Dienstag, 26. Februar 2013

Spargelsalat mit Räucherforelle


Salat mit Spargel und geräucherter Forelle


Und schon wieder gab es ein neues Kochbuch, oder besser gesagt sogar zwei. An meinem "Grünen Abend" bekam ich nämlich welche von unseren Gästen geschenkt. Eines über badische Spezialitäten und das fast schon legendäre "GREENBOX" von Tim Mälzer.

Über beide hab ich mich sehr gefreut, denn mir wurde durch jene netten Gaben quasi "Inspiration Pur!" zuteil, aber vielleicht verstehen solches nur Food-Blogger?!  

Beim Durchblättern der Bücher lief mir manches Mal das Wasser im Munde zusammen und natürlich sind mir einige Rezepte besonders aufgefallen, die ich bei Abenteuer Kochen demnächst vorstellen werde. Ich freu mich schon drauf.

Den Salat von heute wollte ich ausprobieren, wegen der Kombination zwischen geräucherter Forelle und frischem Spargel. Er kommt übrigens aus der Feder von Peter Ploog, niedergeschrieben in dem Buch: Badische Küche, das Rezept wurde von mir lediglich in Kleinigkeiten verändert.


Zutaten für 2 Personen

  • 500 g Spargel
  • eine kleine Hand voll Zuckerschoten
  • 1/2 Zwiebel oder eine Schalotte
  • eine Möhre
  • 125 g geräucherte Forelle
  • Zitronensaft
  • Butter
  • Salz
  • Zucker
  • Salatblätter
für das Dressing
  • 2 Esslöffel nicht zu scharfen Essig
  • einen Teelöffel mittelscharfen Senf
  • einen Teelöffel Sahnemeerrettich
  • 4 Esslöffel Salatöl
  • Zucker
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Spargel schälen, holzige Enden abschneiden und schräg in 2-3 cm lange Stücke schneiden. In Wasser mit einer Prise Salz, einer Prise Zucker und etwas Butter ca. 10 Minuten gar kochen, danach absieben und auskühlen lassen.

Zuckerschoten waschen und schräg halbieren.

Zwiebel schälen und fein würfeln.

Möhre schälen und in feine Stifte hobeln oder kleine Würfel schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Forellenfilets in ca. 4 cm große Stücke schneiden.

Salatblätter waschen und trocknen.


Zubereitung

Essig, Zucker, Salz und Pfeffer mit einem Schneebesen verquirlen, bis sich die Gewürze aufgelöst haben.

Meerrettich und Senf zugeben, wieder gut verquirlen.

Nun das Öl einbringen und kräftig rühren, bis eine homogene Emulsion entstanden ist.

Spargel, Zuckerschoten, Möhren, Zwiebeln und Forelle locker mischen und die Marinade mit viel Gefühl unterheben.

Das ganze ca. 1/2 Stunde ziehen lassen. Anschließend auf einem Teller servieren, der zuvor mit den Salatblättern ausgelegt wurde.

Salat mit Spargel und geräucherter Forelle


Fazit

Der Salat war lecker, doch beim nächsten Mal würde ich verschiedene Dinge ändern. Zum einen fand ich die geräucherte Forelle in der Salatmarinade etwas ungewohnt, vielleicht würde sich Tunfisch besser eignen. Zum anderen würde ich die Zuckerschoten kurz blanchieren und in Eiswasser auskühlen lassen. Weiterhin sieht es ansprechend aus, den Salat in einem Bett aus unmarinierten Blättern zu servieren, allerdings müsste man sich etwas ausdenken, wie diese beim Essen auch noch mit etwas Geschmack versehen werden könnten. Vielleicht würden sich einige hauchdünne Schnitze Parmesan mit einigen Spritzern Crema Balsamico gut machen, schön über den Blättern verteilt?    

Montag, 25. Februar 2013

Pfannkuchen, Palatschinken oder Crêpes - wie hätten sie's denn gerne?


Palatschinkentorte

Kürzlich stieß ich beim Stöbern im Internet auf eine interessante österreichische Webseite, die einen nahezu unerschöpflichen  Fundus Rezepte, Menüs und Ratgeber rund um das Thema Kochen beinhaltet und die mich irgendwie erstaunen ließ.

Natürlich mag man sich jetzt denken: "Das gibt es doch zu Hauf im Netz!", was auch stimmt. Doch im Gegensatz zu den vielen anderen Anbietern, sind die Beiträge hier redaktionell aufgearbeitet und bieten meines Erachtens allesamt ein sehr hohes Niveau an Stil und Qualität.

Hinzu kommt, dass die Site sehr überschaubar aufgemacht ist. Trotz der unglaublichen Fülle an Informationen wusste ich immer, wo ich mich gerade befand, nie kam in mir das Gefühl auf, mich in endlosen Untiefen und Wirren verirrt zu haben.

Hier kurz eine Liste mit den allerwichtigsten Inhalten:

  • Rezepte, geordnet nach Themen, Alphabet, Kategorien oder Top 100
  • Menüvorschläge
  • Dampfgaren
  • Ratgeber und Pfaffenhilfen
  • Kochkurse
  • Videos

Natürlich durchkämmte ich als Erstes die Rezepteseiten und blieb bei dem Thema "Palatschinken Rezept" hängen. Vor meinem Auge zeichnete sich schon ein saftiger Schinken ab, der in einer Speisekammer friedlich duftend von der Decke baumelte, als ich verblüfft entdeckte, dass es sich dabei im Wesentlichen um einen Pfannenkuchen handelte. Man könnte natürlich auch die französische Ausdrucksweise wählen und den feinen Kuchen einfach Crêpe nennen - also wie hätten Sie es denn nun gerne? 

In jedem Fall musste ich zunächst schmunzeln, über dieses sprachliche Missverständnis, wurde dann aber sofort positiv überrascht, als ich sah, mit welcher Hingabe und Liebe dieses Thema aufgearbeitet ist. Vom einfachen Grundrezept, bis hin zu einer Palatschinken - Torte ist alles dargestellt, was es zu Sagen gibt. Beachtlich viele Rezepturen, Tipps und Tricks worauf man achten muss, bis hin zu Empfehlungen, welche Hardware nun die beste sei, ist alles gezeigt, was das Palatschinken-Herz begehrt.

Somlauer Nockerl

An anderer Stelle blieb ich ebenfalls eine ganze Weile hängen, nämlich dem Biskuitteig. Sage und Schreibe fünf Seiten Rezepte sind dort aufgeführt, sei es die klassische Biskuitrolle, Somlauer Nockerln oder Marillen Joghurt Törtchen. Einfach unglaublich.

Insgesamt also hat mich diese Seite ziemlich begeistert, schaut euch doch einfach mal die Rezepte an und bildet euch eine eigene Meinung.

Freitag, 22. Februar 2013

schnelles Schaumsüppchen, gelb, würzig, cremig - nach einem Rezept von Johann Lafer


Schaumsüppchen aus gelbem Paprika


Ich liebe Suppen.

Ganz egal, wie sie daherkommen: ob gelb, rot oder grün, ob Bouillon oder Consommé, ob Huhn, Rind oder Gemüse - Suppen sind einfach herrlich, erfrischen die Seele und beleben den Geist.

Und ganz besonders reizend finde ich es, wenn sie obendrein einfach zuzubereiten sind, nur wenige Zutaten benötigen, dabei aber trotzdem noch den Stempel "besonders delikat" tragen dürfen.

In diesem Zusammenhang diente es mir zu großer Freude, als ich Johann Lafer ein wenig über die Schulter geschaut habe. Leider nicht persönlich, aber in seinem kleinen Buch "Lafers schlanke Schlemmerküche."

Darin zeigt er eine sehr einfache Möglichkeit, äußerst geschmackvolle Suppen zu zaubern. Interessant ist, dass er stets nach demselben Grundschema vorgeht und nur die Zutaten variiert. Auf diese Weise hat er ruck zuck jede Menge leckere Suppen gekocht, die in allen Farben schillern und wirklich verführerisch anmuten.

So zum Beispiel auch  dieses gelbe Paprikasüppchen, das ich heute nachkochte. Lediglich Safran wurde von mir gegen Gelbwurz (Kurkuma) ausgetauscht, etwas Knoblauch addiert und ein wenig Butter subtrahiert.


Zutaten für zwei Personen (nach Lafer 4 Personen)

  • eine große Zwiebel
  • 500 g gelbe Paprikaschoten
  • 3-4 Zehen Knoblauch
  • 750 ml Gemüsefond
  • Olivenöl
  • 2 Teelöffel Zucker
  • Kurkuma
  • ca. 15 - 20 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitronensaft
Deko
  • einige fein geschnittene Chilistreifen
  • bunter Pfeffer aus der Mühle

Vorbereitung

Paprika waschen, Kerngehäuse entfernen und grob würfeln.

Zwiebeln schälen und würfeln.

Knoblauch schälen, salzen und in Würfelchen schneiden.


Zubereitung

Zwiebeln und Paprika in etwas Olivenöl anschwitzen. 

Kurz bevor sie Farbe nehmen, den Zucker dazugeben und leicht karamellisieren lassen.

Mit dem Gemüsefond ablöschen und eine kräftige Prise Kurkuma dazugeben.

Ca. 15 - 20 Minuten leicht köcheln lassen, bei geschlossenem Deckel.

Nach der Garzeit die Butter dazugeben und unter Zuhilfenahme eines Pürierstabes sehr fein pürieren.

Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft kräftig abschmecken.

Nun gilt es, mit dem Pürierstab Luft unter sie Suppe zu heben oder besser gesagt, kräftig aufzuschäumen, damit unsere Potage geschmacklich zur Vollkommenheit gebracht wird.

Die Suppe in Teller oder Schüsseln verteilen und dekorieren, mit buntem Pfeffer aus der Mühle und grün/roten Chilistreifen.


Fazit

Die Suppe besticht durch ihr herrliches Aroma und kommt bequem ganz ohne Sahne aus. Das kleine Stückchen Butter und die Prise Zucker genügen, um dem ansonsten eher schwachen Charakter des Paprikas Kraft und Fülle zu verleihen. 

Donnerstag, 21. Februar 2013

Involtinis aus der Pute


Puteninvoltinis

Normalerweise darf Fleisch nicht grün sein, vorausgesetzt es soll noch zum Verzehr geeignet sein.

Wenn man nun aber Grün als Vorgabe hat und Fleisch serviert werden soll, verbleiben zwei Möglichkeiten, sich aus der Affaire zu ziehen:

Entweder man wickelt das Fleisch in etwas Grünes ein, Wirsingblätter und Kräuterpasten bieten sich in diesem Zusammenhang hervorragend an. Solcherlei trägt dann abenteuerliche Namen wie zum Beispiel: "Lende im Kräuermantel". 

Oder man wickelt etwas Grünes in das Fleisch ein, wofür ich mich entschied und nennt es dann einfach Roulade, beziehungsweise Involtini, will man dem Rezept einen schicken italienischen Namen mit auf den Weg geben. 

Ich entschied mich für die römische Namensgebung, denn zu einer Roulade gehört meines Erachtens deutsches Rindfleisch. Die Anforderung an den Abend jedoch war Originalität und da kann eine klassische Rindsroulade einfach nicht mithalten, so gerne ich sie auch esse.

Also dachte ich mir folgendes aus: Pute sollte es sein, mit einer Füllung aus luftgetrocknetem Parmaschinken, Spinat, gerösteten Mandeln und Parmesan.  


Zutaten pro Person
  • ein Putenschnitzel
  • eine Scheibe Parmaschinken, luftgetrocknet
  • einen Esslöffel blanchierten, gehackten Spinat
  • 1/4 mittelgroße Zwiebel
  • einen Teelöffel geraspelte Mandeln
  • etwas Zucker
  • Butter
  • Öl
  • Parmesan
  • Salz
  • Pfeffer
  • Senf

Vorbereitung

Ofen auf 175 ° Heißluft vorheizen.

Putenschnitzel mit Frischhaltefolie abdecken und hauchdünn klopfen.

Zwiebel schälen, fein würfeln und in etwas Öl kurz anschwitzen.

Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten, bis sie etwas Farbe genommen haben und zu duften beginnen. Eine Prise Zucker dazugeben, kurz karamellisieren lassen


Zubereitung

Putenfleisch auf einer Seite dünn mit Senf bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Mit der Scheibe Parmaschinken belegen, Zwiebeln, Spinat und Mandeln darauf verteilen und etwas Parmesan darüber reiben.

Fleisch zusammenrollen und mit einem Rouladenspießchen oder Zahnstocher verschließen. Wer einen Zahnstocher nimmt, sollte ihn vorher gut wässern, so lässt er sich später ohne Mühe wieder herausziehen.

Involtinis von allen Seiten scharf anbraten, bis sie rundherum Farbe genommen haben.

Anschließend in eine gefetteten Auflaufform legen, mit etwas Butter bestreichen und ca. 1/2 Stunde backen.

Fazit

Das feine Putenfleisch erlaubt der Füllung, ihr Aroma vollständig zu entfalten. Dabei gehen der Parmaschinken mit dem Parmesan eine typisch italienische Liaison ein. Der Spinat verleiht der Angelegenheit das gewünschte Grün, während die knusprigen Mandeln eine exotische Note mit ins Spiel bringen. 

Insgesamt ein herrlicher Gaumenschmaus, den ich unbedingt weiterempfehlen kann, wenn mal etwas ungewöhnliches auf den Tisch kommen soll.  

Dienstag, 19. Februar 2013

Grüne Pfeffersoße - cremig, würzig, verführerisch


Grüne Pfeffersoße


Soßen sind die Kür der Speisen. Sie runden ab, verbinden, ergänzen, sie sind quasi das Beste auf dem Teller, der königliche Bestandteil sozusagen.  Und es gibt sie in unzähligen Variationen, Nuancen und Richtungen. Mal scharf, mal süß, warm oder kalt, fett und mager, egal wer was kocht, zu jedem Gericht gibt es eine passende Soße.

Wie ihr wahrscheinlich schon bemerktet, luden wir kürzlich Gäste zum Thema "Grün!". Einige Teile aus dem abendlichen Menü stellte ich bereits vor, heute nun die Soße, denn auch zu unserem Menü galt es eine geeignete Vertreterin ihrer Art finden.

Sie musste passen zum grünen Fleisch (mehr dazu demnächst), zum Püree und zu den verknoteten Lauchzwiebeln. Die Anforderungen an den Jus waren also hoch:

-Grün als Thema,
-passend zu Fleisch,
-sämig, um das Püree zu ergänzen,
- pikant, um die verknoteten Lauchzwiebeln ins Gericht einzubinden und
- nicht alltäglich durfte sie sein,

denn das Menü sollte schließlich Originalität aufweisen. Viele Soßen also spielte ich in Gedanken durch, sinnierte, ventilierte und verwarf eine um die andere. Schließlich ließ ich mich wieder von Bruno inspirieren, mit seiner Soße vom "grünen Pfeffer".

Diesmal allerdings war es nur Inspiration, ich habe noch einiges geändert, bis schließlich das Endprodukt fertig war.


Zutaten für zwei Personen

  • zwei Teelöffel grüner Pfeffer
  • ein Schnapsglas voll gereiften Portwein
  • 1/2 Liter Bouillon
  • frische Kräuter (Schnittlauch, Petersilie)
  • einen Esslöffel Butter
  • einen Esslöffel Mehl
  • einen Teelöffel Honig
  • weißer Balsamico
  • einen Esslöffel Creme fraîche
  • Salz
  • Muskat

Vorbereitung

Den Pfeffer im Portwein einweichen, mindestens zwei Stunden.

Kräuter hacken.


Zubereitung

Butter in einem Topf mit dickem Boden auslassen. Die Pfefferkörner aus dem Portwein fischen, dazugeben und kurz mit anschwitzen. 

Mehl dazu und mit einem Schneebesen ständig rühren, bis das Mehl aufgebrochen ist, was bedeutet: Es muss seinen mehligen Geruch verloren haben.

Den Portwein einrühren.

Den Honig dazugeben und kurz erhitzen.

Schluckweise mit dem Bouillon ablöschen, währenddessen ständig umrühren.

Mit einem Spritzer weißem Balsamico würzen.

Nun gilt es, die Soße bei geringer Hitze langsam einzukochen, bis sie sämig geworden ist und die gewünschte Konsistenz angenommen hat. Dabei sollte man oft umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden.

Wenn die Soße nach Geschmack eingedickt ist, Creme fraîche und die Kräuter dazugeben. Anschließend mit Salz und Muskat abschmecken.


Fazit

Eine wunderbare Soße, pikant, ausgewogen zwischen Süß und sauer. Zwar mit einem gewissen Aufwand verbunden, der sich aber lohnt, denn die einzelnen Zutaten werden wunderbar miteinander ins Gleichgewicht gebracht und das ganze Essen harmonisch abgerundet. 

Samstag, 16. Februar 2013

Kartoffel - Brokkoli Püree, ein paar Sprenkler Grün im gelben Brei


Kartoffelpüree mit Brokkoli gesprenkelt


Kartoffelpüree schmeckt fein. Doch manchmal möchte man das gelbe Mus etwas aufpeppen, der Optik wegen. Vor allem wenn man Gäste zu einem Abendessen mit einem festen Motto geladen hat.

Bei mir war es kürzlich das Thema "Grün!".

Dazu ist mir allerlei eingefallen. Besonders mühelos schienen mir Spinatnudeln oder etwas in der Art. Doch der erste Gedanke setzt sich nicht immer durch, denn mal die Hand aufs Herz: grüne Pasta ist doch wenig origiell, oder?

Als ich mich also auf die Suche nach einer fantasievollen Alternative begab, schaute ich bei "Bruno", einem französischen "Starkoch" vorbei, der ein "Kartoffel - Brokkoli - Püree" vorstellte. Was er zum besten gab, entsprach genau meinem Motto: "Einfach in der Zubereitung, aber mit Pfiff!"

Das sollte die Beilage zum gemeinsamen "grünen Abend" werden, ich bereitete es im Wesentlichen nach seinem Rezept.


Zutaten für zwei Personen

  • 200 g Brokkoli
  • 300 g Kartoffeln
  • etwas Milch
  • ein Eigelb
  • einen Teelöffel Butter
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • Muskat

Vorbereitung

Kartoffeln waschen, schälen und achteln.

Brokkoli in Röschen zerteilen und den Strunk klein würfeln.


Zubereitung

Brokkoli und Kartoffeln in zwei getrennten Töpfen weich kochen, abschütten und kurz ausdampfen lassen.

Als nächstes die Kartoffeln durch eine Presse drücken, danach den Brokkoli in dieselbe Schüssel pressen.

Milch kurz erwärmen, am besten in der Mikrowelle.

Butter und Eigelb in den Kartoffel-Brokkoli-Stampf geben, etwas von der warmen Milch beifügen und mit einem Kochlöffel alles gut miteinender verrühren.

Nun nur noch Salz, Pfeffer, Muskat dazu und den Stampf würzig abschmecken.


Fazit

Ein leckeres Püree, das durch den Brokkoli als grüne Einlage nicht nur Farbe, sondern auch eine ganz neue Geschmacksrichtung bekommt. Lecker ist es und gesund allzumal. 

Donnerstag, 14. Februar 2013

Lauchzwiebeln - eine verknotete Beilage


Lauchzwiebeln als Gemüsebeilage


Lauchzwiebeln werden für gewöhnlich in Röllchen geschnitten und serviert. Roh schmecken sie pikant und bieten eine leckere Deko.

Doch die langen grünen Stängelchen können auch blanchiert, verknotet und glasiert werden, um anschließend als heiße Gemüsebeilage auf dem Teller zu landen.

Das Tolle daran ist zweierlei:
  1. Als Gemüse serviert sind Lauchzwiebeln in der Regel noch relativ unbekannt, weshalb sie mal was Neues darstellen.
  2. Man kann sie am Vortag schon blanchieren, in Alu verpacken und im Kühlschrank aufbewahren. Kurz vor dem Servieren müssen sie lediglich noch in etwas Butter glasiert werden.

Zutaten
  • Lauchzwiebeln
  • Salz
  • Eis oder gefrorene Kühlakkus
  • Butter

Vorbereitung

Lauchzwiebeln waschen und  das Welke abschneiden.

Eiswasser herstellen, das heißt: Kaltes Wasser in einer großen Schüssel mit Eis oder Kühlakkus stark abkühlen.


Zubereitung

Leicht gesalzenes Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Lauchzwiebeln darin eine Minute blanchieren.

Nach der Minute aus dem Wasser nehmen und sofort ins Eiswasser tauchen und ca. 1/2 Minute abkühlen lassen, so behalten sie ihre kräftige Farbe.

Nun können die Lauchzwiebeln verknotet werden. Bitte mit Gefühl und nicht zu straff ziehen. Sie müssen schließlich nichts halten sondern die Knoten dienen lediglich der Deko :-).

Anschließend können die Zwiebeln in Alufolie verpackt bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Kurz vor dem Servieren Butter in einer Pfanne zergehen lassen und die Lauchknoten mit einer Prise Salz kurz durchschwenken, bis sie warm sind.


Fazit

Leckere, bissfeste Beilage, gut vorzubereiten, einfach herzustellen und noch weitgehend unbekannt.


Idee gesehen bei : Chefkoch.de

Samstag, 9. Februar 2013

Erdäpfelcremesüppchen mit Kartoffelcroutons und Knusperspeck


Erdäpfelcremesüppchen mit Kartoffelcroutons, die mir etwas zu dunkel geraten sind.


Kürzlich berichtete ich über die Möglichkeit, Speckscheiben knusprig zu backen und sie bei der Gelegenheit auch noch zu entfetten. Das Ergebnis dieser Zubereitungsform finde ich so richtig "dufte".

Zum einen haben die Knusperscheibchen alles an Aroma, was man gemeinhin von ihnen erwartet. Sie sind salzig, schmecken würzig nach Rauch und das alles ohne übermäßig hohen Fettgehalt. Dazu werden sie wunderbar cross und lassen sich ganz einfach zwischen den Fingern zerbröseln.

Mit diesen Krümeln nun bietet sich eine manierliche Möglichkeit, zart schmeckende Speisen zu aromatisieren, ohne dass der Speckgeschmack zu dominant wird.

So zum Beispiel auch ein feines Erdäpfelsüppchen, mit etwas Sauerrahm und Luft angereichert, schaumig püriert.

Als Einlage bieten sich Kartoffelcroutons an, schön knusprig und was natürlich nicht fehlen darf: Ein Hauch von Muskat.

Die Idee stammt aus einem Rezept von Chefkoch TV.

Zutaten für zwei Portionen

  • eine kleine Zwiebel
  • 20 g Butter
  • 200 g Kartoffeln vorwiegend festkochend
  • vier Esslöffel Kartoffelcroutons 
  • 1/4 Liter Gemüsebouillon
  • 1/4 Liter trockenen Weißwein
  • 1/4 Liter Milch
  • zwei Esslöffel Sauerrahm
  • zwei Scheiben geräucherte knusprige Specktranchen
  • Öl
  • das Grün einer Frühlingszwiebel in feine Röllchen geschnitten
  • Chili zerstoßen
  • Pfeffer
  • Salz
  • Muskat
  • einen Teelöffel Senf


Vorbereitung

Zwiebeln schälen und würfeln.

Specktranchen in kleine Fetzen zerbröseln.

Kartoffeln schälen und würfeln.


kleine Fetzen knuspriger Räucherspeck, zum Aromatisieren der Suppe



Zubereitung

Zwiebeln in der Butter anschwitzen, bis sie etwas Farbe genommen haben.

Kartoffelwürfel dazugeben, kurz anbraten und mit Wein ablöschen, 10 Minuten einköcheln lassen.

Gemüsebouillon beifügen und mit geschlossenem Deckel simmern lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

Milch hineinschütten, nochmal kurz aufwallen lassen, anschließend den Topf vom Herd nehmen.

Sauerrahm, und Senf dazugeben, mit Salz, Pfeffer, etwas Chili und Muskat abschmecken und unter Zuhilfenahme eines Pürierstabes die Zutaten fein pürieren. Dabei etwas Luft unterheben, bis die Potage schaumig wird.

Im Suppenteller anrichten, Kartoffelcroutons in die Mitte des Tellers schichten, Speckbrösel darum verteilen und mit den Röllchen der Frühlingszwiebel dekorieren.


Fazit

Feines Süppchen, das durch seinen  leichten Gout vom Räucherspeck zum "hinschmecken" verführt. Zusammen mit den knusprigen Kartoffelcroutons macht die Potage auch vor Gästen Einduck, sei es als Vorsuppe oder einfach nur als kleiner Snack. Besonders durch die eingequirlte Luft gewinnt das Süppchen an Geschmack und Charakter.

Mittwoch, 6. Februar 2013

knusprige Kartoffelcroutons


Croutons aus Kartoffeln

Selbst gemachte Croutons sind und bleiben eine delikate Suppeneinlage.

Doch lassen sich Croutons nicht nur aus Brot herstellen, auch Kartoffeln sind zu diesem Zwecke hervorragend geeignet.

Die Idee stammt aus dem Videokanal von Chefkoch TV. Ich fand es charmant, mal eine Abwechslung zu den herkömmlichen Croutons auf den Tisch zu bringen.

Deswegen möchte ich das Rezept hier im Blog auch kurz erwähnen.

Zubereitung

  • eine große festkochende Kartoffel
  • Salz
  • Öl

Vorbereitung

Kartoffel gut abbürsten und mit der Schale in kleine Würfel schneiden.


gewürfelte Kartoffeln für Croutons


Zubereitung

Die Kartoffelwürfel in einer Pfanne mit Öl von allen Seiten knusprig anbraten. Danach auf Küchenkrepp trocknen und salzen.

Kartoffelwürfel werden zu Croutons gebraten


Fazit

Lecker und passt gut als Einlage in Cremesüppchen.

Freitag, 1. Februar 2013

Büffelmozzarella oder - der schiefe Turm von ...


Der schiefe Turm von ...


Kürzlich sah ich in der Auslage eines kleinen italienischen Delikatessengeschäftes eine Packung Büffelmozzarella liegen. "Kauf ich!", dachte ich mir, denn einen solch sagenumwobenen Leckerbissen hatte ich bisher noch nicht gekostet.

Voller Spannung dachte in nun darüber nach, was wohl am besten anzufangen sei, mit der italienischen Gaumenfreude. "Mozzarella di Bufala" stand auf dem kleinen weißen Tütchen. Wie wäre dieser leckere Happen wohl angemessen zur Geltung zu bringen?

Ein klassischer "Insalata Caprese" war mir zu abgedroschen und auch sonst ergab alle Sucherei nach einem passenden Rezept kein befriedigendes Ergebnis.

Nun denn, "selbst ist der Mann!", sagte ich und dachte mir ein Rezept aus.

Klar war, es würde ein Türmchen geben und zwar ein italienisches. Dazu selbstverständlich die klassischen Vorspeisezutaten, wie Tomate, Zucchini und Aubergine war klar. Nun fehlte nur noch ein Dressing.

Basilikum in Olivenöl, so der erste Gedanke, doch leider befinden wir uns gerade mitten im Winter und die Kräutertöpfchen in Läden und Gärtnereien reizen nicht zum Kauf. Am Ansehnlichsten noch war die Blattpetersilie, für die ich mich dann auch entschied.

Die Idee war geboren, das Bild im Kopf fertig und die Zutaten gekauft, also ging's los.


Zutaten für zwei Personen

  • eine Packung Büffelmozzarella
  • 1/2 Zucchini
  • 1/2 Aubergine
  • 2 Tomaten
für's Dressing
  • 1/2 Bund Blattpetersilie
  • Olivenöl
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Honig
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz
  • Pfeffer
für die Deko
  • zwei Salatblätter
  • Crema di Balsamico

Vorbereitung

Knoblauch schälen, pressen und mit einer Prise Salz vermengen.

Blattperersilie waschen und hacken.

Tomaten in Scheiben schneiden.

Zucchini in Scheiben schneiden, etwas einölen und anbraten.

Auberginen in Scheiben schneiden, leicht einölen und anbraten.

Mozzarella in Scheiben schneiden.

Salatblätter waschen und trocken schütteln.


Zubereitung

Zitronensaft mit Honig, Knoblauch Salz und Pfeffer kräftig verquirlen.

Petersilie einbringen und durchmischen.

6 Esslöffel Olivenöl dazugeben und alles zu einer homogenen Emulsion vermixen.

Salatblätter auf zwei Teller legen, mit Mozzarella, Tomaten, Zucchini und Auberginen ein Türmchen bilden und auf jeder Lage etwas vom Dressing verteilen.

Abschließend mit ein paar Spritzern "Crema di Balsamico" dekorieren.


Fazit

Die ganze Angelegenheit war sehr lecker und das Auge durfte sich ebenfalls erfreuen. Der Mozzarella war auch würziger als sein wohlbekannter Kollege aus Kuhmilch, doch irgendwie hatte ich mir mehr erwartet, von der sagenumwobenen Leckerei.