, verführerisch

Mexiko live auf dem Küchentisch - das ist Guacamole. Wir lieben diese herzhafte Creme aus Avocados, Gewürzen und Kräutern. Leider ist es in Deutschland sehr schwer, das Originalrezept zu verwirklichen, denn es gehört frischer Koriander dazu. Und den bekommt man bei uns fast nirgendwo. Ich war in weiß Gott wie viel Läden um mich nach Koriander zu erkundigen, leider vergeblich. So sah ich mich gezwungen, auf Petersilie auszuweichen. Schmeckt auch gut, aber der belebende Geschmack des anscheinend sehr absonderlichen Krautes fehlt einfach. Ich denke, das leckere Grün müsste sich auch im Blumentopf ziehen lassen, das werde ich demnächst ausprobieren. Nichts desto trotz gehört Mexiko von Zeit zu Zeit auf den Küchentisch, also lassen wir uns nicht verdrießen und schreiten einfach zur Tat.

Guacamole


Zutaten

  • 2 reife Avocados (sie müssen sich wie reife Pfirsiche mit dem Daumen leicht eindrücken lassen)
  • 1/2 Bund frischer Koriander oder etwas Petersilie
  • 2-3 Esslöffel Limetten- oder Zitronensaft
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 1-2 Chillies
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel gemahlener Koriander
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle


Zubereitung
Avocados in zwei Hälften schneiden, auseinanderbrechen, den Stein entfernen, mit einem Teelöffel das Fruchtfleisch ausschaben und in einer Schüssel sammeln. Sofort mit dem Limettensaft beträufeln, damit das Fruchtfleisch sein kräftiges Grün behält und nicht oxidiert.

Avocado mit einem Teelöffel ausschaben

Koriandergrün bzw. Petersilie fein wiegen, Zwiebeln fein würfeln, Chillies im Mörser zerreiben und alles in die Schüssel zum Avocadofleisch füllen. Olivenöl und gemahlenen Koriander dazu, mit einer Gabel grob zerdrücken und anschließend mit dem Pürierstab oder in einem Mixer zu Püree verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passen Tortilla-Chips oder einfach nur frisches Baguette.

Sonntag, 15. Januar 2012

Schäufele - einfach zubereiten und herzhaft essen

Ich hab's gerne geräuchert. Nicht zu stark natürlich, aber ein Hauch des rauchigen Geschmacks im Essen ist eine nette Abwechslung und belebt die Geschmacksnerven.

Doch nicht nur der Gout hat es in sich, auch ist das Schäufele mit nur wenig Handgriffen zuzubereiten und ein weiterer Vorteil: Im abgepackten Zustand ist es zum Einen lange haltbar und zum Anderen verdirbt es nicht gleich, wenn es mal eine Zeit lang ohne Kühlung transportiert wird. Das macht dieses Fleisch zu einem dankbaren Gericht für Camping oder Ferienwohnung.

Doch nicht nur da, auch zu Hause ist ein Schäufele schnell gekocht und ergibt eine herrliche Soße.

Schäufele mit Gewürzen im Topf

Ich bereite es folgendermaßen zu:

Zutaten

  • Schäufele 500 - 700 g
  • eine große Zwiebel
  • ein Lorbeerblatt
  • einige Pfefferkörner
  • eine Nelke
  • einige Wachhoderbeeren
  • einige Körner Piment
  • 1/2 Liter Wasser

Zubereitung
Wasser in einen Topf füllen und das Schäufele hineinlegen. Zwiebel schälen, vierteln und zusammen mit den Gewürzen in den Topf zum Schäufele geben. Zum Kochen bringen, den Deckel schließen und bei niedriger Hitze 3/4 Stunden sieden lassen. In Scheiben schneiden und servieren.

Das extravagante dabei ist der entstehende Sud. Durch das Sieb gegossen dient er hervorragend als Basis für eine schmackhafte Soße. Wer es etwas aufwendiger möchte macht sich eine kräftige Einbrenne, löscht sie mit dem Sud ab und bereitet daraus eine himmlisch rauchige Soße.
Wer es eilig hat oder den Rauchgeschmack mit weniger Aufwand an eine Soße binden möchte, der rührt einfach ein Päckchen fertiges Soßenpulver in den Sud und dickt noch etwas mit Soßenbinder oder Stärke (in Wasser gelöst) nach.

Dazu gehört natürlich ein "schwäbischer Kartoffelsalat" oder einfach nur Salzkartoffeln.

Freitag, 13. Januar 2012

Cotoletta Toscana - gratiniertes Schweinekotelett auf südländische Art zubereitet

Zu der italienischen Vorspeise aus meinem letzten Post gehört konsequenterweise auch eine italienische Hauptspeise.

Wie wäre es denn mir einem Cotoletta-Toscana?

Kräftiges Fleisch, in einem Nest aus Bandnudeln, auf Tomaten-Champignonsauce, mit Kirschtomaten bereichert und würzigem Käse gratiniert?

Cotoletta Toscana

Letztes Wochenende habe ich mich an diesem Rezept versucht: zum reinlegen.

Zutaten

  • 250 g Bandnudeln
  • 4 Koteletts
  •  250 g Champignons
  • 1 Schalotte
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • einige Zweiglein Rosmarin
  • Basilikum
  • Olivenöl
  • 500 g passierte Tomaten
  • 6 Kirschtomaten
  • creme fraiche
  • Pfeffer
  • 1 kräftige Prise Zucker
  • 2-3 Esslöffel Sherry
  • 150 g geriebenen Gratinkäse
  • Pfeffer
  • Salz


Zutaten zu Cotoletta Toscana


Zubereitung
Nudeln abkochen, sodass sie noch al dente sind und in einer Auflaufform zu einem Nest formen. Koteletts entbeinen, pfeffern, in Olivenöl anbraten und beiseite legen.

Champignons putzen und in Hälften teilen. Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. Einen Teil der Kräuter zwecks späterer Dekoration beiseite legen, vom Rest die Stiele entfernen und fein hacken. Tomaten waschen und halbieren.

Kottelettes anbraten

Im Öl von den angebratenen Koteletts Schalotten und Knoblauch anbräunen, Champignons und Kräuter dazugeben und einige Minuten dünsten. Mit den passierten Tomaten ablöschen, den Sherry dazugeben und 15 - 20 Minuten leise einköcheln lassen. 2 Esslöffel creme fraiche unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße in die Auflaufform füllen, in die Kule des Nestes der Bandnudeln. Koteletts und Kirschtomaten auf der Soße schön anrichten und mit dem Käse bestreuen.

Tomatensoße einkochen lassen

Im vorgeheizten Backofen bei 200 ° C  10 - 15 Minuten überbacken, mit den restlichen Kräutern garnieren und servieren. Dazu gehört natürlich ein herber italienischer Rotwein.

Idee aus: Kulinarisches aus Italien, Moewe Verlag

Mittwoch, 11. Januar 2012

Antipasti - Vorspeise mal italienisch

Eines der herausragenden Merkmale italienischer Küche sind ihre raffinierten Vorspeisen. Einelegtes, sauer Angemachtes, Gesottenes und Gebratenes, Zucchini, Auberginen, Tomaten, Oliven, Zwiebeln und jedes für sich oder miteinander aufs feinste abgestimmt und nach ausgeklügelten Rezepten zubereitet. Ein einzigartiger Hochgenuss und dazu noch gesund.

Antipasti


Wer in unserem tristen deutschen Winter einen kleinen kulinarischen Ausflug ins sonnenverwöhnte Italien machen möchte, dem sei folgende Vorspeise ans Herz gelegt:

Zutaten

  • 5-6 Schalotten
  • 3-4 Karotten
  • eine rote, gelbe und grüne Paprikaschote
  • eine ganze Knolle Knoblauch
  • eine kleine Zucchini
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 - 3 Lorbeerblätter
  • frischer Rosmarin
  • 2-3 Löffel Balsamico
  • einen Teelöffel Zucker
  • eine Peperoni
Zutaten


Zubereitung
Das Geheimnis dieses Rezeptes liegt darin, die einzelnen Zutaten behutsam anzubraten, jede mit der ihr optimal zugemessenen Temperatur und Garzeit.

Doch zunächst muss das Gemüse vorbereitet werden.
Dazu alles ordentlich waschen und trocknen.

Zucchini und
Karottenstifte
Schalotten schälen und ganz lassen.
Karotten schälen und in Stifte schneiden.
Paprikaschoten entkernen und in mittelgroße Spalten zerteilen.
Knoblauchknolle ungeschält vierteln.
Zucchini in Stifte schneiden.


2-3 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen.

Zunächst die Schalotten und den Knoblauch darin 10 Minuten anbräunen, mit Salz und frischem Pfeffer aus der Mühle würzen, von Zeit zu Zeit wenden, herausnehmen und in eine Schüssel geben.

Im selben Öl Peperoni und Paprikaspalten von allen Seiten, den Paprika vor allem auf den Schnittflächen, ca. 15 Minuten braten, mit Salz und frischem Pfeffer aus der Mühle würzen, herausnehmen und zu den Schalotten in die Schüssel legen. Hier gilt es sehr vorsichtig zu sein und die Temperatur niedrig zu halten, sonst wird der Paprika schnell unansehnlich oder schwarz.

Wiederum 2-3 Esslöffel Öl in die Pfanne füllen und die halbierten Karottenscheiben darin 10 Minuten rösten. Nach 7 Minuten die Zucchinistifte dazugeben und diese die verbleibenden 3 Minuten zusammen mit den Möhren brutzeln, mit Salz und frischem Pfeffer aus der Mühle würzen, herausnehmen und ebenfalls ab in die Schüssel.

Möhren- und Zucchinistifte anbraten

Nochmal 3 Esslöffel Olivenöl in die Pfanne füllen, Lorbeerblätter, Rosmarin, Balsamicoessig und Zucker dazugeben, alles 1-2 Minuten schmurgeln lassen und in die Schüssel über das Gemüse gießen. Vorsichtig durchmischen und ein bis zwei Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen.

Genuss italienisch

Quelle: Kulinarisches aus Italien, Moewe Verlag

Dienstag, 10. Januar 2012

Neuer Blog in meiner Blogroll - Kamafoodra

Gerade bin ich beim Surfen auf "Kamafoodra" gestoßen. Ein wirklich schön gemachter und lesenswerter Blog, in dem Britta herrliche Ideen vorstellt und sich in die Töpfe schauen lässt.

Die Zubereitungen ihrer Ideen hat sie verständlich beschrieben, ihre "Schritt für Schritt Anleitungen" sind mit gelungenen Bildern dokumentiert und ihre eigenen kunstvoll eingebrachten Ansichten beleben diesen Blog und geben ihm eine sehr persönliche Note.  

Ich freue mich schon auf die nächsten Posts in diesem gelungenen Blog.

Ein knackiger Salat zum Abendessen - elegant, delikat und gesund

Heute fand ich in unserem Gemüsekorb ein kleines Schälchen Kirschtomaten, die ich gerne zu einem Salat verarbeiten wollte. Als ich so über das Thema sinnierte, kam mir plötzlich der Gedanke, zu diesem schnellen Salat.

Schneller Salat mit Kirschtomaten, lecker und gesund


Zutaten

  • 500 g Kirschtomaten
  • 125 g Mozzarella
  • 1/2 grüne Paprikaschote
  • 1 Schalotte
  • Basilikum gehackt (frisch oder aus der Tiefkühltruhe)
  • Olivenöl
  • 1-2 Esslöffel Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • einige Basilikumblätter zur Dekoration

Zubereitung
Tomaten waschen, abtropfen lassen und halbieren. Mozzarella in Würfel, Schalotte in feine Ringe und Paprika in kleine Stifte schneiden. Alles zusammen in einer Schüssel mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und gehacktem Basilikum würzen und vorsichtig durchmischen. Basilikumblätter auf dem Salat verteilen und servieren.

Tomate, Mozzarella und Basilikumsalat

Montag, 9. Januar 2012

Elsässer Flammkuchen - nicht deutsch, nicht französisch

Kürzlich waren wir im Elsass, in der Töpferstadt Soufflenheim. Gute Bekannte von der Schwäbischen Alb begleiteten uns und wir schlenderten so durch die Straßen, begutachteten die vielen ausgestellten Töpferwaren und genossen das gute Wetter. Plötzlich wurden wir einen kleinen Imkerstand an einer Straßenecke gewahr. Eine Dame aus unserer Gruppe, mit den Gepflogenheiten der Gegend wenig vertraut, fragte den Imker nach einem speziellen Honig, den sie bisher nur aus Südfrankreich kannte, in der Annahme, sie sei in Frankreich.

Der Imker, sichtlich erbost über diese Frage, antwortete mit bittrer Mine in breitem Elsässisch: "Junge Dame, diesen Honig, nach dem sie suchen finden sie nicht hier, dazu müssen sie schon nach Frankreich gehen."

Elsässer Flammkuchen

So auch Flammkuchen, sie sind weder deutsch noch französisch sondern eben elsässisch und sehr sehr lecker. Wer sie selber machen möchte, kann das mit ganz wenigen Handgriffen schnell erledigen und hat immer ein dankbares Essen, wenn mal Gäste auf ein "Besüchle" vorbeischauen.

Zutaten für den Teig

  • 1-2 Esslöffel Öl
  • 125 ml Wasser
  • etwas Salz
  • 250 g Mehl

Zutaten für den Belag

  • feine Zwiebelringe
  • Speckwürfel
  • geriebener Käse 
  • gewiegter Knoblauch
  • creme fraiche
  • Quark 20%


Zubereitung
Öl, Wasser, Salz und Mehl zu einem glatten Teig verkneten, in ungefähr pizzagroße Fladen hauchdünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech legen. Wer einen gut sortierten Supermarkt vor der Haustüre hat, kann auch fertige Flammkuchenböden kaufen.

Für den Belag muss zunächst die Soße hergestellt werden. Dazu wird creme fraiche und Quark zu gleichen Teilen gut gemischt und anschließend mit Salz und Pfeffer kräftig abgeschmeckt. Pro Flammkuchen in Pizzagröße ca. 100g Soße gleichmäßig aufstreichen. Mit Zwiebelringen und Speck belegen.

Flammkuchenteig mit Zwiebel, Knoblauch, Speck und Käse belegt

Bis hierher haben wir einen klassisch elsässischen Flammkuchen. Als Variante kann noch Knoblauch oder etwas geriebener Käse zugegeben werden. Nun kommt der Geselle bei höchster Stufe in den vorgeheizten Ofen und wird  je nach Herd 5 - 15 Minuten knusprig gebacken.

Zum Nachtisch kann ein Flammkuchen anstatt mit Zwiebeln, Speck und Knoblauch auch mit fein gehobelten Äpfeln, Zimt und Zucker belegt und nach dem Backen mit Calvados flambiert, serviert werden.

Sonntag, 8. Januar 2012

Scharfe Sache - wie Salamireste lecker verarbeitet werden können

Manchmal passiert es, dass ich den Kühlschrank öffne, ein wenig lustlos darin herumsuche ob mich irgendetwas anspricht, den Kühlschrank wieder schließe nur um festzustellen, dass mich nichts, aber auch gar nichts darin ermutigt, ein leckeres Essen zuzubereiten.

Scharfe Sache
Ganz anders gestern, es lümmelte nämlich schon seit Tagen eine große Chorizo vollkommen ungegessen in meinem Kühlschrenk herum. Bedauerlicherweise beinhalten Chorizos, Coppas, Salamis und so weiter leider meist so viel Fettklumpen, dass ich in der Regel nicht viel am Stück davon esse. Besonders Chorizos neigen dazu, so auch das Exemplar aus meinem Kühlschrank.

Doch schon als ich die spanische Wurst geschenkt bekam dachte ich mir im Stillen:"Aus dir mach ich eine 'scharfe Sache'". Dabei wird nämlich ein Großteil des Fettes in einer Pfanne aus der Wurst geschwitzt und abgeschöpft. Der Rest ergibt ein lecker pfiffiges Gericht und so geht's.

Zutaten

  • Eine große Chorizo oder Salamireste
  • mehrere Zehen Knoblauch
  • 1-2 Zwiebeln
  • 3 Schoten Paprika
  • 1 scharfe Peperoni
  • mehrere Kirschtomaten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver
  • 1/2 Liter Fleischbrühe
  • 1 El Tomatenmark
  • 1/2 Teelöffel Senf mittelscharf
  • 1 Teelöffel in kaltem Wasser gelöste Speisestärke (Maizena)
  • etwas gewiegte Petersilie zum dekorieren


Zutaten zur "Scharfen Sache"
Zubereitung
Die Chorizo in halbe Ringe schneiden und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze so lange anschwitzen, bis kein Fett mehr auskocht. Das ausgelaufene Fett mit einem Löffel abschöpfen und wegschütten. Die Chorizostückchen aus der Pfanne auf einem Küchenkrepp entfetten und zusammen mit den halbieren Knoblauchzehen in einen Topf geben.

Fett abschöpfen
Zwiebeln und Paprikaschoten in Streifen schneiden, Tomaten halbieren, Peperoni in Streifen schneiden und mit dem Knoblauch alles zusammen in der Pfanne bei mittlerer Hitze anbräunen. Mit der Fleischbrühe ablöschen und gut durchrühren. Dabei darauf achten, dass sich die Röststoffe vom Boden der Pfanne lösen und von der Flüssigkeit aufgenommen werden.

restliche Zutaten in der Pfanne anbräunen
Alles zusammen in einem Topf mit Salz, Pfeffer, Paprika, Tomatenmark und Senf abschmecken, bei geschlossenem Deckel ca. 15 bis 20 Minuten leicht köcheln lassen und andicken. Zum Andicken den Topf vom Herd nehmen, die gelöste Speisestärke schluckweise unterrühren, und kurz aufkochen lassen, bis die gewünschte Beschaffenheit erreicht ist. Zusammen mit Salzkartoffeln auf einem Teller anrichten und mit Petersilie dekorieren.
   

Mittwoch, 4. Januar 2012

Zürcher Geschnetzeltes aus Pute - delikat und günstig

Über Kalbfleisch lässt sich trefflich streiten. Sicher, es ist zart. Aber damit hat es sich meines Erachtens auch schon, abgesehen von der Gelatine, die man aus Kalbsknochen gewinnen kann. Aber das funktioniert auch gut mit Schwein.

In meiner Jugendzeit verbrachte ich den größten Teil meiner Ferien auf dem Bauernhof meines Onkels, der Viehzucht betrieb. Von daher habe ich die Kälbchen noch gut in Erinnerung und der Gedanke, so junge Tiere zu verzehren, behagt mir nicht. Kurzum: sie tun mir leid. Und das, obwohl ich gerne Fleisch esse und in der Regel weniger Mitleid mit den Tieren habe, denn Respekt. Jeder sollte sich bewusst machen, dass ein Tier sein Leben gegeben hat, damit wir sein Fleisch essen können. Aber so junge Tiere wie Kälbchen? Muss das sein?

Pütengeschnetzeltes nach Zürcher Art
Doch soll mich diese Einstellung nicht von jenen schmackhaften Rezepten abhalten, denen Kalbfleisch als Grundlage dient. Wie "Ossobucco alla milanese" oder eben "Zürcher Geschnetzeltes".  Während beim Ossobucco das Rind eine herzhafte Alternative zum Kalbfleisch darstellt, geht es beim "Zürcher Geschnetzelten" nicht so deftig her. Feines Pilzaroma und ein leichter Gout von trockenem Weißwein bildet die Substanz bei diesem Gericht und darf keinesfalls von zu herzhaftem Fleischgeschmack überdeckt werden. Deswegen eignet sich Pute dafür hervorragend und ist nebenbei noch wesentlich günstiger als Kalb.

Zutaten
  • 500 g Putensteaks
  • 1 große Zwiebel gewürfelt
  • 200 g braune Champignons geviertelt
  • 1/2 Pepperoni (wer es gerne pikant mag)
  • 1 Lorbeerblatt
  • Petersilie fein gewiegt
  • 2-3 Esslöffel creme fraiche
  • 1/4 Liter trockenen Weißwein
  • 1/4 Liter Fleischbrühe oder Fond 
  • 1 gehäuften Teelöffel Stärkemehl (Maizena) in einem Schluck kalten Wasser gelöst
  • Salz
  • weißer Pfeffer
Zutaten zum Zürcher Geschnetzelten
Zubereitung
Das Fleisch in Streifen schneiden und mit Butter in einer heißen Pfanne leicht anbräunen, nicht zu stark. Das angebratene Fleisch zur Seite legen. In derselben Pfanne werden nun bei mittlerer Hitze die Zwiebeln glasig gedünstet und hernach die Champignons dazu gegeben. Alles zusammen 5-10 Minuten schmoren lassen, danach mit Wein und Fleischbrühe ablöschen.

Putenstreifen vorsichtig anbräunen
Die Röststoffe vom Boden der Pfanne lösen und in den Sud rühren. Dafür eignet sich ein Kochlöffel aus Holz mit abgeschrägter Kante. Bei niedriger Temperatur das Gemisch 10 Minuten sieden lassen, in einen stabilen Topf umfüllen und das Lorbeerblatt hinzufügen. 1 Stunde bei geschlossenem Deckel köcheln, von Zeit zu Zeit etwas Wasser nachfüllen um die verkochte Flüssigkeit zu ergänzen. Wer es pikant mag, kann noch 1/2 Peperoni hinzufügen.

Pilze und Zwiebeln mit Lorbeer und Peperoni sieden lassen
Am Ende der Garzeit creme fraiche unterrühren, mit der Speisestärke schluckweise andicken,  und mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken. Jetzt das Fleisch dazugeben und 10 Minuten bei minimaler Hitze ziehen lassen. Währenddessen die Petersilie unterrühren.

Achtung: Das Fleisch darf nicht kochen, sonst wird es trocken.

Zusammen mit Reis und einem schönen Glas Wein genießen.

Ente nach der Niedrigtemperaturmethode garen - ein Experiment

Ich hatte schon immer einen Hang, Fleisch bei niederen Temperaturen zu garen - es bleibt dabei einfach saftiger und wird zarter.  Das erste mal kam ich ganz zufällig darauf, als ich eine Ziege in einem defekten Gasofen zubereitete. Das spielte sich in einem Wochenendhaus am "Lake Langano" in Äthiopien ab. Bei diesem Ofen wurde die Isolierung entfernt, sodass er kaum mehr als 100°C zustande brachte. Als ich eine frische geschlachtete Ziege zerlegt darin zubereitete, ließ ich sie fast 6 Stunden in der Röhre, bis sie mir gar schien. Das Ergebnis war überwältigend, das Fleisch bestach das Auge durch optimale Bräunung und es war so zart, dass man ein Messer hatte durchfallen lassen können.

Dieses Jahr zu Weihnachten hatten wir keine Gäste, sodass es mir vergönnt war, mal mit dem Federvieh zu experimentieren. So entschied ich mich, eine Ente unter 100°C zu backen. Das Ergebnis war zwar sehr lecker, aber an die Ziege kam es nicht heran.

knusprige Ente

Folgendermaßen bin ich vorgegangen:

Die Innereien der Ente hatte ich entnommen und das Vieh mit Salz Pfeffer und Paprika gewürzt. Anschließend in den auf 90°C vorgeheizten Ofen geschoben, ca. 4 Stunden darin belassen und von Zeit zu Zeit mit dem heraus gelaufenen Fett begossen. Nach der Garzeit maß ich eine Kerntemperatur von ca. 73 °C. Nun noch schnell die Haut mit Salzwasser bepinselt und den Ofen auf 200°C Oberhitze aufgeheizt. Nach 5 Minuten war die Haut schön braun und knusprig.

Die Ente schmeckte zwar hervorragend, sie war saftig und nicht zäh, aber nicht so zart, wie ich es mir erhoffte. Beim nächsten Versuch werde ich das Tier noch eine Stunde länger im Ofen lassen und sehen was dabei herauskommt.

Ente gewürzt mit Paprika, Salz und Pfeffer
Außerdem werde ich in Zukunft das Paprikapulver weglassen. Wie man nämlich auf den Bildern wunderbar sehen kann, werden die mit Paprika bestreuten Stellen schnell schwarz. Ich schrieb darüber bereits in meinem Artikel "Paprikapulver - ein großartiges Gewürz".

Montag, 2. Januar 2012

Pastinakensüppchen - eine edle Raffinesse

Kürzlich kam meine Frau von einem Abendessen aus einem Restaurant in unserer Gegend nach Hause. Ich war schon ganz gespannt, was sie so alles berichten würde, denn der Inhaber dieser kulinarischen Verwöhnstätte war ein "Sternekoch". Besonders erstaunte mich, dass die Vorsuppe es ihr am meisten angetan hatte. Es gab nämlich eine Pastinakensuppe. Ich muss zugeben, ich kam vorher noch nie auf die Idee, aus der weißen Wurzel eine Suppe zu bereiten, war allerdings von der Idee sehr angetan. Also startete ich gleich mit folgender Kreation.

leckeres Pastinakensüppchen

Zutaten

  • 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • 500 g Pastinaken
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL creme fraiche
  • etwas Petersilie
  • etwas Butter
  • 1 Lorbeerblatt
  • Muskat
  • weißer Pfeffer
  • Salz


Wurzelgemüse für das Pastinakensüppchen


Zubereitung
Pastinaken, Zwiebeln und Knoblauch schälen und in Stücke schneiden. In einem stabilen Topf wird das Wurzelgemüse mit etwas Butter glasig geschwitzt und hernach mit der Fleischbrühe abgelöscht. Zusammen mit dem Lorbeerblatt wird das Gemisch nun bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel ca. 1 Stunde leicht köcheln gelassen.Wenn alles schön weich ist, den Topf von der Herdplatte nehmen, das Lorbeerblatt entfernen und den Inhalt mit einem Pürierstab oder Mixer pürieren.
Das Püree durch ein Sieb streichen
Das Püree anschließend durch ein Sieb streichen, damit die Potage schön glatt wird. Zurück im Topf die "creme fraiche" unterrühren und mit Salz, Muskat und weißem Pfeffer herzhaft abschmecken. Anschließend auf einem Teller mit gewiegter Petersilie dekorieren.