Dienstag, 10. Dezember 2013

Rotkraut mit Gin würzen


Rotkraut, diesmal mit Gin gewürzt

Kürzlich bin ich bei www.kuehne.de auf ein interessantes Rezept gestoßen.

Dort stellt Freddy Gruhn, ein Profikoch mit eigenem Restaurant und Foodstore seine Idee vor, Rotkraut mit Gin zu würzen. Ich fand das jetzt mal eine tolle Idee, denn wie jeder weiß, ist Gin ein Wachholderschnaps. Und die Wachholderbeere im Rotkraut ist nach meinem Dafürhalten so ziemlich das wichtigste Gewürz. Leider geht damit immer diese leidige Beerenklauberei einher, will man nicht ständig darauf beißen; von einem Gewürzsäckchen halte ich nämlich nichts. Meistens wird aber trotz aller Sorgfalt die ein oder andere Beere übersehen. Gelangt sie dann zwischen die Zähne, drängt sich der dominante Geschmack des schwarzen Kügelchens derart vehement in den Vordergrund, dass alle Geschmacksnerven für die nächsten paar Minuten nur noch Wachholder schmecken.

Na ja, ich finde das in jedem Fall unglaublich nervig. Deswegen fand ich den Gedanken, Wachholdergeschmack über Gin ins Rotkraut zu bringen unbedingt einen Versuch wert.

Ich bin also sofort in den Laden, hab einen schönen Kopf Rotkraut nebst einer Flasche Gin erstanden und begab mich umgehend ans Werk:


Zutaten für 2 Personen
  • 1/2 kleinen Rotkohl (ca. 500-600 g)
  • 1 Zwiebel
  • 150 ml Gin
  • 2 El Crema di Balsamico
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • Pfeffer
  • einen Esslöfffel Honig
  • Öl zum anbraten
  • etwas Speisestärke in Wasser gelöst

Vorbereitung

Vom Rotkohl den Strunk herausschneiden und fein hobeln, mit etwas Salz und dem Honig gut durchkneten.

Zwiebel schälen und fein würfeln.


Zubereitung

Die Zwiebeln in einem Topf mit dickem Boden und etwas Öl glasig schwitzen.

Rotkraut dazugeben und unter ständigem Rühren anbraten, bis es zu duften beginnt. Das dauert etwa 3-4 Minuten.

Mit dem Gin ablöschen, Lorbeerblatt und Crema di Balsamico hinzufügen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, Deckel auflegen und ein bis eineinhalb Stunden köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren und den Flüssigkeitsstand überwachen, er sollte ca. zwei cm betragen.

Wenn das Kraut die gewünschte Konsistenz hat, die restliche Flüssigkeit mit der Speisestärke Teelöffelweise abbinden, nochmal abschmecken und servieren.

Fazit

Ich fand es sehr lecker. Der Gin hat sein Versprechen gehalten und seine Würze ans Kraut abgegeben. Der Alkohol war weitgehend verkocht, sodass kein "schnapsiger" Geschmack im Kohl zu entdecken war und das Schönste: Keine Beerenklauberei.

Freddy Gruhn hat dazu auch ein Video veröffentlicht, das ich euch natürlich nicht vorenthalten will.


Dienstag, 3. Dezember 2013

Spinatsuppe - schnell, lecker, gesund


schnelle Spinatsuppe


Heute war's mal wieder so weit, wie ich es überhaupt nicht leiden kann.

Ich schaue auf die Uhr und stelle mit Erschrecken fest, dass es schon viertel vor 12 ist. Das wäre an sich nicht weiter schlimm, wenn nicht mein Töchterlein um 12:00 von der Schule kommen würde, mit mächtigem Hunger im Bauch.

Also folgte sofort der hektische Blick in den Kühlschrank, was wohl geeignet wäre, ein 15-Minuten Essen zu kochen. Fehlanzeige. Danach der Blick ins Gefrierfach. Gähnende Leere. Nur ein Päckchen TK-Spinat grinste mich an.

"Na gut", dachte ich mir, "dann halt eine schnelle Spinatsuppe".
Sie ist schließlich gesund, schnell gemacht und beliebt beim größten Teil meiner Familie...

Nun würde ich an sich über ein derart einfaches Gericht nicht schreiben, hätte das improvisierte Rezept nicht wider Erwarten soooo lecker geschmeckt.

Deswegen in aller Schnelle:


Zutaten für zwei Personen
  • ein Päckchen TK-Spinat
  • eine Zwiebel
  • Butter
  • Senf
  • Zucker
  • Parmesan gerieben
  • Meerrettich aus der Tube
  • Curry
  • Muskat
  • Sahne 
  • Salz
  • Pfeffer
  • Mineralwasser mit Kohlensäure

Vorbereitung

Zwiebeln würfeln.


Zubereitung

Zwiebelwürfel mit etwas Butter und einer Prise Salz glasig dünsten.

Einen Teelöffel Senf, eine Prise Zucker, Curry nach Geschmack dazugeben und unter ständigem Rühren bei sanfter Hitze eine Minute anschwitzen.

Mit 3/4 Liter Leitungswasser ablöschen und das Päckchen TK-Spinat hineinlegen.

Bei niederer Hitze auftauen lassen und 4-5 Minuten leise köcheln.

Mit Muskat, Salz, Pfeffer und einem Schuss Sahne abschmecken.

Pürieren.

Zwei Esslöffel geriebenen Parmesan, einen Teelöffel Meerrettich und einen Esslöffel Mineralwasser mit Kohlensäure dazugeben.

Mit dem Pürierstab nochmal kurz aufschäumen und servieren, am besten zusammen mit einer Scheibe Toast.

Fazit

Wie bereits erwähnt, die Potage schmeckte wider erwarten sehr sehr lecker.
Die leichte Schärfe des Currys verlieh der ganzen Angelegenheit Pfiff. Der Parmesan brachte Würze ins Spiel und der Meerrettich spendete eine erfrischende Note.

Dienstag, 26. November 2013

Grüner Smoothie, Sonnenschein zum Trinken


Grüne Smoothies sind wahre Gesundheitsbomben

Der Winter steht vor der Tür und damit auch diese unangenehmen Dinge, wie: Schnupfen, Husten, Heiserkeit und Fieber. Jeder kennt's und keiner will's haben.

Deswegen surfen viele zur Zeit durchs Internet, mit der Frage:
Wie schütze ich mich vor Erkältung und Grippe?

Letztes Jahr stieß man dabei immer wieder auf das Thema Ingwer, dieses Jahr springen einem die "Grünen Smoothies" förmlich aus dem Bildschirm.

Grüne Smoothies scheinen nach dem Dafürhalten der meisten Gesundheitsexperten das absolute "Non plus Ultra" zu sein. Nicht nur hinsichtlich dem Schutz vor Erkältungskrankheiten, sondern vor allem zur Vorbeugung gegen Krebs. Der Joker dabei ist das Chlorophyll, gespeichert in allen dunkelgrünen Blattbestandteilen - flüssiges Sonnenlicht für alle inneren Organe sozusagen.

Ich gebe zu, das klingt wirklich sehr interessant. Der Wissenschaft sind die positiven Effekte des Chlorophylls wohl schon seit 1915 bekannt. Da es aber überall und jederzeit für jedermann mit Leichtigkeit zu beschaffen ist, wurde von einer kommerziellen Vermarktung und entsprechenden Verbreitung Abstand genommen, weswegen vielen Menschen dieses wertvolle Wissen bisher abgeht, so auch mir.

Also stellt sich zunächst die Frage:
"Was genau ist denn nun ein grüner Smoothie?"

Ein grüner Smoothie ist ganz einfach ein Mix aus Wasser, Blattgrün und Früchten. Mit verschiedenen Gewürzen durch einen Mixer gejagt, ergibt das trinkbaren Sonnenschein und eine wahre Gesundheitsbombe. Besonders schön ist, dass neben den üblichen Kräutern, wie Rapunzeln, Spinat, Mangold, Petersilie, Dill und Basilikum auch alles andere  Blattgrün, was sonst den Komposteimer verstopft, auf einmal verwertet werden kann. Also: Blätter von Radieschen, Karotten, Kohlrabi, etc.

Ich habe mich heute mal an folgendem Rezept versucht:

Zutaten für zwei Personen
  • 200 g Rapunzeln
  • 1 reife Avocado
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 Zehe Knoblauch
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • Wasser
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chili zerstoßen
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel Olivenöl

Vorbereitung

Rapunzeln waschen und trocknen.

Avocado halbieren, Kern entfernen und mit einem Teelöffel ausschaben.

Zwiebel grob würfeln, Knoblauch und Ingwer schälen und grob zerkleinern.


Zubereitung

Alle Zutaten durch einen Hochleistungsmixer jagen. Am besten nimmt man dabei den "Personal Blender". Ist der Mixer nämlich zu schwach oder verfügt nicht über entsprechende Umdrehungszahlen, entsteht zu viel Reibungswärme und der ganze Smoothie geht "den Bach runter".

Durch die Zugabe von Wasser kann die gewünschte Konsistenz eingestellt werden, ich mag ihn lieber etwas dicker.


Fazit

Avocado und Rapunzel ist immer eine leckere Zutatenkombi. Zusammen mit den restlichen Ingredenzien und der leichten Schärfe des Chili, bot uns dieser Drink eine willkommene Abwechslung auf dem abendlichen Tisch.
Um gesundheitlichen Profit daraus zu schlagen ist allerdings eine gewisse Regelmäßigkeit vonnöten, die ich versuchen werde aufrecht zu halten.

Sonntag, 24. November 2013

Shish Kebab oder: Schlechtwettergrillen in der Küche


Shish Kebabs auf dem Elektrogrill


November.

Die letzten freundlichen Tage sind vorüber und die Sonne hat sich endgültig verkrochen - hinter Nebel, Wolken und Regen. Der Sommer, nur noch eine blasse Erinnerung im grauen Einerlei des vorwinterlichen Schmuddelwetters.

Blattlose Bäume strecken ihre grauen Äste wie Skelettfinger in den Himmel, in einem verzweifelten Gebet um Sonne und Licht.

Ein paar Krähen, die nicht nach Süden geflohen sind, krächzen mit greiser Stimme ihr gruseliges "Krah Krah" in eine farblose Welt.

Der Boden hat sich verwandelt in weite Ebenen aus Schlamm und Dreck, kalte Lachen aus braunem Wasser ziehen gespenstisch Kontraste in das öde Land.

Als ich kürzlich aus dem Fenster schaute und meine Seele baumeln ließ, musste ich unweigerlich an all die schönen, lauen Sommerabende denken, die wir vor unserem Barbecue verbrachten. Dabei entstand der Wunsch, dass am Wochenende mal wieder gegrillt würde. Zwar nicht im Garten, aus novemberlichen Gründen, dafür aber in der Küche. Und als ich beim Wochenendeinkauf in der Auslage meines Metzgers eine leckere Lammkeule entdeckte, wurde auch schnell klar, was gegrillt würde - nämlich "Shish Kebabs" und zwar mit meinem Elektrogrill.


Zutaten für zwei bis drei Personen
  • eine Lammkeule, ausgelöst
  • 4 mittelgroße Tomaten
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 grüne Paprikaschoten
  • Salz
für die Marinade
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • eine mittelgroße Zwiebel
  • 5-6 Zehen Knoblauch
  • 5 Esslöffel Joghurt
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • Oregano getrocknet
  • Chili nach Geschmack (getrocknet und zerstoßen)
  • 1 Teelöffel Paprikapulver
  • 1 Teelöffel Koreanderpulver
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel gemahlen

Vorbereitung

für die Marinade:

Tomaten waschen, Stielansätze entfernen und grob würfeln.
Zwiebel schälen und ebenfalls grob würfeln.
Aus dem Knoblauch eine Paste herstellen.

für die Spieße

Fleisch in große Würfel schneiden.
Tomaten waschen, Stielansätze entfernen und in Spalten schneiden.
Kerne entfernen und aufbewahren.
Zwiebeln ebenfalls in Spalten schneiden und Schichten ablösen.
Paprikaschoten waschen, Kerne entfernen und in Würfel schneiden.


Zubereitung

Zunächst die Marinade herstellen:
Dazu die Tomaten mit den Zwiebeln durch den Mixer jagen und in eine Schüssel umfüllen. Die Tomaten enthalten genug Flüssigkeit. Alle anderen Zutaten für die Marinade ebenfalls in die Schüssel geben und mit dem Schneebesen gut vermischen.

Achtung: Kein Salz hinzugeben, gesalzen wird erst kurz vor dem Grillen.

Die Marinade nun in einen Gefrierbeutel füllen und das Fleisch dazu. Den Beutel verschließen und alles gut durchmassieren. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Ist das Fleisch gut durchgezogen, werden die Kebabs hergestellt:
Dazu immer im Wechsel ein Fleischstück, ein Tomatenschnitz, eine Zwiebelspalte und ein Stück Paprika aufspießen.

Sind alle Zutaten auf dem Spieß, wird die verbleibende Marinade zusammen mit den Gemüseresten in einem Topf gesammelt und 15-20 Minuten geköchelt. Anschließend pürieren und mit Salz abschmecken. Warm halten.

Shish Kebabs frisch aufgespießt


Nun die Spieße salzen, grillen und auf Tellern mit dem Püree servieren, entweder mit Reis oder Pita Brot.


Fazit

Uns hat es sehr gut geschmeckt, das Fleisch war herrlich zart und hat das Aroma der Marinade wunderbar angenommen. Der Lammgeschmack blieb trotzdem noch im Hintergrund erhalten, was uns sehr entgegen kam. Der absolute Hammer aber war das Püree, es schmeckte einfach himmlisch.

Leider habe ich nur einen ganz billigen Tischgrill. Mit einem etwas gehobeneren Modell,  wie man ihn zum Beispiel im Fachhandel oder bei Grillfürst bekommt, hätte das Fleisch noch wesentlich besser zubereitet werden können. Bei GutscheinKraft gibt es sogar einen Gutschein dafür, über den man die Versandkosten spart.

Sonntag, 17. November 2013

Indisches Butterhuhn oder Murgh makhani


Butterhuhn mit Naan


Was dem Deutschen das "SchniPoSa", ist dem Inder das "Murgh makhani", das sogenannte Butterhuhn.

Dieses Gericht gehört in die klassische indische Küche und befindet sich auf nahezu allen Speisekarten beliebiger indischer Restaurants, nicht nur in europäischen Gaststätten sondern ebenfalls in indischen.
Es stammt unsprünglich aus dem Pandschab, aus dem nordwestlichen Teil Indiens.

Die Gegend gehört zu jenen äußeren Grenzgebieten, in denen die Menschen sich ständig wehren mussten, gegen kriegerische Übergriffe diverser Völker. Bereits 500 v Chr. bildete der Pandschab die Grenze zum Persischen Großreich und wurde seither immer wieder besetzt, von Afghanen, Griechen, Mongolen etc.

Natürlich prägte diese "Vielvölkerei" auch die Küche der Region und sie entwickelte sich zum "Frankreich Indiens". "Essen wie Gott im Pandschab!", so darf dieses Sprichwort getrost verfremdet werden, was wahrscheinlich jeder bestätigen wird, der das Rezept ausprobiert.

Der Name Butterhuhn kommt nicht zwangsläufig von einer ungehörigen Menge Butter die im Rezept verwendet wird, sondern daher, dass die Gewürze in Butter angschmort und aufgebrochen werden, sodass sie ihr reiches Aroma voll entwickeln können.


Zutaten für zwei Personen
  • 500 g Hühnerbrust
  • Erdnussöl
  • Butter, besser Ghee
  • 2 Teelöffel Garam masala 
  • 2 Teelöffel Paprika edelsüß
  • 2 Teelöffel Koriander gemahlen
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1/2 Teelöffel Chilipulver (je nach Geschmack)
  • 1 Teelöffel Kardamom
  • 250 g pürierte Tomaten
  • 100 g süße Sahne
  • 50 g Naturjoghurt
  • 1 Esslöffel Honig
  • Saft von 1/4 Zitrone
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • ein daumengroßes Stück Ingwer
  • Salz

Vorbereitung

Hühnerbrust in große Würfel schneiden.

Ingwer schälen und reiben.

Knoblauch zu einer Knoblauchpaste verarbeiten.


Zubereitung

Einen Wok stark erhitzen und das Hühnerfleisch in etwas Erdnussöl knusprig anbraten (am besten auf drei Portionen aufgeteilt). Sind die Fleischwürfel goldbraun, aus dem Wok nehmen und beiseite stellen.

Hitze stark reduzieren, ich habe von Maximum 9 auf 3 herunter gedreht.

Zwei Esslöffel Butter im Wok schmelzen lassen und Garam Masala, Paprika, Koriander, Zimt, Kardamom und Chili hinzugeben und unter ständigem Rühren rösten, bis die Gewürze beginnen zu duften. Alles sollte eine sämige Paste im Wok bilden, dabei ist es sehr wichtig, dass der Wok nicht zu heiß ist, sonst verbrennen die Zutaten. Das dauert 1-2 Minuten.



Sind die Gewürze aufgebrochen, die Fleischwürfel wieder zufügen, mit Honig in den Gewürzen wenden, bis das Fleisch gleichmäßig rundherum mit der Gewürzpaste überzogen ist.

Pürierte Tomaten und Zitronensaft hinzufügen und mit geschlossenem Deckel 20 bis 30 Minuten ganz vorsichtig köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Die Soße muss schön sämig werden.

Joghurt und Sahne dazugeben, mit Salz abschmecken und 5-10 Minuten weiter köcheln lassen, bis die Soße etwas eingedickt ist.

Wok vom Herd ziehen, Ingwer und Knoblauch unterrühren und alles noch 1-2 Minuten ziehen lassen.

Mit Naan Bread servieren.


Fazit

Wir haben definitiv zu viel gegessen, einfach weil es uns nicht möglich war aufzuhören. Dieses Rezept gehört wirklich zu den ganz ganz leckeren Speisen.

Inspiriert

Gefunden im Buch: Das Grosse Wok Kochbuch  

Dienstag, 29. Oktober 2013

Triangoli mit Kürbis-Parmesanfüllung und Rieslingsoße


Pasta gefüllt mit Kürbis und Rieslingsoße


OK, ich gebe zu: Teigarbeiten mag ich nicht.

Zu viel Sauerei, klebrige Finger, staubige Arbeitsflächen einerseits und andererseits finde ich es schrecklich, mit einem Nudelholz den Teig auszurollen.

Aber ich liebe gefüllte Pasta und gerade zur Kürbiszeit müssen Nudeln damit beschickt werden. Vor allem auch deswegen, weil sich aus den gelb-orangefarbigen Gesellen unglaublich leckere Füllungen herstellen lassen und das auch noch ganz einfach.

Deswegen war ich faul und griff auf einen fertigen Nudelteig aus dem Supermarkt zurück. Zwischenzeitlich gibt es da schon ganz leckere Kameraden, die sich auch ganz gut verarbeiten lassen.

Die Kürbisfüllung hab ich mit frisch geriebenen Parmesan gewürzt. Er ist immer ein Joker und bringt richtig "Schmackes" ins Essen. Viel besser als es das ganze Glutamat der Speisealchemisten vermag.


Zutaten für zwei Personen
  • eine Portion fertigen Nudelteig
für die Füllung 
  • ca. 400 g Hokkaido
  • eine Zwiebel
  • Butter
  • etwas Öl
  • 40 g Parmesan
  • Salz
  • Muskat
für die Soße
  • 250 ml Riesling
  • 2 Esslöffel Butter
  • 1 gehäuften Esslöffel Mehl
  • Milch
  • Lorbeer
  • Wachholder
  • Salz
  • Kurkuma (Gelbwurz)

Vorbereitung

1/2 l Milch mit einem Lorbeerblatt und einigen Wacholderbeeren kurz aufkochen lassen und zur Seite stellen.

Hokkaido in grobe Würfel schneiden.

Zwiebel fein würfeln.

Parmesan reiben.

Wein auf 3-4 Esslöffel reduzieren. (Sehr wichtig, damit die Säure verkocht, sonst flockt die Milch später aus.)


Zubereitung

Füllung:
Zwiebelwürfel in etwas Butter und einem Spritzer Öl glasig dünsten.

Kürbiswürfel dazugeben und bei niedriger Temperatur mit geöffnetem Deckel und unter gelegentlichem Rühren weich garen. Dauert ca. 20 Minuten.

Alles durch die Kartoffelpresse drücken, den Parmesan dazugeben und kräftig durchrühren. Mit Salz und Muskat abschmecken.

Den Nudelteig ausbreiten und in Quadrate teilen.

Die Teigquadrate mit Wasser bepinseln, je einen gehäuften Teelöffel in die Mitte platzieren, zu Dreiecken zusammenklappen und die Ränder mit einer Gabel fest andrücken.

Soße
Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze herstellen.

Gewürze aus der Milch entfernen und mit einem Schneebesen schluckweise in die Mehlschwitze rühren, bis die Soße die gewünschte Konsistenz hat.

Nun etwas Kurkuma und den Riesling hinzufügen, mit Salz und Muskat abschmecken.
Wer mag kann noch einen Schuss Sahne dazugeben.

Abgedeckt warm halten.
(Genaueres zum Thema Soßen siehe unter dem Label Soßen in der ganz rechten Spalte: Drauf klicken und runter scrollen bis zu den Posts "raffinierte Soßen teil 1-6")

Triangolis
Die Pasta in siedendem Salzwasser ziehen lassen, bis die Triangolis oben schwimmen.

Zusammen mit der Rieslingsoße anrichten.


Fazit

Ich habe noch eine knusprige Gänsekeule als Beilage serviert. Dass der Teig nicht selbst gemacht war störte überhaupt nicht. Die Füllung schmeckte aromatisch würzig durch die Kombination von Kürbis und Parmesan, wie erwartet. Besonderen Geschmack schenkte die Rieslingsoße, sodass auch meine Frau ganz begeistert war.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Gebratene Kürbisscheibchen mit Speck und Kernen, an Rapunzeln in Preiselbeerdressing


Rapunzeln, Speck, Gorgonzola, Kerne und goldbraun gebratener Kürbis

Bald ist es wieder soweit: Halloween steht vor der Türe, alle möglichen Kinder klingeln, wollen Süßes oder Saures, ich verteile jede Menge Bonbons und Schokoriegel, obwohl mir diese amerikanische "Un-"sitte recht befremdlich anmutet und außerdem muss jede Menge Kürbis aufgearbeitet werden.

Zum Glück ist der "Cucurbita" ein sehr vielseitiges Gewächs. Unter anderem lässt er sich ganz gut in der Pfanne anbraten, vergleichbar mit den zwei bekanntesten italienischen Vorspeisen - Auergine oder Zucchini in Olivenöl.

Kombiniert mit knusprig gebratenen Speckscheiben, gerösteten Kürbiskernen und einigen Würfeln pikantem Gorgonzola, ergibt die gelbe Frucht eine herrliche Ergänzung zu jedem herbstlichen Blattsalat. Ich griff heute zu Rapunzeln, aber auch ein Kopf Endiviensalat oder eine Mischung aus verschiedenen Chicorées bieten sich hervorragend an.


Zutaten für zwei Personen
  • 200 g Feldsalat
  • 1/8 Hoccaido
  • 4 Scheiben geräucherten Speck
  • etwas pikanten Gorgonzola
  • einen Esslöffel Kürbiskerne
für's Dressing
  • Balsamico braun
  • Olivenöl
  • Kürbiskernöl
  • Preiselbeersenf
    (alternativ mittelscharfer Senf mit Preiselbeeren gemischt)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Vorbereitung

Hokkaido vierteln, entkernen und einige feine Scheiben abschneiden.

Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne rösten.

Salat waschen und trocknen.

Kürbisscheiben salzen.

Etwas Gorgonzola in Würfel schneiden.


Zubereitung

Erst das Dressing:
Zwei Esslöffel Balsamico mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker gut verquirlen, bis sich die Gewürze aufgelöst haben.

Einen Teelöffel Preiselbeersenf dazugeben und durchschlagen, bis sich der Senf gelöst hat.

4 Esslöffel Olivenöl und einige Spritzer Kürbiskernöl dazugeben und alles zu einer Emulsion verarbeiten.

Nun den Rest:
Speck in einer Pfanne knusprig braten und auf einem Küchenkrepp entfetten.

Etwas Olivenöl in die Pfanne geben und die Kürbisscheiben kurz von beiden Seiten anbraten, bis sie Farbe genommen haben.

Den Salat im Dressing marinieren und auf einer Platte anrichten. Gorgonzola, Speck, Kürbis und Kürbiskerne darauf verteilen und sofort servieren.


Fazit

Der Aufwand lohnt sich. Geröstete Kerne schmecken sowieso immer lecker. Das fruchtig herzhafte Dressing verleiht dem Salat richtig "Wumms", Gorgonzola und Speck spenden Würze.

Der absolute Kracher aber ist der Kürbis. Angebraten bekommt er ein herrliches Aroma doch wenn zuvor einige Tranchen Speck in der Pfanne geröstet wurden, nehmen die Kürbisscheiben den kräftigen Rauchgeschmack an - ein echter "Hinschmecker"!

Alles in Allem ein Rezept, dass ich jedem empfehlen kann, ausgenommen Vegetariern. Aber der Salat schmeckt mit Sicherheit auch hervorragend ohne den Speck.

Freitag, 18. Oktober 2013

Knoblauch-Confit und Knoblauchöl


Butterzarte Knoblauchzehen

Heute hatte ich richtig Lust, eine Kleinigkeit fürs Abendessen zu kochen. Irgendetwas, das sich eignet herkömmliche Vesper aufzuwerten. Nicht zu kompliziert aber doch mit Pepp und Pfiff.

Außerdem lechzte meine Seele nach Knoblauch. Und das bedeutet bei mir meist mehrere Knollen, zumindest wenn ich so richtig Appetit auf das kleine weiße "Ferkelchen" hab. Da bei uns dieses Wochenende keine weiteren Termine im Planer standen, sah ich endlich meine Chance gekommen, ein Knoblauch-Confit herzustellen.

So ein Confit ist nämlich eine delikate Angelegenheit. Der Lauch wird traumhaft weich und geschmeidig, schenkt ein wunderbares "mouthfeeling" und verliert all seine Schärfe. Er bekommt sogar eine leicht süßliche Note. So verspricht es jedenfalls der Autor von CLAUDIZ 747, in dessen YouTube Blog ich dieses erquickliche Labsal entdeckte.

Als Beiprodukt erhält man noch ein schmackhaftes Knoblauch-Olivenöl, mit dem sich ebenfalls allerlei appetitliche Happen zubereiten lassen.


Zutaten für ein kleines Einmachglas
  • drei Knollen Knoblauch
  • vernünftiges Olivenöl

Vorbereitung

Knoblauch in Zehen teilen und schälen. Bei einer solchen Menge empfiehlt es sich, die Zehen zuvor in kochendem Wasser für 20 Sekunden zu blanchieren und hernach kalt abzuschrecken. So lassen sie ihre Haut fast von selbst fallen.

Anschließend werden die Knöllchen in einen kleinen Topf umgelagert.

Alles mit Olivenöl auffüllen, bis der Knoblauch gerade so bedeckt ist.

Herd anstellen, auf höchste Stufe und sobald erste Bläschen aufsteigen, die Temperatur zurücknehmen, bis zur niedrigsten Stufe.

Die Zehen werden nun ca. 45 Minuten lang bei 80-90 °C ziehen gelassen. Mit einem digitalen Thermometer die Temperatur von Zeit zu Zeit überprüfen.

Wenn sie schön weich sind, etwas abkühlen lassen, ein kleines Einmachglas damit beschicken und genießen.


Blick ins Glas
Fazit

Ein Gedicht für den Knoblauchliebhaber. Besonders lecker schmeckt es, wenn die Zehen mit einer Gabel zerdrückt werden und ein Butterbrot damit bestrichen wird. Salz und Pfeffer darüber, reinbeißen und genießen. Eignet sich übrigens auch sehr gut  als Mitbringsel für eine Party.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Lebkuchenparfait und in Chili karamellisiertes Pflaumenkompott


Das alles fanden wir im Überraschungspaket

Kürzlich kam ich in's Staunen. Und nicht nur ich, meine ganze Familie gleich mit, insbesondere die Kinder, als wir nämlich von einem Paket überrascht wurden.

Da keiner von uns, weder etwas bestellt hatte noch irgendein Geburtstag anstand, waren alle überaus neugierig ob des Inhaltes der ominösen Sendung. Nach dem Öffnen warfen wir zunächst einen Blick auf den Kalender, ob wir vielleicht schon den sechsten Dezember schrieben, denn heraus kam ein großer Haufen Lebkuchen und Pralinen der Firma Lambertz.

Natürlich gab's gleich ein großes "Juhuuu!" der Kinder und ich hatte erhebliche Mühe, die kleinen Finger von all den Leckereien fern zu halten, bis geklärt wäre, was es wohl damit auf sich habe.

Eine kleine Broschüre, die der Sendung beilag, gab schnell Aufschluss:

Der Aachener Printen und Schokoladenhersteller "Henry Lambertz" feiert nämlich dieses Jahr sein 325-jähriges Jubiläum und anlässlich dieses stolzen Alters wurden einige Blogs ausgesucht und mit einem solchen Testpaket beschenkt. Damit verbunden bot sich die Möglichkeit, an einem Kreativ-Wettbewerb teilzunehmen. Natürlich freiwillig.

"Nun denn", dachte ich mir, "ich bin dabei!", und begann zu recherchieren.


Die Süße des Lebens

Deutschland lag niedergeschlagen auf dem Boden des Zeitenflusses, die Wunden des 30-jährigen Krieges noch heftig blutend, als sich ein einfacher Bäcker aufmachte, eine Konzession für eine Bäckerei zu beantragen. "Zacharias Kreinsz", so hieß der muntere Geselle, der auch tatsächlich bald seine gewünschte Erlaubnis erhielt und im "Haus Markt 7" begann, Brot zu backen. Man schrieb das Jahr 1688.

Und wie das manchmal so ist, wenn sich ein einzelner Mensch aufmacht, etwas vernünftiges auf die Beine zu stellen, wurde der Bäckerei ein mächtiger Segen geschenkt, sodass aus spärlichen Broten bald leckere Süßigkeiten wurden. Die einfache Bäckerei wuchs zu einer Fein- und Zuckerbäckerei.

Den Menschen das Leben versüßen, sie glücklich und fröhlich machen, war das lebensbejahende Motto der Konfiserie, das auch Henry Lambertz übernahm, als er ca.150 Jahre später just an diesem Ort seine Schokolade fließen ließ.

So ging es ab, durch Äonen und Historien: Kriege kamen und gingen, Hochkonjungtur - Verkaufszahlen rauf, Rezession - Leute entlassen, Feuer - alles brennt nieder, Wiederaufbau, Tod von Inhabern - Tod von Ideen, Übergabe an neue Inhaber - neue Ideen werden geboren. Wieder Krieg, Bomben fallen - zweifeln, zittern, zagen. Reiche gehen unter, Republiken werden geboren ...

Doch in all dem Auf und Nieder durch Dekaden und Jahrhunderte, ließ sich der Segen nicht beirren, welcher der kleinen Bäckerei im "Haus Markt 7" damals zuteil wurde und aus dem kleinen Samenkorn und Werke eines Menschen, der allen Unkenrufen zum Trotz in einer erbärmlichen Zeit eine Bäckerei eröffnete, wuchs ein mächtiger stabiler Baum, im Acker der deutschen Wirtschaft.


Die Schärfe des Schwertes

Doch während die Einen in Ehrlichkeit und Demut die guten Kräfte des Himmels und der Erde erflehten, betraten andere mit Heeren den blutigen Weg der Vernichtung und Zerstörung.

Die Stadt Mainz wurde am 17.10.1688 an Frankreich übergeben und die Truppen des bayerischen Kurfürsten Maximilian II stürzen sich im September 1688 in den großen Türkenkrieg. Mit der Schärfe des Schwertes eroberten sie die Stadt Belgrad, seinerzeit unter türkischer Herrschaft.

Von Süßigkeiten gab's dort keine Spur: Da stießen Heere aufeinander, Schwerter schlugen gegen Krummsäbel, Schlachtrosse pflügten mit beschlagenen Hufen  blutigen Boden, da wurde geschrien, gekämpft, gefallen und das zeitliche gesegnet.

***

1688! Das Gründungsjahr der Firma Lambertz.

Süße des Lebens trifft auf Schärfe des Schwertes.
Welch Widerspruch!
Wie würde das am besten umgesetzt?

Diese Herausforderung kitzelte meine Phantasie und als ich noch über die Ironie der Zeit nachsann, hob sich unvermittelt der Schleier der Irritation und dieses Rezept trat beherzt ans Licht meines Verstandes.

Lebkuchenpaefait und in Chili karamellisiertes Pflaumenkompott,
süßer Lebkuchen und fruchtige Pflaumen treffen auf scharfen Chili.

Lebkuchenparfait, in Chili karamellisierte Pflaumen und Lebkuchen von Lambertz


Zutaten für vier Personen

für das Parfait
  • 20 g Zucker
  • 60 g Kuvertüre
  • 130 ml Sahne
  • 2 Eier
  • 1 Lebkuchen
für den Kompott
  • 4 Pflaumen oder sechs Zwetschgen
  • einen Esslöffel Zucker
  • 1/4 Liter Rotwein
  • Zimt
  • Stärke
  • eine Schote getrockneten Chili
zur Deko
  • pro Person zwei bis drei Pralinen
  • ein Blättchen Minze
  • Schokosoße

Vorbereitung

Die Eier trennen, Eiklar und Eigelb in zwei Schüsseln auffangen. Dabei darauf achten, dass sich kein Eigelb ins Eiklar mischt.

Lebkuchen in feine Würfel schneiden.

Kuvertüre im Wasserbad schmelzen.

Pflaumen entsteinen und in Spalten schneiden.

Einen Teelöffel Stärke in etwas kaltem Wasser lösen.


Zubereitung

Zunächst das Parfait:

Zucker auf Eiweiß und Eigelb aufteilen.

Eiweiß steif schlagen.

Eigelb cremig schlagen.

Sahne halbsteif schlagen.

Eigelb in die flüssige Kuvertüre füllen und mit einem Schneebesen sofort cremig rühren. Hier ist Eile geboten, damit sich die Kuvertüre nicht verfestigt.

Nun die Eigelb/Kuvertüre Masse unter die Sahne mischen und anschließend alles zusammen unter das Eiweiß heben. Vorsichtig durchmischen, dabei die Lebkuchenwürfelchen beimengen und die Masse in vier Förmchen füllen, die zuvor mit Klarsichtfolie ausgelegt wurden.

Die Förmchen in die Gefriertruhe stellen und durchfrieren lassen.

1/2 Stunde vor dem Servieren im Kühlschrank antauen lassen.

Nun den Kompott:

Den Zucker in einem Topf mit dickem Boden karamellisieren lassen, bis er etwas Farbe genommen hat.

Mit dem Rotwein ablöschen und köcheln lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

Die Chilischote hinzugeben und alles für ca. 15-20 Minuten ganz vorsichtig köcheln lassen, bei geschlossenem Deckel. Von Zeit zu Zeit die Schärfe prüfen. Wenn je nach Gusto genügend Feuer im Gericht ist, kann die Chilischote wieder herausgenommen werden.

Die Pflaumenschnitze dazugeben und vorsichtig weich köcheln. Dauert ca 5-10 Minuten.

Mit Zimt abschmecken und den Sud schlückchenweise mit der Stärke bis zur gewünschten Konsistenz binden.

Abkühlen lassen.


Anrichten

Das Parfait aus der Form nehmen und auf einen Teller stürzen.
Den Kompott daneben anrichten.
Die Pralinen verteilen, mit etwas Schokosoße dekorieren und der Minze krönen.


Fazit

Es schmeckt herrlich. Vor allem die leichte Schärfe macht sich wesentlich besser als ich erwartete. Sie stimuliert die Geschmacksnerven und bringt eine erfrischende Note ins Gericht. Dazu die Pralinen, die der ganzen Sache noch einen aufsetzen. Das wird es das nächste mal geben, wenn wir Gäste haben und der Vorteil: Es lässt sich schon Tage vorher vorbereiten.

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Dienstag, 8. Oktober 2013

Noch eine herrliche Vorspeise


Weiße Riesenbohnen und halbgetrocknete Tomaten


Ich liebe sie einfach.

Diese großartigen, fast schon aphrodisierend wirkenden Vorspeisen aus dem Lande "Bartolomeo Scappis", verführen mich ständig zu übermäßigem Genuss.

Seien es nun einfach nur lecker eingelegte Oliven, Zucchinis und Auberginen in feinem Olivenöl, ein Teller mit wohlschmeckender luftgetrockneter Salami, einige hauchdünn geschnittene Tranchen italienischen Parmaschinkens oder was sonst noch angeboten wird; auf dem grenzenlosen Markt italienischer Delikatessen ist alles ein lukullischer Hochgenuss.

Doch es sind nicht nur Italiener, welche solch feine Kunst perfektionierten, Spanier, Griechen oder Türken stehen mit ihren Raffinessen in nichts nach.

Etwas traurig blicke ich da auf das vergleichsweise klägliche Vorspeisensortiment aus den nordeuropäischen Landen, zu deren Bewohnern auch ich zähle.

Tja, so ist das eben :-(.

Doch glücklicherweise entwickelten wir uns seit 1945 zu einem multikulturellen Volk, das Menschen aller Nationen beheimatet und entsprechend reich zeigen sich nun auch deutsche Speisepläne, deutschsprachige Kochbücher und germanische Kochblogs oder Videokanäle ;-).

In einem solchen fand ich auch dieses leckere Rezept, das durch halbgetrocknete Tomaten und dem daraus aromatisierten Öl zu den unangefochtenen Höhepunkten zählt, zumindest nach meinem Dafürhalten.

Und das Schönste: Es lässt sich total einfach herstellen.

"Weiße Riesenbohnen in einer Marinade aus halbgetrockneten Tomaten und deren Öl!"

seitlicher Blick ins Glas

Zutaten für vier Portionen
  • 250 g weiße Riesenbohnen aus der Dose, abgetropft.
    Wer es ganz besonders toll machen möchte nimmt getrocknete Bohnen, weicht sie über Nacht ein und kocht sie hernach 2-3 Stunden ohne Salz. Mir war das zu viel Aufwand, sowohl zeitlich als auch energetisch.
  • 10 - 12 halbgetrocknete Cherrytomaten mit ihrem Öl 
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 3-4 Stängel Blattpetersilie
  • Salz
  • 2 Esslöffel Olivenöl

Vorbereitung

Aus dem Knoblauch eine Paste herstellen.

Zwiebel fein würfeln.

Petersilie fein schneiden.


Herstellung

Alle Zutaten miteinander vermengen, mit reichlich Salz abschmecken und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, am besten abgedichtet mit einer Frischhaltefolie.


Fazit

Wie bereits erwähnt, ist dieses Gericht ein echtes Gaumenspektakel, das sein königliches Aroma allerdings aus den halbgetrockneten Tomaten gewinnt. Damit kann man sich getrost an jeder Party sehen lassen.

Inspiriert

 Von Michael Tokarski aus "Der Biokoch"  

Donnerstag, 26. September 2013

Halbgetrocknete Tomaten und ein wunderbar aromatisiertes Öl


Halbgetrocknete Tomaten



Getrocknete Tomaten sind immer ein Joker.

Die roten Kameraden verführen jeden Genießer mit ihrem herrlichen Aroma und verwandeln einfache Soßen, Pürees oder Salate sprichwörtlich in High-End-Köstlichkeiten. Leider sind qualitativ hochwertige Exemplare relativ teuer oder nur unter erheblichem Aufwand und enormen Energiekosten selbst herzustellen.

Wesentlich einfacher und mit wenigen Handgriffen lassen sich halbgetrocknete Tomaten fabrizieren. Sie können wie ihre klassischen Kollegen als Aromazutat verwendet werden, eignen sich aber auch exzellent zum Naschen und legt man sie in Öl ein, so wird dieses ganz nebenbei köstlich aromatisiert.

Entgegen der allgemeinen Meinung, dazu sei hochwertiges Olivenöl zu nehmen, vertrete ich die Ansicht, dass ein geschmacksneutrales Öl sich wesentlich besser eignet. Das tomatige Bouquet wird stärker herausgearbeitet und bleibt unverfälscht vom Eigengeschmack des Olivenöles. Mittels weiterer Aromazutaten, wie Kräuter oder Knoblauch, können der Delikatesse noch verschiedene Geschmacksrichtungen mitgegeben werden.

Ich greife in solchen Fällen gerne auf Rapsöl zu. Allerdings sollte man darauf achten, die helle Variante zu verwenden, die dunkelgelbe nämlich schmeckt aufdringlich.

Und was das Aroma der Halbgetrockneten angeht, das ist eine wahre Wucht, fast noch besser als die ganz getrockneten Tomaten.


Zutaten für ein kleines Einmachglas
  • 15 bis 20 Kirschtomaten
  • neutrales Öl 
  • ein Zweiglein frischen Rosmarin
  • ein Zweiglein frischen Thymian
  • Salz
  • eine Knoblauchzehe

Vorbereitung

Tomaten waschen und halbieren.

Knoblauchzehe mit Schale andrücken.


Zubereitung

Ofen auf 150 °C vorheizen.

Eine feuerfeste Form einölen, Knoblauch und Kräuter hineinlegen.

Die Tomaten im Öl und den Aromazutaten wenden, salzen, mit der Schnittfläche nach unten drehen und leicht andrücken.

Das Ganze geht jetzt für 1 1/2 Stunden in den Ofen. Damit die Feuchtigkeit abziehen kann, sollte die Ofenklappe einen Spalt geöffnet bleiben. Am besten steckt man einfach den Stiel eines Holzkochlöffels dazwischen.

Nach der Garzeit werden Tomaten und Aromazutaten in ein Einmachglas gefüllt und mit Öl bedeckt.

Tomaten, Kräuter und Knoblauch im Glas


Im Kühlschrank über Nacht marinieren.


Fazit

Das Aroma ist tatsächlich umwerfend, sowohl von den Tomaten als auch vom Öl.


Ispiriert

Auf die Idee brachte mich Michael Tokarski von "Der Biokoch".

Montag, 23. September 2013

Kürbissuppe - diesmal mit einer fruchtig frischen Note


Kürbissuppe mit knusprigen Speckbröseln, crossen Kürbiskernen und einem Spritzer Kürbisöl


Es ist mal wieder soweit - Kürbiszeit.

Und das Erste, was bei uns aus dem Kürbis zubereitet wird, ist natürlich eine Kürbissuppe, Frau und Tochter zuliebe.

Wer meinen Blog schon seit längerem liest, weiß, dass ich eigentlich kein Freund der Kalebassenpotage bin und ständig auf der Suche nach neuen Ideen, wie das ansonsten eher ärmliche Aroma mit Kraft und Finesse ein wenig schmackhaft gemacht werden kann.

Letztes Jahr kochte ich einige Suppenknochen mit, dieses Jahr forschte ich lange Zeit im Internet, was an Rezepten und Ideen bezüglich der Kürbissuppe existiert. Und es ist wirklich erstaunlich, wie viele Möglichkeiten es gibt, so ein einfaches Gericht wie Kürbissuppe zu kochen.

Ich entschied mich dieses mal für eine fruchtig frische Note, im wesentlichen beigebracht durch Ingwer und Orange.


Zutaten für 4 Portionen
  • einen Hokkaido
  • eine Zwiebel
  • 1/4 Liter trockenen Weißwein
  • Gemüsebouillon
  • eine Kartoffel
  • ein Daumen großes Stück Ingwer
  • eine Orange
  • Curry
  • süßen Paprika
  • 2 Esslöffel Kürbiskerne
  • Sauerrahm
  • Kürbiskernöl
  • 4 Scheiben geräucherten durchwachsenen Speck
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chili
  • Muskat
  • Öl


Vorbereitung

Hokkaido halbieren, Kerne mit einem Löffel entfernen und grob würfeln.

Zwiebel und Kartoffel  schälen und ebenfalls grob würfeln.

Ingwer schälen und fein würfeln.

Orange auspressen, Saft auffangen und mit einem Sparschäler die Hälfte der Schale abnehmen und klein schneiden.

Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne rösten

Speck in der Mikrowelle knusprig garen und aufbröseln.



Zubereitung


Zwiebeln salzen und in etwas Öl goldbraun anbraten.

Hokkaidowürfel, Kartoffelwürfel, Ingwer, Curry und Paprika dazugeben und unter ständigem Wenden angehen lassen, bis die Gewürze anfangen zu duften.

Mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist.

Nun mit der Brühe bedecken, bis gut einen Finger dick über den Kürbissen, aufkochen lassen, mit Salz, Muskat und Chili abschmecken.

Orangensaft und -schalen einrühren und bei geschlossenem Deckel 20 bis 30 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.

Topf vom Herd ziehen, zwei Esslöffel Sauerrahm beigeben und pürieren.

Nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf vorgewärmten Tellern anrichten.

Mit Kürbiskernöl, Kürbiskernen und Speckbröseln garnieren.


Fazit

Der fruchtig frische Geschmack, den Orange und Ingwer verleihen ist zunächst etwas ungewohnt aber sehr lecker. Kürbiskerne und Kürbisöl spenden ihr herrliches Aroma und verbinden sich mit der cremigen Säure des Rahms zu einem vollmundigen Geschmackserlebnis, während der knusprige Speck für ein leicht rauchig herzhaftes Hintergrundaroma sorgt.

Insgesamt fanden wir dieses Rezept sehr schmackhaft und gut gelungen. 

Freitag, 20. September 2013

Zucchinifächer mit Tomaten - abgekupfert bei "Ti Saluto Ticino"


Zucchini Tomatenfächer

Ich war schon einige Zeit auf der Suche nach einem passenden "hors - d'oeuvre" zum "Schweinefilet in Backpflaumenfarce im Blätterteig". Da dieses Gericht recht gehaltvoll ist, durfte ich nur etwas Leichtes servieren.

Fröhlich musste es sein, beschwingt den Hauptgang einleiten. Ganz so, wie die letzten Tage eines paradiesischen Urlaubs, in denen die Leichtigkeit des Seins nochmals bewusst genossen wird, ehe der deftige Teil des Lebens zur Pflicht ruft und der Mensch dem Alltag wieder Tribut zollt.

Appetit musste erzeugt werden, auf ein kräftiges Hauptgericht.

Und wie es der Zufall so wollte, stieß ich auch prompt auf eine originelle Idee, bei "Ti Saluto Ticino".

"Zucchinifächer, das ist wie Urlaub auf dem Teller", so steht dieses tolle Rezept künstlerisch überschrieben in einem meiner Lieblingsblogs. "Das ist es!", dachte ich mir, Volltreffer. Es würde meinen Gästen munden, dessen war ich mir sicher.

Leider bekam ich von der Zucchinischwemme noch nichts mit, weswegen mir keine dekorativ gelben Gemüse zur Verfügung standen. Im Hofladen um die Ecke jedoch erstand ich ein prächtiges grünes Exemplar und nun stand nichts mehr im Wege. Bis auf wenige Ausnahmen habe ich dieses Gericht entsprechend der Vorlage zubereitet.

Zutaten für 4 Personen
  • eine große Zucchini
  • 4 mittelgroße Fleischtomaten
  • 2 große Zwiebeln
  • 6-8 Zehen Knoblauch
  • einige Zweige Thymian
  • etwas frischen Rosmarin
  • 1/4 Liter trockenen Weißwein
  • 4 Esslöffel entsteinte schwarze Oliven
  • Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Zucchini der Länge nach halbieren und anschließend die Hälften nochmal quer halbieren, sodass die Zucchini in 4 gleich große Stücke geteilt ist.

Die Stücke fächerförmig einschneiden.

Tomaten häuten, halbieren und in längliche Streifen schneiden.

Zwiebeln schälen und in feine Ringe hobeln.

Knoblauch schälen und in sehr feine Scheiben hobeln.

Thymian und Rosmarin von den Stängeln zupfen.

Oliven in Ringe schneiden.

Einige Späne Parmesan mit dem Sparschäler abhobeln.


Zucchini Tomatenfächer in Vorbereitung


Zubereitung

Ofen auf 200 °C vorheizen.

Zwiebelringe auf dem Boden einer eingefetteten Auflaufform verteilen.

Zucchini darauf legen und die Tomatenstreifen zwischen die Fächer schieben.

Parmesanspäne in die verbliebenen Freiräume des Zucchinifächers stecken.

Oliven, Knoblauch, Thymian und Rosmarin gleichmäßig darüberstreuen.

Weißwein angießen und alles kräftig mit Olivenöl beträufeln.

Salzen und pfeffern.

Alles in den Ofen schieben und je nach Geschmack 30-45 Minuten garen.

Dazu einige Scheiben Weißbrot reichen.


Fazit

Die Mühe hat sich gelohnt. Es war leicht, schmeckte wie erwartet sehr aromatisch und erinnerte noch ein wenig an Sonne, Meer und Urlaub. Auch der Parmesan tat sich gütlich, mit seiner kräftige Würze gab er dem ganzen Gericht nochmal einen kleinen Extrakick.

Leider hab ich etwas zu sparsam gesalzen, denn dieses Rezept verträgt erstaunlich viel Salz, wie wir beim Essen herausfanden.  

Dienstag, 17. September 2013

Schweinefilet, Backpflaumen, Blätterteig und eine Farce


Schweinefilet in Backpflaumenfarce im Blätterteigmantel

Gäste sind ein Geschenk und Geschenke sind wertvoll.

Diese Einstellung dürfte den meisten Menschen in allen Kulturen und Religionen durch alle Zeiten hindurch gemein sein. Was ist schöner, als einen gemeinsamen Abend mit Gästen zu verbringen, sich fröhlich spaßend zu begegnen, zusammen aktuelle gesellschaftliche Probleme zu erörtern oder einfach nur interessante Gedanken auszutauschen?

Ich persönlich liebe solche Möglichkeiten, meine Zeitgenossen zu treffen. Wertvoll sind sie, diese seltenen Augenblicke des Lebens, zwischen aller Hast und Eile des Alltags. Und wie das mit wertvollen Dingen so ist, man sollte sich Mühe damit geben, ihre Bedeutung zu erhalten.

Leckere Speisen, ausgewählte Getränke und schöne Tischdekoration tragen erheblich dazu bei, damit der gemeinsame Abend auch gelingt. Denn nicht nur Qualität und Quantität des Essens ist entscheidend für ein gelungenes Zusammensein, im Endeffekt geben investierte Mühe und entgegengebrachte Wertschätzung den Ausschlag.

Leider stehen wir genau an dieser Stelle vor einem klitzekleinen Problem, denn wer sich seinem Besuch gebührend widmen möchte, kann schlecht nebenbei ständig an Töpfen, Pfannen und Kochlöffeln hantieren, jedes vernünftige Gespräch würde so im Ansatz erstickt.

Deswegen sind außergewöhnliche Rezepte, die sich für gemeinsame Abende eignen, wie kleine Juwelen. Rezepte wie dieses zum Beispiel, die nachmittags gut vorbereitet werden können, am Abend fast keinen Aufwand mehr erfordern und trotzdem ein formidables Mahl abgeben. Ich entdeckte es vor einiger Zeit irgendwo in den zahllosen Veröffentlichungen vom Chefkoch und vergangenes Wochenende endlich war es soweit, dass ich es auf den Tisch brachte.


Zutaten für 2 Personen
  • eine Schweinelende ca 500 g
  • eine Packung Blätterteig
  • flüssige gesunde Butter
  • 2 Esslöffel Pinienkerne
  • Salz
  • Pfeffer
  • gesundes Öl
für die Farce
  • eine Packung Backpflaumen (ca. 250 g)
  • 500 ml Rotwein
  • 2 Schoten Sternanis
  • 2-3 Nelken
  • 1 Teelöffel rosa oder grünen Pfeffer
  • zwei Stangen Zimt
  • eine Orange (unbehandelt)
  • Meersalz

Zubereitung

Als erstes muss die Farce hergestellt werden, da sie einige Zeit Ruhe benötigt.

Dazu:

Orange auspressen, die Hälfte der Schale mit einem Pendelschäler abschälen und in kleine Streifen schneiden.
Wein, Orangensaft, Orangenschalen, Sternanis, Nelken, Pfeffer und Zimt miteinander in einem Topf kurz aufkochen. Vom Herd ziehen, die Backpflaumen hineingeben und für einige Stunden marinieren.
Anschließend durch ein Sieb gießen, die Flüssigkeit auffangen und Backpflaumen von den restlichen Gewürzen trennen.
Backpflaumen in einem Cutter oder mit dem Stabmixer pürieren, dabei etwas von der aufgefangenen Flüssigkeit dazugeben, bis die Farce schön geschmeidig geworden ist, mit Salz abschmecken.

Nun zum Rest:

Backofen auf 200 °C Heißluft vorheizen.
Pinienkerne in einer trockenen Pfanne rösten.
Von der Lende die dünne Spitze abschneiden, sodass ein durchgängig gleich dickes Stück Fleisch zur Verfügung steht.
Das Filet von allen Seiten scharf anbraten, salzen, pfeffern und kurz abkühlen lassen.

Backblech mit Backpapier auslegen und den Blätterteig darauf ausrollen.


Filet auf Blätterteig mit der Farce überzogen

Auf  das erste Viertel Teig etwa 1/4 der Farce verteilen und das Fleisch darauf legen. Den Rest der Farce um das Fleisch herum auftragen und mit den Pinienkernen bestreuen.
Nun alles einwickeln und die Teigrolle an den Enden gut verschließen.
Mit der Butter dick bestreichen und ca. 30-40 Minuten vorm Servieren in den Ofen schieben. Je nach Geschmack bei einer Kerntemperatur von 68° bis 71° herausnehmen, anrichten und zum Beispiel Rapunzeln beilegen.

Die restliche Marinade während der Garzeit zu einer Glace einköcheln lassen, mit Salz kräftig abchmecken und das Fleisch damit beträufeln.

Dazu passt ein guter, trockener Rotwein. Wer das Glück hat, in einer Weingegend zu wohnen kann leicht mal um die Ecke zum Winzer seines Vertrauens gehen. Ansonsten bietet natürlich der einschlägige Fachhandel geeignete Tröpfchen oder aber im Internet kann auch bestellt werden, der Weisshaus Blog zum Beispiel wäre eine gute Adresse. Dabei lohnt es sich auch mal mehr auszugeben, als 2,50€ beim Discounter, denn der Wein vollendet Schluck für Schluck jeden Bissen dieses kräftigen Gerichtes.


Fazit

Wir verbrachten einen sehr schönen gemeinsamen Abend mit unseren Gästen. Die fruchtig, würzige Farce verlieh dem ansonsten eher zurückhaltenden Geschmack der Lende herrliches Aroma, während der krosse Blätterteig Kraft und Fülle beisteuerte. Und das beste war, dass ich als Koch mich den ganzen Abend entspannt an allen Gesprächen beteiligen konnte und trotzdem ein leckeres Essen auf den Tisch brachte.

Montag, 9. September 2013

Dorade mediterran zubereitet


Dorade mit Kräutern gespickt, auf mediterranem Gemüsebett


Wer Fisch im Ganzen zubereiten möchte, sollte bestimmte Dinge beachten, sonst kann aus dem feinen Genuss schnell ein schlimmer Graus werden - so ähnlich las ich es vor ein paar Tagen in meinem schlauen Buch "Die große Schule des Kochens. Zutaten, Techniken, Rezepte".

Wie das in solchen Büchern meist ist, stehen seitenweise kluge Dinge zu unglaublich vielen Themen, die man eigentlich gar nicht alle lesen möchte. Quält sich der geneigte Leser trotzdem durch den Quell guter Tipps und wohgemeinter Ratschläge, so ist vieles schon bekannt, einiges unwichtig aber manches auch wirklich neu.

Zum Beispiel ist es ratsam, vor dem Garen der Flossengeschöpfe, Rücken- und Brustflossen abzuschneiden, denn an diesen Schwimmxtremitäten kann man sich leicht verletzen.

Oder:

Um sicherzustellen, dass Fische beim Grillen, Dämpfen oder Backen gleichmäßig garen und nicht aufplatzen, sollten sie ziseliert werden. Das bedeutet, der Fisch wird von jeder Seite drei bis vier Mal schräg eingeschnitten, ungefähr 1 bis 1,5 cm tief.

Nun denn, für manchen Leser mag das vielleicht ein alter Hut sein, mir war es jedenfalls neu. Und im Anschluss an die guten Hinweise fand ich dieses leckere Rezept.


Zutaten pro Person
  • eine Dorade, ausgenommen und geschuppt
  • eine Zwiebel
  • 1/2 rote Paprikaschote
  • 1/2 grüne Paprikaschote 
  • 1/2 gelbe Paprikaschote 
  • 3 mittelgroße Tomaten
  • 50 g schwarze Oliven entsteint
  • 4 Sardellenfilets
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • einen Zweig frischen Rosmarin
  • einige Zweige Thymian
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Die Dorade waschen und trocken tupfen. Rücken- und Brustflossen abschneiden und den Fisch ziselieren, (auf jeder Seite 3-4 mal schräg einschneiden). Von innen und außen pfeffern, salzen und mit Zitronensaft beträufeln. In die Bauchöffnung einen Zweig Rosmarin und in die seitlichen Einschnitte je einen Zweig Thymian stecken. Zur Seite legen.

Doraden mit Kräutern versehen

Zwiebel schälen und in Ringe hobeln.

Paprikaschoten waschen, entkernen und in Streifen schneiden.

Tomaten abziehen, entkernen und achteln.

Oliven in Ringe schneiden.

Sardellenfilets hacken.

Knoblauch schälen und in feine Scheiben hobeln.

Eine feuerfeste Form mit Olivenöl einfetten.


Zubereitung

Zwiebelringe in etwas Olivenöl leicht bräunen und in die feuerfeste Form geben..

Alle anderen Zutaten ebenfalls in die Form legen, salzen, pfeffern und alles gut vermischen.

Die Form in den kalten Ofen stellen und auf 175°C aufheizen. Ist die Temperatur erreicht, das Gemüse ca. 15 Minuten weitergaren. lassen.

Nun die Dorade auf dem Gemüse platzieren und je nach Größe 20 bis 30 Minuten backen.

Herausnehmen, mit etwas knusprigem Baguette und einem trockenen französischem Riesling servieren.


Fazit

Es war einfach himmlisch, der Fisch war durch aber noch saftig und das Gemüse leicht bissfest, mit dem Sud aus der Dorade aromatisiert. Dazu der würzige Geschmack der Sardellen und der feine Gout nach Kräutern im Fisch, das ergibt ein Rezept, das ich guten Gewissens jedem Fischliebhaber ans Herz legen kann.

Donnerstag, 5. September 2013

Steinpilz Lamm Risotto - ein mediterranes Sommerende


Steinpilz Lamm Risotto


Nun ist es wieder so weit, der Sommer neigt sich dem Ende zu.

Noch ein sonniges Wochenende ist und vergönnt, dann folgt der Kälteeinbruch, zumindest wenn man den Wetterprognosen Glauben schenken möchte.

Doch nicht nur ein Sommer geht zu Ende, auch unser Urlaub. Leider. Eine herrliche Reise mit dem Wohnwagen entlang der kroatischen Mittelmeerküste war uns vergönnt und ich kann es irgendwie immer noch nicht glauben, dass ab kommender Woche wieder der kalte deutsche Alltag beginnt.

Da bleibt nur noch ein leckeres mediterranes Abschiedsmahl und da ich heute Strohwitwer bin, gilt es natürlich ein Essen zu kochen, das bei meiner besseren Hälfte nicht so gut ankommt, ich aber gerne esse.

Risotto und Pilze sind in diesem Fall gut gewählte Hauptzutaten und um es so richtig südländisch zu machen, wird der Reis mit Kräutern, Olivenöl, Knoblauch und Lamm bereichert.


Zutaten pro Person
  • 150 g Lammfleisch
  • 100 g Risottoreis
  • einen Esslöffel getrocknete Steinpilze
  • 0,1 Liter trockenen italienischen Weißwein
  • eine Zwiebel
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 3 halbe eingelegte getrocknete Tomaten
  • 2-3 Zweige Thymian
  • einen Zweig Rosmarin
  • einige Blätter Minze
  • eine getrocknete Schote Chili
  • einen Esslöffel geriebenen Parmesan
  • Olivenöl 
  • 1/2 Liter Lammfond
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Das Lammfleisch grob würfeln und in einer sehr heißen Pfanne in etwas Öl kurz anbraten und zur Seite stellen. Es sollte noch medium sein, also innen eine leichte rosa Färbung aufweisen.

Die Steinpilze in etwas Wasser ca. 20 Minuten einweichen.

Zwiebel würfeln.

Aus dem Knoblauch eine Paste herstellen.

Tomaten in Küchenkrepp entfetten und in feine Streifen schneiden.

Kräuter von den Stängeln zupfen und fein wiegen, Chili zerstoßen und alles zusammen mit 2 Esslöffeln Olivenöl vermischen. Ebenfalls 20 Minuten ziehen lassen.


Zubereitung

Etwas Öl ein einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten, den Reis zufügen und kurz anbraten.

Mit dem Weißwein ablöschen.

Pilze mit dem Einweichwasser hinzufügen, ebenso die in Streifen geschnittenen Tomaten.

Unter ständigem Rühren die Flüssigkeit einköcheln lassen.

Dann immer wieder schluckweise vom Lammfond dazugeben und einköcheln lassen, bis der Reis die richtige Konsistenz aufweist. Er sollte außen weich sein und innen noch einen leichten Biss haben, das dauert ca. 20 Minuten.

Wenn das Risotto soweit fertig ist, Fleisch, Parmesan, Knoblauch und das Kräuteröl hinzufügen. Kurz durchrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren.


Fazit

Ein Traum, ich kann überhaupt nicht verstehen, wie man ein gutes Risotto verschmähen möchte. Es ist so voll im Aroma, cremig verführt es den Gaumen und reizt alle Geschmacksknospen zu einer vollendeten Genusssinfonie. Leider koche ich viel zu selten dieses herrliche Gericht.

Freitag, 9. August 2013

Sommerpause

Wie jedes Jahr verabschiede ich mich nun in die Sommerpause.

Allen meinen Lesern wünsche ich eine sonnige, warme Zeit und bedanke mich für die Treue und den regelmäßigen Besuch auf "Abenteuer Kochen". Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht und ihr konntet die ein oder andere Sache auch umsetzen.

Wer verreist, dem wünsche ich natürlich auch eine schöne Reise und dass sie/er wieder wohlbehalten daheim ankommt.

Ich persönlich nutze die Zeit um Inspiration zu sammeln, neue Visionen zu bekommen und frischen Wind in den Blog zu bringen.

Bis dahin viel Vergnügen,

Euer Beni


Donnerstag, 25. Juli 2013

Schinken-Eier-Salat geht auch mit wenig Kalorien


Schinken-Eier-Salat


Ich blicke mit Neid auf all jene Menschen, die alles essen können und dabei nicht zunehmen.

Leider gehöre ich nicht dazu und deswegen hatte ich mir bisher all die leckeren cremigen weißen Dressings versagt. Keine Mayonnaise, keine Sahnedressings, und wenn Schmand oder creme fraîche ans Essen kommt, dann nur in minimalen Dosierungen.

Von daher war Eiersalat quasi schon quadriertes Tabu, denn nicht nur Sahne gehört dort hinein sondern auch noch Mayonnaise.

Ergo: gestrichen, verboten, verpöhnt - doch immer mit einem weinenden Auge.

Doch kürzlich bin ich dahintergekommen, wie solche cremigen Dressings auch mit ganz wenig Kalorien hergestellt werden können, ohne dabei auf Ersatzprodukte aus den Bayer oder BASF Werken zurückzugreifen. "Mayonnaise ohne Fett :-( " sei dazu am Rande erwähnt.

Die Grundsubstanz für ein erfreulich cremiges und gesundes Dressing nämlich ist Magerquark.

Jetzt mag jeder, der diese weiße Masse schon einmal gegessen hat, folgendes einwenden:

"Grässlich! Trocken! Staubt beim Essen! Wird beim Kauen immer mehr! Fürchterlich! Nicht genießbar!"

Und liebe Freunde, ich gebe offen zu - stimmt.

Zumindest dachte ich das bis vor kurzem, als ich auf die Idee kam, den Magerquark mit einem kleinen Schluck kohlensäurehaltigem Mineralwasser zu vermengen. Ich konnte mich dunkel daran erinnern, dass meine Mutter in meiner Kindheit manchmal davon redete. Und siehe da, ich konnte es selber kaum glauben aber aus dem trockenen Batzen Krümelweiß wurde plötzlich eine herrlich cremige weiße Masse mit nur wenigen Kalorien, die zudem noch im wesentlichen vom Eiweiß stammen. Von den Kameraden Fett und Kohlehydrat kann sich der geneigte Esser bei dieser Zubereitung also getrost verabschieden.

Also hab ich mich gleich mal an einen Eier Schinken Salat gemacht.


Zutaten für 4 Personen
  • 4 hartgekochte Eier
  • gekochten Schinken
  • 150 g Magerquark
  • Eine Frühlingszwiebel
  • Pertersilie
  • 1 kleinen Teelöffel Senf
  • Zitronensaft
  • Zucker Salz Pfeffer
  • kohlensäurehaltiges Mineralwasser

Vorbereitung

Eier schälen und in Scheiben schneiden.

Frühlingszwiebel waschen und das Grün in feine Röllchen schneiden.


Zubereitung

Magerquark, Zucker, Salz, Pfeffer und Senf vermengen, einen kleinen Schluck Mineralwasser mit Kohlensäure dazugeben und gut durchrühren.

Mit Zitronensaft abschmecken.

Eier, Schinken und Frühlingszwiebelröllchen in einem Dessertglas anrichten und immer etwas vom Dressing dazwischengeben.

Mit Petersilie dekorieren.

Schinken-Eier-Salat

Fazit

Ich verschwieg meiner Frau, dass die Creme aus Magerquark war und fragte neugierig, wie es denn geschmeckt habe. Sie war sehr angetan, bemängelte allerdings, dass das Dressing wohl sehr kalorienhaltig gewesen sei. Als ich sie über die Zutaten aufklärte, war sie bass erstaunt.


Inspiriert

Idee gefunden in Lust auf Landhausküche Salate & Sommergemüse, dort allerdings mit Schmad angemacht.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Mc Donalds, Fleischküchle und Burger


Burger aus reinem Rindfleisch


Von Mc Donalds mag der Mensch halten was er will. Der Eine liebt es, dort zu essen, der Zweite steht dem Ganzen eher neutral gegenüber und der Dritte geht nicht hin.

Meistens sind es ja auch die Kinder, welche Eltern und Verwandte in's amerikanische Familienrestaurant zerren, um mal wieder richtig rein zu hauen, denn eines ist unumwunden und überall gleich: unseren Kleinsten schmeckt es dort.

Ich persönlich gehöre eher zur neutralen Gattung und um der Kinder Willen gehen wir tatsächlich ein bis zwei Mal im Jahr in die Grillstube mit gelbem M auf rotem Grund. Ich denke auch, dass die Qualität des Essens dort nicht unbedingt schlecht ist, abgesehen von den wahrscheinlich reichlich verwendeten Glutamaten.

Zwei Dinge allerdings fallen mir jedes mal auf:
  1. Man muss unglaublich viel essen, bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt, weswegen der Besuch dort meist ziemlich kostspielig ist.
  2. Man hat die Lokalität der "amerikanischen Gemütlichkeit" kaum verlassen, sitzt noch nicht richtig im Auto und schon stellt sich wieder ein Hungergefühl ein.
Doch wie dem auch sei, eines gefällt mir - der Burger. Ich meine nicht das trockene Krümelzeug ums Gehackte, auch nicht die seltsame Soße darauf und schon gar nicht die schlabberige Gurke dazwischen. Ich meine nur das Fleisch, denn im Unterschied zum Fleischküchle wird beim Burger nur Rindfleisch verwendet und kein Brot eingemengt. Das liebe ich sehr. Und wenn ich Burger mache, kommt ans Essen nur wenig dran, denn dabei wird nicht experimentiert, im Gegensatz zum Fleischküchle.

Zutaten für zwei Personen
  • 500 g Rinderhack
  • ein Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chiliflocken
  • eine Zehe Knoblauchpaste
  • etwas Öl

Vorbereitung

Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen.


Zubereitung

Aus dem Fleisch Burger formen und in etwas Öl nicht zu heiß ausbraten.

Tipp
Wer gerne mal ganz große Burger möchte, kann einen Teller mit Frischhaltefolie auslegen und darauf den Burger formen. Durch einfaches wenden der Folie, kann der XXL-Batzen bequem in die Pfanne bugsiert werden, ohne dass er zerfällt.

Fazit

Würzig, saftig, knusprig: ein echter Reinbeißer. 

Montag, 8. Juli 2013

Karottensalat einmal anders


Karottensalat mit gerösteten Mandeln

Karottensalat ist so eine Sache.

Seit Menschen gedenken glaube ich, wird Karottensalat auf gleiche Weise zubereitet. Geraspelt und mit einer Marinade vermengt kommt er auf den Tisch und schmeckt, je nach Dressing, mal besser, mal nicht ganz so atemberaubend.

Doch wie dem auch sei, unsere gelben Rüben sind sehr gesund, von prächtiger Farbe und dazu noch wunderbar knackig - sie sollten also recht oft als Rohkost oder gekocht auf dem Tisch erscheinen.

Kürzlich stieß ich auf ein Rezept, das mich ziemlich verblüffte, denn dabei wurden die Möhren nicht einfach nur geraspelt, sondern mit einem Sparschäler in Streifen geschnitten, gewendet in einer eher ungewöhnlichen Marinade und kombiniert mit geräucherten Mandeln.

Das musste natürlich ausprobiert werden, allerdings ersetzte ich die geräucherten Mandeln durch angeröstete und gehobelte.

Auf diese Weise zubereitet gehört der Karottensalat nach meinem Dafürhalten in die Kategorie "Vielzahl an Delikatessen". 


Zutaten für zwei Personen
  • 400 g Möhren
  • 4-5 Stängel glatte Petersilie
  • 2 Esslöffel gehobelte Mandeln
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel Apfelsaft
  • 1 Esslöffel Honig
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • Meersalz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Möhren schälen und weiter mit dem Sparschäler in Streifen schälen.

Petersilie waschen und Blättchen von den Stängeln zupfen.

Mandeln in einer Pfanne ohne Öl bräunen.


Zubereitung

Zitronensaft mit Apfelsaft, Honig, Salz und Pfeffer gut verquirlen, bis sich die Gewürze aufgelöst haben.

Öl zugeben und weiter gut vermengen, eine homogene Emulsion muss entstehen.

Karottenstreifen und Petersilie dazugeben, miteinander vermischen und ein paar Minuten ziehen lassen.

Mit den Mandeln bestreuen und servieren.


Fazit

Die gerösteten Mandeln geben den Kick. Nimmt man anstatt normalem Salz auch noch gutes Meersalz, so kann das Gericht nochmal mit einer besonderen Nuance versehen werden. Mit Meersalz kochen ist meines Erachtens sowieso eine ganz besondere Küchenvariante die gut zu ganz besonderen Rezepten passt..


Inspiriert aus

Greenbox von Tim Mälzer.

Freitag, 5. Juli 2013

Parmersankuchen - eine ungewöhnliche und leckere Suppeneinlage


Parmesankuchen in Bouillon


Parmesankuchen in einer Suppe?

Was soll das denn?

Die Frage drängte sich auf, als ich das erste mal über das Rezept stolperte.
Beim Radiokoch fand ich es und in der Regel bringt dieser Kollege ja sehr schmackhafte Gerichte auf den Tisch. Deswegen ließ mich die Idee nicht mehr los.

Ständig bohrte es:

"Wie das wohl schmeckt?"
"Interessant ist es ja allzumal und was Neues ebenfalls, zumindest für mich."
"Und Parmesan ist schließlich auch immer ein Joker, würzig und salzig."
"Aber trotzdem, Kuchen in der Suppe, ich weiß nicht so recht?"

So ging es die ganze Zeit, bis die Gedanken irgendwann endlich im Unterbewusstsein versanken.

Doch jedesmal, wenn ich in einer Auslage Parmesan sah,
fing es wieder von vorne an.

"Wie das wohl schmeckt?..."

Schließlich beugte ich mich der alten Volksweisheit vom Probieren und Studieren, änderte das Rezept etwas ab und legte los.


Zutaten für vier Personen
  • 6 Eier Größe M
  • 40 g Mehl
  • 90 g Parmesan
  • Salz
  • 1-2 l Bouillon

Vorbereitung
    Den Parmesan fein reiben, nicht pulverisieren.

    Ofen auf 200 °C Ober- Unterhitze vorheizen.


    Zubereitung

    Eier, Mehl und Parmesan mit dem Handmixer zu einem flüssigen Teig verquirlen.

    Feuerfeste Form ausfetten und mit dem Teig befüllen.

    Im Ofen bei mittlerer Schine ca. 15 - 30 Minuten (je nach Dicke) ausbacken.

    Etwas abkühlen lassen, aus der Form lösen und in Rauten schneiden.

    Parmesankuchen in Rauten geschnitten


    Auf Suppentellern anrichten, mit dem Bouillon auffüllen und etwas Grün zur Deko anbringen.

    Wer mag kann auch noch angeröstete Zwibeln dazugeben, das bringt nochmal ein besonderes Aroma ins Spiel.


    Fazit

    Es schmeckte prima. Der Teig war herrlich locker und der Parmesan verlieh eine fundamentale Würze. Das wird es sicher auch mal geben, wenn Gäste geladen sind.

    Beim nächsten Mal allerdings werde ich die Form mit Backpapier auslegen, damit sich der Kuchen besser löst.

    Inspiriert von "Volkhard Nebrich"

    Donnerstag, 27. Juni 2013

    Eier im Glas - eine Bereicherung für jedes Picknick


    Eier im Glas


    Picknick ist etwas Großartiges.

    Wenn ich zur Zeit aus dem Fenster sehe, die Regentropfen zähle und auf besseres Wetter warte, dann träume ich gerne von herrlichen Ausflügen mit vielen Leckereien, die unterwegs verzehrt werden.

    Die Sonne lächelt freundlich vom blauen Himmel und man hat einen wunderschönen Platz für die Pause gefunden, am besten im Schatten eines ausladenden Baumes, mit gemütlicher Holz-Tisch-Bank-Garnitur. Daneben plätschert lustig ein Bächlein in dem sich gut Füße kühlen lässt.

    Solche Gelegenheiten bieten Lebensqualität. Essen in freier Natur. Herrlich.

    Vögel zwitschern und man packt aus. Erst eine Tischdecke, darauf das Picknickgeschgirr mit Servietten, Getränken und dann die Speisen. Vielfältig müssen sie sein und natürlich bunt, bereichert mit allerlei sonstigen Flaschen und Dosen.

    Tomaten, Gurken Peperoni und Paprika.
    Harter Käse, Luftgetrocknete Salami.
    Geräuchertes.
    Dosenwurst.
    Eingelegtes, in Öl und Essig.
    Leckeres Baguette darf nicht fehlen.
    Auch einen Tüte Kartoffelchips gehört dazu.
    Und natürlich eines. Weckgläser bieten die Möglichkeit dazu, nämlich: Eier im Glas.

    Alles fertig und schön angerichtet kann das Freiluftmahl beginnen.

    Lebensfreude kommt auf, wir lehnen uns gemütlich zurück, atmen würzige Luft, lauschen dem Gesang der Natur und genießen, vor allem wenn die Eier geöffnet werden.


    Zutaten für ein kleines Glas
    • drei Eier
    • eine Scheibe gekochten Schinken
    • Salz
    • Pfeffer
    • Chili

    Vorbereitung

    Eier mit den Gewürzen in einer Schüssel verquirlen.

    Schinken in feine Würfel schneiden.

    Ein kleines Einmachglas mit kochendem Wasser ausspülen.


    Zubereitung

    Die Eiermasse ins Glas füllen.

    Die Schinkenwürfel vorsichtig unterheben.

    Glas mit dem Deckel verschließen.

    In einen Topf mit kaltem Wasser stellen, der Wasserstand im Topf sollte der Füllhöhe des Glases gleichen.

    Deckel auf den Topf, den Inhalt zum Kochen bringen und ca. 7 Minuten köcheln lassen. Das Ei muss ganz gestockt sein.


    Fazit

    Die Masse ist leicht, cremig, und von lockerer Beschaffenheit. Zart schmeichelt sie dem Gaumen und streicht sanft über die Zunge. Durch den Chili bekommt das Ei eine erfreuliche Schärfe. Einfach lecker, ich liebe dieses GU Rezept, vor allem weil es unglaublich einfach herzustellen ist.

    Freitag, 21. Juni 2013

    Zwiebelpüree auf Auberginen mit einer Scheibe kräftigem Brot


    Zwiebelpüree, Aubergine und dunkles Brot


    Kürzlich hatte ich eine Aubergine übrig. Violett und glänzend lächelte sie mich jedesmal an, wenn ich den Kühlschrank öffnete und jedesmal fragte ich mich, was wohl nun am besten anzufangen sei, mit der sogenannten Eierfrucht.

    Anbraten und in Öl einlegen ist zwar lecker, hatte ich aber schon. Ratatouille wäre eine gute Idee gewesen, allein die Lust darauf wollte sich nicht einstellen. Auf Zwiebel hatte ich Appetit und was Neues wollte ich ausprobieren.

    Kürzlich las ich mal einen Artikel über Zwiebelkompott, der mich ziemlich ansprach, aber Zwiebelkompott und Aubergine, das passte meines Erachtens nicht richtig zusammen. Aber vielleicht ein Zwiebelpüree?

    Genau! Die Auberginen in Olivenöl angebraten und mit herzhaftem Zwiebelpüree belegt, dazu eine kräftige Scheibe Brot, danach stand mir der Sinn.

    Zutaten für zwei Personen

    • zwei Scheiben dunkles Brot 
    • eine Aubergine
    • 4 mittelgroße Zwiebeln
    • Honig
    • Salz
    • Chili
    • Pfeffer
    • ein Lorbeerblatt
    • Olivenöl
    • Butter
    • 1/4 Liter Weißwein
    • 1/4 Liter Gemüsebouillon

    Vorbereitung

    Aubergine in Scheiben schneiden und mit Olivenöl bepinseln, salzen.

    Zwiebeln grob würfeln.


    Zubereitung

    Auberginen von beiden Seiten goldbraun anbraten und auf einem Küchenkrepp ablegen.

    Zwiebeln in einem Topf mit dickem Boden in etwas Butter goldbraun rösten.

    Einen Teelöffel Honig dazugeben und kurz karamellisieren lassen.

    Mit Weißwein ablöschen und die Flüssigkeit fast verkochen lassen.

    Mit dem Bouillon ablöschen, das Lorbeerblatt dazugeben und ca. 15 Minuten weiterköcheln lassen, bei geöffnetem Deckel.

    Mit den Gewürzen abschmecken, Lorbeerblatt entnehmen und die Zwiebeln mit dem Zauberstab fein pürieren.

    Zusammen mit dem Brot und den Auberginen anrichten und mit etwas Grünem dekorieren, falls zur Hand.


    Fazit

    Diesmal hat es meiner Frau besser geschmeckt als mir, sie war ganz begeistert von dem Zwiebelpüree, mir fehlten ein paar knusprig gebratene Lammkoteletts dazu.