Freitag, 27. Juli 2012

Schweinebauch marinieren und grillen

Nur ganz kurz: Wer gerne Schweinebauch grillt, dem sei eine einfache Marinade ans Herz gelegt. Im Handumdrehen zusammengemischt, den Bauch einige Stunden eingelegt und schon hat man was lecker/interessantes auf dem Grill.

Die Idee habe ich mir beim Tim Mälzer geholt, allerdings dann noch etwas verändert.

Schweinebauch in Marinade

Zutaten

  • 8 Esslöffel Sojasoße
  • 3 Esslöffel Worcestersoße
  • 2 Esslöffel brauner Zucker
  • 200 ml Weißwein
  • 3 Esslöffel brauner Balsamico
  • 4-5 Esslöffel Öl
  • 5-6 dünne Scheiben Schweinebauch



Zubereitung

Alle Zutaten mit dem Schneebesen gut verquirlen, Schweinebauchscheiben darin im Kühlschrank 4-5 Stunden marinieren und dann ab auf den Grill, bis er schön braun und knusprig ist.


Fazit

Dieses Rezept ist einfach und schnell gemacht, doch der Bauch muss vorsichtig gegrillt werden. Sollte der Grill sehr heiß sein, dann oft wenden.

In diesem Fall jedoch habe ich den Bauch nicht einfach so gegrillt, sondern das Rezept ist ein Grundbaustein für mein nächstes Grillrezept. 

Lasst euch einfach überraschen.

Freitag, 20. Juli 2012

Das Gewürz macht's: "Raz el Hanout" - peppt Couscous auf

Wie ich nun bereits schon öfter erwähnt habe: Ich esse gerne Couscous.

Jetzt wird mancher sagen, der Sache fehlt es an Geschmack. Auf der einen Seite mag das stimmen, auf der anderen Seite handelt es sich um eine Beilage, die nicht zu viel Eigengeschmack haben sollte. Denn schließlich wäre doch etwas seltsam, stähle die Beilage der Hauptspeise die Show.

Raz el Hanout

Doch selbst in Ländern, in denen Couscous viel gegessen wird, gibt es ganz spezielle Gewürze, um eben dieser Beilage etwas mehr Pepp zu verleihen.

Als ich vor einiger Zeit auf einem französischen Campingplatz einige nette Leute kennen lernte, kam das Gespräch unter anderem auf das Thema Couscous. Die Franzosen dort schwörten auf "Raz el Hanout", eine marokkanisches Gewürzmischung, die sie mit Begeisterung in die gelben Flocken mischen, so ihre Aussage.

Natürlich begab ich mich stehenden Fußes in den nächsten französischen Supermarkt um dieses wundersame Gewürz zu erstehen und so schnell wie möglich auszuprobieren.

Ich kochte also das nächste mal Couscous zusammen mit diesem "Raz el Hanout", probierte einen Bissen und schmiss hernach sowohl das Essen als auch das Gewürz sofort in den Mülleimer. Es schmeckte einfach gräulich und beleidigte meinen Gaumen aufs äußerste.

Die ganze Angelegenheit geriet dann in Vergessenheit, bis mir vor kurzem meine "Blogpartnerin von Rice and Spice" eine Dose ihrer Version der marokkanischen Aromazutat zum Probieren zukommen ließ.

Heute schließlich wagte ich einen zweiten Versuch. Nachdem ich die Verpackung genau unter die Lupe nahm, stand dort geschrieben: "Nordafrikanische Gewürzmischung. Jeder arabische Gewürzhändler hat sein eigenes Spezial-Rezept dafür." Spannend, dachte ich mir und mischte gleich mal zwei kräftig gefüllte Teelöffel  unters mittägliche Mal. Schon der Anblick war stimulierend, verlieh dieses Gewürz der Speise doch gleich eine kräftig ockergelbe Farbe und duftete herrlich apart. Ganz anders als die Gewürzmischung aus dem Supermarkt.

Couscous mit "Raz el Hanout" gewürzt

Und der Geschmack stand dem Aussehen in nichts nach. Verführerisch exotisch ließ dieses "Ras el Hanout" die Speise auf der Zunge anmuten und dazu eine leicht prickende Schärfe, die sich jedoch vornehm zurückhielt, gerade so, dass die Geschmacksknospen erfreulich angeregt wurden.

Was mich besonders freute: Meine Frau und selbst mein kleiner Sohn waren begeistert.

Samstag, 14. Juli 2012

Das Gewürz macht's: Gefüllte Avocado mit Datteln und Feigensenf

Feigensenf ist eine Delikatesse. Als ich das Paket von "Rice and Spice" bekam, kostete ich als erstes von der gelben Paste im blauen Töpfchen. Sehr gespannt ließ ich die Leckerei auf der Zunge kreisen um schließlich befriedigt feststellen zu können: Ja! Das ist es. Cremig, fruchtig, nicht zu sauer und nicht zu scharf kommt der Geselle daher, getragen von kräftig würzigem Aroma. Mir war sofort klar, dass ich damit ein Rezept versuchen würde, das ich schon lange vor Augen hatte.

gefüllte Avocado

Eine Avocado sollte herhalten. Nicht als Mus, auch nicht in Scheiben geschnitten, sondern mal ganz anders - nämlich gefüllt. So hatte ich es im Sinn, mit Datteln gefüllt und gewürzt mit einer Vinaigrette aus dem leckeren Feigensenf.

Zutaten
  • eine reife Avocado
  • eine große oder zwei kleine Datteln
  • einen Esslöffel Rapsöl
  • einen Teelöffel fruchtigen Essig
  • einen Esslöffel Feigensenf
  • braunen Zucker
  • Salz
  • weißen Pfeffer

Vorbereitung

Dattel entkernen und klein schneiden.

Avocado in zwei Hälften teilen und den Stein entfernen.


Zubereitung

Öl, Essig und Feigensenf mit dem Schneebesen zu einer homogenen Masse verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Die kleingeschnittenen Dattelstückchen in die Vinaigrette rühren und mit dem Dip die Avocadohälften beschicken.

Die gefüllte Avocado wie ein weichgekochtes Ei auslöffeln


Fazit

Das Ganze ergibt eine leckere Vorspeise, die wie ein weichgekochtes Ei einfach ausgelöffelt wird. Es schmeckt herrlich erfrischend, das speckige Fleisch der Avocado gibt den richtigen Körper und die Datteln spenden eine bezaubernde Süße. Alles in allem ein richtiges "amuse gueule", wie der Franzose sagen würde.

Montag, 9. Juli 2012

Zusammenarbeit mit Rice & Spice

Es geschehen doch immer wieder nette Dinge, auch - oder vielleicht vor allem - im Zeitalter des Internets. So ärgere ich mich doch schon seit langem über die meist mittelmäßigen Gewürze, die in unseren Supermärkten so alles angeboten werden. Sehen lecker aus, duften auch ganz gut beim Öffnen, doch schmeckt man sie, so bleibt das Hochgefühl aus.

Zusammenarbeit mit Rice & Spice

Vielleicht bin ich auch etwas verwöhnt, aus meiner Zeit in Afrika. Dort kaufte ich nämlich meine Gewürze immer auf dem Merkato (großer Basar in Addis Abeba) und dort bekam ich sie in allerbester Qualität. Frisch, scharf und würzig.

Leider ist es in Deutschland nur sehr schwer und mit viel Rennerei verbunden, wenn man seine Aromazutaten in derselben Frische und Qualität haben möchte.

Doch dieses Haar in der Suppe stört nicht nur mich. Nein. Es gibt auch noch andere "Leidensgenossen" :-), die ähnlich empfinden.

So zum Beispiel Dagmar Gerigk, von "Rice and Spice". Ihr ging es genauso, doch sie hat sich nicht, wie ich aufs Jammern beschränkt, sondern aus der Not eine Tugend gemacht und einen kleinen Gewürzhandel eröffnet, mit Reis und Gewürzen erster Qualität.

Von ihr fand ich kürzlich eine E-Mail in meinem Briefkasten mit einem sehr interessanten Vorschlag. Dabei durfte ich mir zehn Gewürze aussuchen, die sie mir zukommen ließ, mit der Bitte, sie hinsichtlich Geschmack und Qualität zu prüfen.

Natürlich ließ ich mich nicht zweimal bitten und stellte mir sofort folgende Liste von Zutaten zusammen, die nun in meiner Küche darauf warten, in Töpfe, Pfannen und Schüsseln gerührt zu werden.:


  • Thai Curry
  • Madras Curry
  • Cumin ganz
  • Koreander gemahlen
  • Mazis gesiebt
  • Rau el Hanout
  • rosa Pfeffer
  • italienische Pinienkerne
  • Sternanis
  • Feigensenf


So werde ich nun in nächster Zeit eine kleine Serie mit teilweise exotischen Gerichten vorstellen, deren Rezepturen nicht nach Laune, sondern nach Gewürz ausgewählt sein werden. 

Titel: "Das Gewürz macht's!"

Ich freu mich schon drauf.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Zucchini Risotto - cremiger Traum in grün/weiß

Risotto. Pah. Klebriger Paps für langweilige Leute.

So dachte ich noch bis vor kurzem über eine fantastische Delikatesse der italienischen Küche. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich bisher nur einmal Risotto gegessen hatte, in einem italienischen Restaurant, wenn ich mich recht entsinne. Was ich dort vorgesetzt bekam, war in der Tat ein nichtssagender Brei, dem man bestenfalls und mit viel Phantasie einen leichten Geschmack nach Wellpappe abringen konnte.

Zucchini Risotto, dazu gebackene Rispentomaten und ein Schnitzel

So lag das Thema "Risotto" nun bei mir schon viele Jahre auf Eis, bis ich kürzlich einen Tatort sah, mit den Komissaren "Odenthal und Kopper". Im Verlauf des Films begeisterte sich Kollege Kopper im Gespräch mit Frau Odenthal plötzlich über ein Steinpilzrisotto.

Irgendwie ließ ich mich davon anstecken und nahm mir vor, diesem Gericht bei Gelegenheit mal wieder eine Chance zu geben. Als ich dann kürzlich von einem Bekannten noch ein Paket besten italienischen Risotto - Reis geschenkt bekam, machte ich mich ans Werk. Meinen ersten Versuch kombinierte ich also mit Zucchini.

Zutaten für zwei Personen

  • 130 g Risotto - Reis
  • eine kleine Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 4-5 Zweigchen Thymian (oder getrocknet etwa einen Teelöffel)
  • einen Zweig Rosmarin
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 Esslöffel Butter
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 400 ml Hühnerbrühe
  • 100 ml Weißwein trocken
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel Parmesan gerieben, am besten frisch
Gewürze
  • Salz
  • frische Pfeffer aus der Mühle
  • eine kleine Schote Chili, zerstoßen


Vorbereitung

Zucchini waschen und in halbe Ringe schneiden, ungefähr 1 cm dick.

Zwiebel abziehen und fein würfeln

Kräuter von den Stielen zupfen und hacken.


Zubereitung

Dazu muss noch folgendes gesagt werden, damit ihr nicht dieselbe Enttäuschung erlebt, wie ich beim ersten Mal. Ein gutes Risotto muss cremig sein, der Reis noch bissfest und Würze muss dran sein. Deswegen sollte man ein Risotto nur machen, wenn man Zeit hat und Muße. Denn um die richtige Konsitenz zu bekommen, darf die Flüssigkeit immer nur schluckweise dem Reis beigefügt werden. Und erst wenn der Reis den Sud aufgenommen hat, wird der nächste Schluck dazu gegeben. Um ein Anbrennen zu vermeiden, muss man ständig rühren und sollte die Temperatur relativ niedrig halten. Also ihr seht schon, dieses Gericht eignet sich nicht für "schnelle Küche".

Zucchini Risotto

Soweit das geziemlich ernste Wort zum Werke, das wir mit Ernst bereiten und nun zur Tat:

Butter und zwei Esslöffel Öl in einem Topf mit dickem Boden erhitzen.

Zwiebeln, Knoblauch und Chili darin andünsten.

Reis dazugeben und unter Wenden ebenfalls erhitzen, bis er glasig ist.

Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Dabei oft umrühren, damit der Reis nicht anbackt.

Wenn die Flüssigkeit fast aufgesaugt ist, einen kräftigen Schluck Hühnerbrühe dazugeben und wieder unter viel Rühren einkochen lassen. Den Vorgang so soft wiederholen, biss aller Hühnerfond aufgebraucht ist. Das ganze dauert ca. 30 Minuten, dann sollte der Reis gerade noch bissfest sein, trotzdem aber cremig und vollmundig.

Kurz bevor das Risotto fertig ist, etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zucchini mit etwas Salz 2-3 Minuten erhitzen.

Das Risotto von der Kochstelle nehmen, Zucchini, Kräuter und Parmesan unterheben.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren.

Idee aus Brigittes Rezepten


Fazit


Der Reis ist sämig und die Aromen an jedes einzelne Körnchen gebunden. Jedes Gewürz, jedes Kraut und alles, was an Geschmack drin steckt, kann sein volles Aroma entfalten, während die Körner im Kern noch bissfest sind. Herrlich. Einach ein Traum in grün/weiß.