Sonntag, 25. März 2012

Lachsfilet mit geröstetem Knoblauch, Pinienkernen und Rosmarin

"Knoblauch darf man nicht zu lange braten, er wird sonst bitter.", so mahnte mich meine Mutter immer zur Wachsamkeit, wenn Knoblauch in die Pfanne kam.

Mein ganzes Leben hielt ich mich peinlichst daran, ohne jemals einen Versuch zu starten, wie nun Knoblauch wirklich schmeckte, schmorte er zu lange in der Pfanne. Bis ich eines Tages, vor einigen Jahren, ein Tilapia - Filet zubereitete. Kurz zur Info: Tilapia ist ein barschähnlicher Fisch, den wir immer im Lake Langano angelten, als wir noch in Äthiopien lebten.

Lachsfilet an Tomate und Brokkoli

Also: Ich war gerade dabei das Filet in guter Butter zu braten, gesalzen, gepfeffert und kurz in Mehl gewendet. Zur Dekoration schnitt ich einige Zehen Knoblauch in feine Scheiben und hatte vor, sie nur ganz kurz in der verbleibenden Butter anzurösten um anschließend dem Fisch einen Gout von Knoblauch zu verleihen. Doch wie das oft so ist - ich wurde abgelenkt.

Als ich meine Aufmerksamkeit wieder der Pfanne zuwandte, war der Knoblauch bereits braun.

Er sah zwar sehr appetitlich aus, so goldbraun und knusprig, wie er sich in der Pfanne präsentierte. Doch die Worte meiner Mutter im Ohr wollte ich ihn gerade wegwerfen, als sich plötzlich Interesse in mir regte.

"Wie schmeckt wohl bitterer Knoblauch?", dachte ich im Stillen und schob ein Scheibchen in meinen Mund.

Was ich dann schmeckte war herrlich. Keine Spur von irgendwelchem bitteren Geschmack. Der Lauch war kross, saftig und hatte ein ganz herzhaftes Aroma entwickelt.

Ich freute mich über die Entdeckung und von Stund an gibt es bei uns fast immer geröstete Knoblauchscheibchen zum Fisch.

So auch heute, als ich ein Rezept aus dem Aldiheftchen zur Grundlage nahm um mal wieder Fisch zu backen. Doch diesmal wanderte der Knoblauc nich solo in die Pfanne sondern tat sich zusammen mit Pinienkernen und frischem Rosmarin.

Lachsfilet geröstet

Ich kann euch sagen: Ein Gedicht! Zusammen mit geschmorten Tomaten und gedünstetem Brokkoli war das Poem dann perfekt.

Zutaten

  • zwei Stücke Lachsfilets
  • 400 g mittelgroße Rispentomaten
  • 400 g Brokkoli
  • Rosmarin
  • Olivenöl
  • 20 g Butter
  • 7-8 Knoblauchzehen
  • einen starken Teelöffel Pinienkerne
  • einen Esslöffel Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffere aus der Mühle
Zubereitung

Ofen auf 200 ° C vorheizen. 

Brokkoli waschen und in Röschen Teilen. In einen Topf etwa 5 cm hoch Wasser einfüllen, die Brokkoliröschen hineinlegen  und den Topf zur Seite stellen.

Tomaten vorsichtig waschen und mit den Rispen in eine Auflaufform legen, mit Olivenöl beträufeln, salzen und ebenfalls zur Seite stellen.

Einen Esslöffel frischen Rosmarin fein hacken und mit einem gestrichenen Teelöffel Salz gut verrühren. Zitronensaft und 4 Esslöffel Olivenöl dazugeben, gut vermischen, mit frischem Pfeffer aus der Mühle kräftig würzen und die Marinade ebenfalls zur Seite stellen, sie wird später für den Brokkoli benötigt.

Knoblauch schälen, in feine Scheiben schneiden und in ein kleines Schälchen legen. Dazu Pinienkerne und einen Esslöffel frisch gezupfte Rosmarinblättchen untermischen und einige Minuten miteinander ziehen lassen.

Lachsfilets waschen, abtupfen, salzen und pfeffern.

Soweit zur Vorbereitung. Der Ofen müsste zwischenzeitlich 200 °C erreicht haben.

Tomaten mit den Rispen geschmort

Die Auflaufform mit den Tomaten für 10 Minuten in die Röhre schieben.

Zwischenzeitlich den Lachs in Olivenöl von beiden Seiten scharf anbraten, bis er leicht gebräunt ist und dann aus der Pfanne nehmen.

Wenn die 10 Minuten um sind, Lachsfilets zu den Tomaten in die Auflaufform legen und alles zusammen nochmal 10 Minuten backen.

Butter in der Pfanne vom Lachs schmelzen. Wer hat kann auch Nussbutter nehmen, das gibt nochmal einen besonderen Kick. Anschließend Knoblauch-Pinienkerne-Rosmaringemisch bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren in der Pfanne braten, bis der Knoblauch angenehm gebräunt und knusprig ist. Das dauert ungefähr 3-5 Minuten, je nach Hitze. Pfanne von der Kochstelle nehmen.

Während der Knoblauch bruzzelt, den Topf mit Brokkoli auf einer Herdplatte zum Kochen bringen und 3-4 Minuten köcheln lassen, bei geschlossenem Deckel. Die Röschen sind nun gar aber noch leicht bissfest.

Auflaufform aus dem Ofen nehmen. 

Auf einem Teller Tomaten, Brokkoli und Fisch anrichten. Brokkoli mit der Marinade beträufeln und auf dem Lachs ein bis zwei Esslöffel Knoblauch, Pinienkerne, Rosmarin und Buttersoße aus der Pfanne verteilen.

Dazu passt Reis und ein Glas trockener Riesling aus Baden. 

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Wie oft passiert es: Man möchte etwas kaufen und die Läden haben zu oder man weiß nicht wo?

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Donnerstag, 22. März 2012

Couscous Salat - ein ausgefallene Idee zur Party

Es ist immer wieder schön, auf eine Party eingeladen zu werden. Zum einen trifft man in der Regel nette Leute, zum anderen weiß man: "Ich bin nicht allein. Es gibt zum Glück Menschen, die sich darüber freuen, dass es mich gibt."

Doch kaum ist die Einladung ausgesprochen, spukt auch schon der Stress durchs Oberstübchen. Schließlich wird erwartet, dass man etwas mitbringt.
"Am besten einen Salat!", heißt es dann oft.

Couscous Salat

Klar.
Schnell gesagt.
Und auch schnell zugesagt.

Doch meist stellt sich das mal eben als "kein Problem" verifizierte Mitbringsel als kniffelige Herausforderung dar, schließlich will man nicht zu denjenigen Gästen gehören, die beim "nach Hause gehen" die Salatschüssel wieder unberührt mitnehmen.

Jetzt geht das "Was-könnte-ich-nur-mitbringen" Karussell los.

Nudelsalat? - zu abgedroschen.
Kartoffelsalat? - bringt bestimmt schon jemand mit.
Blattsalat? -  zu langweilig.
Reissalat? - kommt nicht gut an.
Also nochmal über den Nudelsalat nachgedacht? - neee, besser doch nicht.

Und so weiter, und so weiter.

Mir jedenfalls ging es kürzlich so, als ich zufällig das Blättchen unseres Edeka-Marktes zur Hand nahm und darin eine ausgefallene Idee fand:

Couscous - Salat.

"Genau das wird versucht!", dachte ich mir.
Als wir spät am Abend die Party verließen und unsere Schüssel eine der wenigen fast gänzlich geleerte war, konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen - es war also die richtige Entscheidung.

Und so habe ich ihn gemacht:

Zutaten

  • 200 g Couscous
  • je eine rote, gelbe und grüne Paprikaschote
  • zwei Schalotten
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Zehen Knoblauch
  • eine Frühlingszwiebel
  • ein Stück Schafskäse
  • gemahlener Koriander
  • 10 ml Zitronensaft
  • 2 EL Essig
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Fleisch- / Gemüsebrühe


Zubereitung


Couscous nach Packungsbeilage zubereiten, statt Wasser jedoch nimmt man besser Fleischbrühe oder Gemüsebrühe.

Paprikaschoten waschen und in kleine Würfel schneiden.

Schalotten in halbe Ringe schneiden.

Petersilie und Knoblauch fein wiegen.

Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.

Schafskäse fein würfeln.

Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander vermengen. Zitronensaft, Öl und Essig hinzufügen, mit Koriander, Salz und Pfeffer abschmecken und servieren bzw. auf das Buffet stellen.

Montag, 19. März 2012

Eine Wähe - schnell gemachte alemannische Leckerei

Kennt ihr das?

Endlich! Der Tag neigt sich seinem Ende entgegen und es ist Zeit fürs Abendessen.

Leider verliefen die Stunden seit dem Aufstehen ziemlich mies. Alles klappte irgendwie nicht so richtig.

für eine Wähe kann auch Blätterteig genommen werden

Auf dem Weg zur Arbeit wurde man geblitzt, der Chef hat einen Anschiss erteilt, natürlich vollkommen zu Unrecht, Mittagessen ist ausgefallen wegen Stress und Nachmittags gab es Streit mit dem Kollegen, wegen einer lächerlichen Nichtigkeit.

Wieder daheim war der Parkplatz besetzt, nach 20 minütiger Suche endlich einen anderen Parkplatz gefunden, allerdings ewig weg von zu Hause. Der endlose Fußmarsch zur Wohnung endete mit einem Tritt in einen stinkenden Hundehaufen, beim Blick in den Briefkasten eine Mahnung vom Finanzamt vorgefunden und endlich auf dem heimischen Sofa angekommen musste man feststellen, dass der Fernseher kaputt ist, wo man doch das Fußballspiel ansehen wollte, auf das man sich schon den ganzen Tag gefreut hatte.

So!

Jetzt ist es an der Zeit sich etwas Gutes tun, ohne lange in der Küche hantieren zu müssen.

Glücklich, wer da einen kleinen Supermarkt um die Ecke hat, denn in dieser Situation kann man sich zum Beispiel eine "Zwiebel, Speck, Paprikawähe" machen.

Zutaten

  • einen fertigen Blätterteig
  • Pizzakäse gerieben
  • 1/2 Becher Sahne
  • eine Zwiebel
  • eine grüne Paprika
  • 3-4 Esslöffel Speckwürfel
  • Salz
  • Pfeffer

Blätterteig belegen


Zubereitung
Ofen auf 200 °C vorheizen.

Blätterteig auf einem mit Backpapier bedeckten Backblech ausbreiten.

Zwiebeln schälen, in halbe Ringe schneiden und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

Paprika waschen, entkernen, in feine Scheiben schneiden und ebenfalls gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen.

Speckwürfel und Pizzakäse nach Gutdünken noch auf der Wähe verstreuen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Sahne auf dem "Kuchen" verteilen und alles in den vorgeheizten Ofen schieben.

Nach 20 - 40 Minuten rausnehmen und genießen. Der Teig sollte am Rand lecker knusprig und braun sein.

Da die "Glotzekiste" kaputt ist, könne man sich einen "fernsehalternativen" Abend gönnen, ein spannendes Buch zur Hand nehmen und mal ganz locker "chillen", zusammen mit der Wähe, einem leckeren Gläschen badischen Rotwein und dezenter Hintergrundmusik.
  


Mittwoch, 14. März 2012

schrumpelige Radieschen - so werden sie wieder knackig

Radieschen werden schnell knitterig. Da beißt die Maus keinen Faden ab, kaum hat man sie gekauft und lässt sie nur mal kurz liegen, schon sind sie runzelig und lümmeln lasch in den Ecken herum, sodass man schon gar keine Lust mehr hat, sie zu essen. 

Das ist zwar unangenehm, aber mal ehrlich,  Radieschen schmecken auch noch ganz gut, wenn sie nicht mehr ganz so frisch sind. Zum Wegwerfen auf jeden Fall sind sie zu Schade - meine ich.

       vorher                                             nachher

Ganz anders verhält sich die Angelegenheit jedoch bei folgender Gegebenheit:

Ein geliebter Kumpel ruft an und lädt zu seiner Geburtstagsparty am Sonntag ein. Selbstverständlich erklärt man sich sofort bereit, etwas Frisches mitzubringen, man ist schließlich ein guter Freund des Hauses. Nach reiflicher Überlegung entscheidet man sich für einen Salat, dessen wichtigster Bestandteil Radieschen sind. 

Nach langem Sehnen schließlich ist es soweit, endlich Sonntag. Doch oh Weh, der morgendliche Blick in den Kühlschrank lehrt einen das Gruseln, zumindest wenn man die Radieschen betrachtet. Waren sie gestern noch prall und von kräftiger Farbe, haben sie sich über Nacht in unansehnliche runzelige Schrumpeldinger verwandelt, die keinesfalls mehr in einem Salat verwendet werden können, der noch etwas hermachen soll. Und es ist Sonntag, die Läden sind zu.

Jetzt scheint guter Rat teuer. 

Aber! 

Er scheint eben nur teuer, denn mit etwas Geduld und einem kleinen Kunstgriff lässt sich das wieder hinbiegen. Wenn man die Radieschen nämlich in lauwarmes Wasser legt, es langsam erkalten und die roten Gemüsebällchen noch 4-5 Stunden darin ruhen lässt, werden sie wieder recht attraktiv. Vorausgesetzt, die Blätter wurden nicht entfernt. 

Zwar nicht wie frisch geerntet, aber immerhin bekommt man sie wieder in einen solchen Zustand, dass der Salat gemacht werden kann, ohne sich zu blamieren.     

So ist der Sonntag gerettet und die Party kann beginnen.

Samstag, 10. März 2012

Zwiebelgeschnetzeltes mit Datteln und Honig - eine ungewöhnlich schmackhafte Komposition

Djibouti ist ein typischer "back to the roots" Staat am Horn von Afrika. Als wir noch in Äthiopien lebten dachten wir uns eines Tages, Djibouti sei eine Reise wert. Schließlich grenzte es an das Land in dem wir uns aufhielten. Wie üblich lockte das Abenteuer und wir entschieden uns, die Tour auf eigene Faust mit unserem Mitsubishi Pajero zu unternehmen.

Zwiebelgeschnetzeltes mit Datteln und Speck

Einem jungen, unkonventionellen Kollegen kam das zu Ohren und er bat um einem Lift. Er wollte nach Somalia trampen, was selbst wir als abenteuerlustige Zeitgenossen ausgesprochen mutig fanden. Also machten wir uns zu dritt auf den Weg, durchquerten die Danakil Wüste und schafften es tatsächlich bis nach Djibouti.

Dort angekommen besuchten wir unter anderem den absolut nichtssagenden Hafen des winzigen Staates, als unser Reisegefährte plötzlich meinte: "Dort werden wir zu Mittag essen, das wird lecker!" Dabei deutete er auf eine schäbige, vollkommen heruntergekommene Hafenkaschemme, die lediglich aus ein paar zusammengenagelten Wellblechen bestand.
"Du bist wohl nicht ganz dicht?", fragte ich ihn völlig entgeistert "da holen wir uns alle Krankheiten, die es in Ostafrika so gibt!", versuchte ich seine Idee abzuwälzen. Doch es war aussichtslos. Er wollte unbedingt in der Spelunke essen und war felsenfest davon überzeugt, dass wir dort aufs Hervorragendste speisen würden. Also folgten wir ihm zweifelnd ins Etablissement und setzten uns an einen der schmierigen, wackeligen Blechtische mit Aussicht auf einen abgetakelten, ölverschmierten Dampfer. Hieße er "Yorikke", es hätte mich nicht gewundert.

Wie dem auch sei, wir bestellten Fisch mit Dattel-Bananenbrot, übrigens das einzige was es zu essen gab.
Als die Speisen serviert wurden, nahm ich zweifelnd und mit Todesverachtung meinen ersten Bissen zu mir, nur um binnen Sekunden feststellen zu müssen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie so etwas leckeres gegessen hatte. Woher unser Reisegefährte das wusste, ist eines jener Geheimnisse des Lebens, das sich wahrscheinlich nie aufklären wird.

angebratener Speck

Der Fisch war ausgenommen und in der Mitte auseinandergeschnitten, mit einer roten Gewürzpaste bestrichen und für nur ganz kurze Zeit in einem eigentümlich aussehenden Lehmofen gebacken worden. Die Gewürze schmeckten herrlich erfrischend und der Fisch war fest und saftig. Dazu das Dattel Bananenbrot, herzhaft schwer und süß zugleich - das Gericht war schlichtweg ein Gaumentraum. Übrigens wurden wir danach nicht krank, wen's interessiert.

***

Die Geschichte kam mir kürzlich beim Einkaufen wieder in den Sinn, als ich im Angebot unseres Edekas wunderschöne israelische Datteln sah. Natürlich fing mein Gehirn sofort an zu arbeiten, was wohl mit so einer Leckerei am besten anzufangen sei und dabei kam ich auf folgendes Rezept.

Zutaten

  • 500 g Schweinegeschnetzeltes
  • 200 g durchwachsener Speck, in feine Scheiben geschnitten
  • 2 große Zwiebeln
  • 5-6 Zehen Knoblauch
  • Chili
  • 1 El Honig
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1/4 Liter Fleischbrühe
  • 1 gehäuften Teelöffel Speisestärke, in einem Schluck kalten Wasser aufgelöst


Zwiebeln und Datteln anbraten


Zubereitung


Geschnetzeltes in Olivenöl scharf anbraten und zur Seite stellen.

Speck in derselben Pfanne scheibenweise anbraten und zur Seite stellen

Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden, Datteln entkernen und halbieren oder vierteln, Knoblauch schälen. Zwiebeln ebenfalls in derselben Pfanne anbraten und wenn sie beginnen braun zu werden, Datteln und die ganzen Knoblauchzehem hinzufügen und noch einige Minuten mitbraten.

Honig beigeben und ebenfalls kurz mitbraten lassen.

Mit Fleischbrühe ablöschen, Speck und Geschnetzeltes dazugeben und gut durchmischen.

Wenn alles heiß ist, Speisestärke einrühren, kräftig würzen und servieren.

Dazu gab es selbstgemachtes Fladenbrot.

Fleisch, Zwiebeln, Datteln und Speck - einfach lecker


Mittwoch, 7. März 2012

Käsereste - kann man gut in Schnitzel wickeln

Reste. Ein Thema über das sich trefflich streiten lässt. Der Eine freut sich diebisch darüber, kann er doch jederzeit zum Kühlschrank schleichen und schnell etwas leckeres schnabulieren. Den Anderen ärgern sie, schließlich lümmeln sie kalt und in der Regel wenig appetitlich im Kühlschrank rum, nehmen Platz weg und hindern des Koches Tatendrang. Denn schließlich sollten sie verzehrt werden, bevor Neues Töpfe und Teller füllt.

Schnitzel - Speck - Käseröllchen

Also was macht der geneigte Küchenmensch: Er grübelt, studiert, überlegt, sinniert, ventiliert und meditiert mit geschärftem Blick bei geöffneter Kühlschranktür, was wohl am besten mit den Resten anzufangen sei. Und siehe da, glücklicherweise kommen dabei meist recht passable Ideen zum Vorschein, wie aus Altem Neues entstehen kann.

So jedenfalls ging es mir kürzlich, denn vom Raclette hatten wir noch Käse übrig und nach Auflauf stand mir nicht der Sinn. Also dachte ich angestrengt nach und kam schließlich auf die Idee, Schnitzelröllchen mit Speck und Käse zu füllen.

Gedacht, getan. Ich tiegerte zum Metzger, ließ mir durchwachsenen Speck in feine Scheiben schneiden, besorgte mir ein paar Schnitzelchen und machte mich frisch, frei und fröhlich an die Arbeit.

Zutaten

  • 4 Schnitzel
  • 8 Scheiben durchwachsenen Speck
  • Pfeffer
  • Paprikapulver
  • 4 Stücke Käse
  • eine Frühlingszwiebel (nur das Grüne)
  • 4-5 Kirschtomaten
  • Öl
  • 1/2 kleine Tasse Fleischbrühe


Zubereitung


Den Ofen vorheizen, Heißluft 175 °C / Ober-, Unterhitze 200 °C.

Schnitzel trocken tupfen und klopfen, anschließend von beiden Seiten kräftig pfeffern und auf einem Arbeitsbrett auslegen.

Die oben liegende Seite mit Paprikapulver würzen, zwei Scheiben Speck und ein Käsestück auflegen. Anschließend zusammenrollen und mit Zahnstochern verschließen.

Schnitzel mit Speck und Käse belegen

Die Päckchen in einer Pfanne von zwei Seiten scharf anbraten und in eine Auflaufform legen, Fleischbrühe dazufüllen und alles ca. 3/4 Stunden schmoren lassen.

Kirschtomaten halbieren und während der letzten 15 Minuten mitschmoren lassen.

Lauchzwiebel in Röllchen schneiden, das Gericht nach der Garzeit damit bestreuen und servieren. Dazu passt frisches Baguette oder einfach locker körniger Reis.

Das Schnitzel zusammenrollen

Empfehlung


Beim nächsten Mal werde ich Rouladennadeln oder Rouladenklammern benutzen.
Zum Fleisch klopfen nimmt man am besten einen Fleischplätter.





Sonntag, 4. März 2012

Salzkartoffeln - so kocht sie die Mamutschka

Salzkartoffeln sind nicht gleich Salzkartoffeln. "Natürlich nicht, es kommt schließlich auch noch auf die Kartoffelsorte an.", mag sich jetzt mancher Leser denken. Doch weit gefehlt.

Selbstverständlich verhalten sich Nicola anders als Annabelle und gewiss schmecken Agata anders als Belana. Doch neben der Kartoffelsorte entscheidet die Zubereitung maßgeblich über den Geschmack. 

bei Salzkartoffeln eine Zwiebel mitkochen lassen

Bisher war ich der Meinung, dass bei einem anspruchslosen Gericht wie Salzkartoffeln die Zubereitungsform eindeutig sei und nur wenig Variationsmöglichkeiten offen blieben. Doch ein Gespräch mit einer Bekannten aus Russland belehrte mich eines Besseren.

Wir saßen vor einiger Zeit in geselliger Runde. Bei russischem VODKA, Knoblauch und fettem Speck plauderten wir lose über dies und das. Schnell steuerte ich das Gespräch zum Thema "Kochen", denn meine Neugier an russischen Rezepten und Erfahrungen ist groß. Zu meinem Bedauern entpuppte sich die Gesprächspartnerin als recht uninteressierte Person, die Kochzunft betreffend,  so plauschten wir nur kurz über einfache Rezepte. 

Ich war schon am abschalten, hörte nur mit halbem Ohr zu und dachte im Stillen über andere Gesprächsthemen nach, als sie mich plötzlich fragte: "Wie kochst du den Salzkartoffeln?"

Überrascht von der ungewöhnlichen Frage schreckte ich aus meiner mentalen  Abschweifung auf und fühlte mich wie ein 8-jähriger Junge, der bei einem Schelmenstreich ertappt wurde. Ich hoffte sehr, sie habe mein Desinteresse nicht bemerkt.

"Wie bitte, wie meinst du das denn?", fragte ich sie sichtlich verdattert ob der Absurdität der Situation. Insgeheim dachte ich mir: "Wie kann man denn nur nach der Zubereitungsart von Salzkartoffeln fragen."

"Na so wie ich es meine!", sie schaute mich konsterniert an. "So schwer ist das doch nicht zu verstehen. Salzkartoffeln eben. Wie kochst du Salzkartoffeln?"

"Nun ganz einfach, ich schäle sie, wasche sie, lege sie in einen Topf mit Salzwasser und koche sie, bis sie weich sind."

"Siehts du, meine Mutter ließ immer eine Zwiebel mitkochen. Die Kartoffeln schmecken so viel aromatischer und um die Zwiebel haben wir immer gestritten.", sie grinste mich überlegen an.

Tja, man sollte eben nicht vorschnell sein Interesse abwenden, auch wenn ein Gespräch langweilig erscheint. Es gibt immer was Neues zu entdecken.

Zwischenzeitlich koche ich oft eine Zwiebel mit, wenn ich Salzkartoffeln bereite, denn sie schmecken in der Tat wesentlich aromatischer und um die Zwiebel gibt es mittlerweile auch bei uns regelmäßig Streit.

Versucht es auch einmal.

Und wer die Haut seiner Hände nach dem ganzen Stresstest "Küchenarbeit" gerne pflegen will, ohne sie mit einer unangenehmen Fettschicht einzubalsamieren, dem sei die Kartoffelcreme von Styx empfohlen. Es ist wirklich unglaublich, was man aus Kartoffeln alles machen kann.