Sonntag, 31. März 2013

Peperone con aglio, parmigiano e olio d'oliva - eine magisch italienische Vorspeise


Antipasti mit Paprika, Knoblauch, Parmesan und Olivenöl


Ich finde sie einfach göttlich, die italienischen Vorspeisen.

Auberginen, Zucchini, Tomaten, Oliven, Peperocini, etc., ganz zu schweigen von den Kollegen Parma und Salami.

Meist mit bestem Olivenöl angemacht und frischen Kräutern verfeinert, verführen sie mich regelmäßig mit dreister Vehemenz dazu, viel zu viel zu essen. "Es schmeckt halt so gut!", denke ich mir jedes vermaledeite Mal und greife nochmal zu und nochmal und nochmal....

Genauso ging es mir bei einer Veranstaltung im Fußballverein meines Sohnes, als wir alle beieinander saßen, Würstchen grillten und jeder einen Salat mitbrachte. Eine jener Leckereien war solch bezaubernde italienische Antipasti. Ehrlich und ohne viel Heckmeck kam das Appetithäppchen daher und nötigte mich wiederum aufs verderblichste, zu essen. Einfach nur ein paar Paprikaschoten, die Haut abgezogen, mit Olivenöl beträufelt, frischem Pfeffer darüber gemahlen und Kräutern bestreut. Noch ein paar Schnitze Parmesan und Knoblauch drüber und das war's auch schon. Trotzdem bleibe ich dabei - einfach unwiderstehlich.

Ich nahm mir damals vor, es auch bald auf unseren Tisch zu bringen. 3 Jahre vergingen seither. Vor ein paar Tagen jedoch begegnete mir dieses Rezept in ähnlicher Form wieder, beim Blättern in einem Kochbuch und ich beschloss:

"Diesmal wird es keine drei Jahre dauern, bis dieser romanische Happen unseren Tisch ziert!"

"Ed ecco", heute endlich war es soweit.

Zutaten für zwei bis drei Personen

  • 2 grüne Paprikaschoten, mittelgroß
  • 2 rote Paprikaschoten, mittelgroß
  • 2 gelbe Paprikaschoten, mittelgroß
  • Parmesan am Stück
  • eine große Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Salz
  • frischer Pfeffer

Vorbereitung

Paprikaschoten häuten.

Knoblauch schälen

Zubereitung

Die gehäuteten Paprikaschoten auf einer Platte anrichten und salzen.

Einige Esslöffel Olivenöl (nach Gusto) darüber verteilen.

Knoblauch in feine Scheiben über die Antipasti hobeln.

Einige Späne Parmesan mit einem Sparschäler abheben und ebenfalls auf der Antipasti verteilen.

Bunten Pfeffer aus der Mühle aufwürzen.

Wenn zur Hand noch etwas Grün zur Deko anbringen.


Fazit

Es schmeckte genau so, wie ich es in Erinnerung hatte. Der durch's Häuten vorgegarte Paprika, noch leicht bissfest bringt volles "mouthfeeling". Knoblauch und Olivenöl bilden immer ein gutes Paar, vorausgesetzt das Olivenöl ist erste Qualität. Parmesan macht die ganze Sache herzhaft, der frische Pfeffer verleiht dem Gericht den nötigen Pfiff.

Und natürlich kann diese Antipasti auch bestens vorbereitet werden. 


Merke für's nächste Mal

Leider hatte ich die Schoten nicht lange genug im Ofen, sodass das Häuten mit allerlei Gefummele verbunden war. In Zukunft muss ich mich in Geduld fassen und warten, biss die Blasen beginnen schwarz zu werden.

Montag, 25. März 2013

Krautsalat blau/weiß - so wird er geschmeidig

Krautsalat, so wird er geschmeidig


Krautsalat muss geschmeidig sein, sonst schmeckt er nicht richtig.

Immer wenn ich in einem Restaurant Krautsalat vorgesetzt bekomme, verspeise ich ihn mit Genuss, denn die Küchenmeister in den meisten Wirtshäusern bekommen es hin, dass der kohlige Geselle schön weich ist. Und das mag ich so richtig gerne.


Wenn ich zu Hause dann rumexperimentiere, wird er Salat zwar auch lecker, aber so richtig locker und unbeschwert liegt er meist nicht auf dem Teller. In der Regel wird er eher etwas steif und bissig.

Ich hab nun schon allerlei ausprobiert, diesem Missstand entgegenzuwirken. 

Selbst mit blanchieren versuchte ich, dem widerspenstigen Gefährten bei zu kommen, doch vergebens. Der Helmut sperrte sich mit aller Kraft und zeigte sich von seiner widerspenstigen Seite.

Beim "Thomas Sixt" schließlich fand ich die Antwort. Der Kohl muss geknetet werden, wie ein Hefeteig. Dann bekommt er die gewünschte Konsistenz.

Also machte ich mich sogleich ans Werk mit einem blau-weißen Krautsalat. 

Zutaten für zwei Personen
  • 150 g Weißkraut
  • 150 g Blaukraut
  • 150 g Blumenkohl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Öl
  • Essig
fürs Toping
  • einige Stücke gewürfeltes Weißbrot
  • einen Esslöffel Kernemischung

Vorbereitung

Weißkraut und Blaukraut von den äußeren Blättern befreien, Strünke entfernen und fein hobeln.

Blumenkohl waschen und feine Scheiben von den Röschen abschneiden, bei den Strünken aufhören. Der Kohl wird dann krümelig.

feingeschnittener Blumenkohl


Zubereitung

Die drei Kohlsorten in einer Schüssel vermengen, Salz, Pfeffer und Zucker nach Geschmack hinzufügen. 

Achtung, jetzt kommt der Trick!

Nun werden Salz und Zucker kräftig in den Kohl hineingeknetet, wie bei einem Kuchenteig. So wird das Kraut geschmeidig.

Mit Öl und Essig abschmecken, kurz ziehen lassen.

Währenddessen die Kerne in einer trockenen Pfanne anrösten und hernach aus dem Weißbrot "Croutons" herstellen, anrichten und verzehren 

Fazit

Endlich ist es geschafft, nach unzähligen Versuchen hat der Krautsalat die richtige Konsistenz.

Mittwoch, 20. März 2013

Aubergine, herzhaft gefüllt und goldbraun gebacken - ein erstklassiges Schlemmervergnügen


Aubergine vegan gefüllt und goldbraun gebacken


Dieses Gericht ist so lecker, da haut's sogar den Imam um.

Ich entdeckte es kürzlich im Kanal von "Koch dich türkisch".

Da ich ein ausgesprochener Fan der türkischen Küche bin, freute ich mich natürlich mächtig, als ich diesen Kanal auf Youtube entdeckte. Zwar ist der letzte Video schon fast ein ganzes Jahr alt, trotzdem lohnt es sich, darin herumzustöbern. Zumindest für alle Menschen, die die Vorzüge der türkischen Küche zu schätzen wissen.

Die Frage allerdings ist: "Warum fiel der Imam in Ohnmacht, als er das Gericht verspeiste?"

Dazu gibt es laut "koch dich türkisch" zwei Erklärungen:

Erklärung1: Der Imam kehrte nach einem anstrengenden Tag heim und bekam von seiner Frau dieses Gericht vorgesetzt. Er aß und genoss die herrliche Speise von Herzen. Also erkundigte er sich nach der Zubereitung und bekräftigte seine Frage mit der Bemerkung, es schmecke ihm so lecker. Die Frau, voll der Freude ob des herzlichen Lobes, gab natürlich bereitwillig Auskunft. Unter anderem erzählte sie von der erheblichen Menge an Olivenöl, das sie im Rezept verarbeitete. Da Olivenöl auch damals schon sehr teuer war, bekam der Imam einen fürchterlichen Schrecken, sodass er gleich in Ohnmacht fiel.

Erklärung 2: Dem Imam schmeckte es mehr als vorzüglich. Folglich verlor er die Beherrschung und stopfte sich dermaßen voll, dass er in Ohnmacht fiel.

Ich persönlich hab mehr Spaß an der zweiten Version, wie ihr euch sicher denken könnt.

Im Originalrezept wird in der Tat sehr sehr viel Olivenöl verwendet, was ich stark reduzierte. Nicht um zu sparen sondern der Kalorien wegen.


Zutaten für zwei Personen

  • eine Aubergine
  • zwei große Zwiebeln
  • 4-5 Zehen Knoblauch
  • zwei mittelgroße Tomaten
  • ein Bund Blattpetersilie
  • zwei Esslöffel Pinienkerne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Olivenöl

Vorbereitung

Ofen auf 200 °C Ober / Unterhitze vorheizen.

Aubergine waschen, in zwei Hälften zerteilen und jede Hälfte etwas aushöhlen.

Zwiebeln schälen und grob zerkleinern.

Knoblauch schälen, salzen und würfeln.

Tomaten waschen und in Würfel schneiden.

Petersilie waschen und grob hacken.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis sie Farbe genommen haben, zur Seite stellen.


gefüllte Auberginen - so lecker, da haut's sogar den Imam um

Zubereitung

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.

Auberginen auf der Schnittfläche darin goldbraun anbraten, herausnehmen und zur Seite stellen.

Im selben Öl die Zwiebeln anbraten, bis sie Farbe genommen haben.

Einen Teelöffel Zucker dazugeben und leicht karamellisieren lassen, Pfanne vom Herd ziehen.

Knoblauch, Tomaten und Petersilie zu den Zwiebeln geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in der Resthitze erwärmen.

Die Auberginen mit der Masse befüllen.

In den Rest der Füllung die Pinienkerne untermischen und in einer Auflaufform verteilen.

Auberginen daraufsetzen, mit Olivenöl beträufeln und im Ofen ca. 30 Minuten backen.

Servieren, entweder mit Brot, Reis oder Couscous.


Fazit

Ich habe für den Imam aus der zweiten Version der Geschichte vollstes Verständnis und mir wäre es genauso ergangen, hätte ich mehr gekocht.

Montag, 18. März 2013

Cremesüppchen vom Feldsalat - ungewöhnlich und sehr schmackhaft


Rapunzelcremesüppchen

Nur ganz kurz, auf die Schnelle: Kürzlich schrieb ich einen Artikel mit dem Titel:

Erdäpfelcremesüppchen mit Kartoffelcroutons und Knusperspeck

Das Erdäpfelcremesüppchen kann nicht nur als soches, ganz für sich mit Genuss verzehrt werden, es eignet sich auch hervorragend als Basis für weitere, sehr ausgefallene Creationen für den Suppenliebhaber.

So zum Beispiel, wenn man gegen Ende der Garzeit 100 g Felsalat für zwei bis drei Minuten in der Suppe mitkochen lässt. Nachdem die Potage püriert wurde, entsteht ein wunderbar nussiger Geschmack und auch die zart grüne Farbe macht Appetit.

Was noch sehr gut dazu passt ist ein Teelöffel Meerrettich oder zwei Esslöffel Kokoscreme als Gewürz kurz vor dem Servieren beigegeben. Er verleiht der Suppe zusätzlich Frische und Kraft beziehungsweise eine exotische Note. Auch habe ich die Kartoffelcroutons gegen Croutons aus Weiß- und Vollkornbrot ausgetauscht.

gemischte Croutons und Knusperspeck als Suppeneinlage

Freitag, 15. März 2013

Viktoriabarsch auf Belugalinsen - ein schwarz weißes Vergnügen


Belugalinsen oder Kaviarlinsen auf Püree, mit Viktoriabarsch und Petersilie


Belugalinsen sind klein schwarz und verführerisch.

Schon lange habe ich mir vorgenommen, ein Rezept mit diesen ungewöhnlichen Hülsenfrüchten auszuprobieren und endlich war es soweit. Volkhard Nebrich, alias "der Radiokoch" brachte mich kürzlich auf die Idee, man könne die kleinen schwarzen Kügelchen gleich auf zweierlei Zubereitungen in einem Gericht miteinander verschmelzen, als Linsengemüse und als Püree. Eines aufs andere geschichtet bietet diese Zusammenstellung eine spannende Möglichkeit, die sogenannten Kaviarlinsen in Geschmack und Konsistenz zu vollenden.

Volkhard kombinierte seine Idee mit einem Lammrücken, ich dachte eher an Fisch. Also machte ich mich auf zum Händler und warf ein Auge auf seine Auslage. Wie immer fiel mir die Entscheidung mehr als schwer, als ich all die feinen Happen aus unseren Meeren in ihrem Bett aus Eis liegen sah.

Schließlich entschied ich mich für ein mächtiges Filet vom Viktoriabarsch, gebraten würde es eine wunderbare Liaison mit den Belugas eingehen, dessen war ich mir sicher.

Also, frei nach dem Motto: sehen - kaufen - kochen, machte ich mich ans Werk.

Zutaten für zwei Personen
  • Ein Filet vom Viktoriabarsch
  • 200 g Belugalinsen
  • eine Zwiebel
  • eine Kartoffel
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 1/2 Stange Lauch, nur das Weiße
  • 1/4 Liter trockenen Rotwein
  • einen Esslöffel Sauerrahm
  • Butterschmalz
  • Tomatenmark
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer 
  • zerstoßenen Chili
  • ein Lorbeerblatt
  • etwas gehackte Petersilie

Vorbereitung

Ofen auf 200 °C Ober- Unterhitze vorheizen.

Linsen waschen und gemäß der Beschreibung in reichlich Flüssigkeit leicht bissfest kochen, das Lorbeerblatt mit dazugeben. Den Sud nicht abschütten.

Zwiebel, Knoblauch und Kartoffel schälen und grob würfeln.

Lauch putzen und in Ringe schneiden.


Zubereitung

Den Fisch waschen, trocken tupfen, salzen und Pfeffern.

In einer Pfanne etwas Butterschmalz auslassen und das Filet von beiden Seiten kurz anbraten, bis es Farbe genommen hat.

Danach die Pfanne in den Ofen schieben und bei 200 °C ca. 20 Minuten garen lassen, je nach Größe und Dicke des Filets.

Die Linsen in der Flüssigkeit mit Salz, Pfeffer, Chili und Olivenöl würzen. Nicht zu viel, damit das edle Aroma der "schwarzen Perlen" nicht verloren geht.

Während der Fisch gart, Zwiebeln, Kartoffeln, Knoblauch und Lauch mit einem Schuss Olivenöl in einem kleinen Topf anbraten, bis alles etwas Farbe genommen hat.

Einen Teelöffel Tomatenmark dazugeben und kurz anschwitzen.

Mit dem Rotwein ablöschen und einkochen lassen, bis fast keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist.

Nun zwei Suppenkellen Linsensud dazufüllen, aufkochen lassen und etwa eine Schaumkelle Linsen dazugeben. Den Topf vom Herd nehmen, Sauerrahm dazu und mit dem Pürierstab zu einem Püree verarbeiten, mit Salz und Pfeffer nochmal abschmecken.

Wenn der Fisch gar ist, von dem Püree etwas auf einen Teller geben, ein Bett formen und ein bis zwei Schöpfer Linsengemüse darin aufhäufen. 

Ein Stück vom dem Filet darauf anrichten, mit Petersilie bestreuen und servieren.


Fazit

Die Linsen verfügen von Natur aus schon über ein edles Aroma, welches durch das Püree mit samtiger Creme vervollständigt wird. Dazu der Fisch, mittig noch leicht glasig, optisch durch das Schwarz der Belugas hervorgehoben, das haben wir sehr genossen. Dazu ein schönes Gläschen Wein - einfach herrlich.

Donnerstag, 14. März 2013

Gastartikel über HelloFresh / Einfach und gesund kochen


hello-fresh classic box


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Dienstag, 12. März 2013

Scharfer Spargel mit Parmesan, Basilikum und buntem Pfeffer


Spargel, Chili, Basilikum und Pfeffer - eine feine Komposition

Manchmal bin ich ungeduldig.
Sehr ungeduldig sogar.
Und am ungeduldigsten bin ich, wenn frischer Spargel lockt.

Leider geht es mir nicht, wie Sabine von "Ti Saluto Ticino", die mal eben ins warme Tessin reist um sich den ersten frischen Spargel zu holen.

Nein!

Ich muss noch warten. Was für ein Ärger und das, obwohl ich in einer Gegend Deutschlands wohne, wo Spargel bald in Hülle und Fülle rechts und links der Straßen gedeiht, sprießt und wächst.

Aber eben nur bald! Nicht heute!

Also vergriff ich mich am Spargel aus Peru, davon lagen nämlich noch zwei Packen im Regal unseres kleinen EDEKA-Marktes und sie sahen sogar recht frisch aus.

Was die Zubereitung angeht, ließ ich mich einerseits inspirieren von Tim Mälzer, andererseits von Sabine in Ihrem Artikel "Er ist da" (der erste frische Spargel). Dort krönen nämlich sehr fein gehobelte Parmesanspäne das königliche Mahl und lassen dem Betrachter das Wasser im Munde zusammenlaufen.


Zutaten für eine Person

  • 500 g frischen Spargel
  • eine Schote frischen roten Chili
  • Parmesan am Stück
  • Olivenöl
  • Butter
  • Zucker
  • Salz
  • Basilikum
  • bunter Pfeffer

Vorbereitung

Spargel waschen, schälen und schräg in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Chili ebenfalls waschen und in kleine Röllchen schneiden.

Basilikum von den Stängeln zupfen.


Zubereitung

Spargel in etwas Olivenöl bei starker Hitze 3-4 Minuten braten, bis er Farbe genommen hat und bissfest ist. 

Salz, Chili, Zucker, etwas Basilikum  und einige Butterflocken dazugeben und gut durchschwenken.

Pfanne vom Herd nehmen.

Einige Späne Parmesan mit einem Sparschäler abhobeln und über dem Spargel verteilen.

Mit buntem Pfeffer frisch aus der Mühle und einigen Blättchen Basilikum bestreuen.

Fazit

Uns hat dieses Rezept begeistert. Der typische Spargelgeschmack blieb wider erwarten erhalten, Chili verlieh dem Mahl Charakter, Basilikum Frische, Parmesan Würze und Aroma.
Das wird ganz sicher wieder auf unseren Tisch kommen. Zum Beispiel als "amuse gueule", wenn Gäste geladen sind.

Inspiriert von

Tim Mälzer: "Greenbox "
Ti Saluto Ticino: "Er ist da!"

Montag, 11. März 2013

Rindfleischsuppe entfetten - was tun wenn sie noch heiß ist


Rindfleischsuppe entfetten


Rindfleischsuppe sollte entfettet werden. Nicht nur der Gesundheit wegen, auch entfaltet sie, befreit von den tierischen Lipiden, meines Erachtens ein besseres Aroma.

Nun verhält sich die ganze Sache recht einfach, wenn dem köstlichen Sud Zeit genug verbleibt, bie er gänzlich abgekühlt  ist. Das Fett lagert sich dann oben als feste weiße Masse ab und kann ohne Verluste entfernt werden, ganz einfach mit einem normalen Esslöffel.

Wesentlich diffiziler hingegen verhält sich die Angelegenheit, wenn das Bouillon noch heiß ist, gleich serviert werden soll und das Fett in flüssigem Zustand auf der Oberfläche schwimmt . Dann bleiben nur zwei Möglichkeiten:

  1. Mit einem Küchentuch vorsichtig die Oberfläche der Brühe abstreichen, leider funktioniert das bei mir nicht wirklich.
    oder
  2. Mit einer Kelle vorsichtig von oben abschöpfen. Leider kommen bei mir dabei meist meine schwäbischen Wurzel durch, denn bei dieser Methode ist es unmöglich, das Fett ohne Verluste von der Brühe zu trennen. Egal wie vorsichtig der Koch zu Werke geht, immer wird gutes Boullion zusammen mit dem flüssigen Fett aus dem Topf geschöpft, was mir jedesmal ein ziemliches Ärgernis ist.

Doch kürzlich kam ich auf einen Ausweg. Es ist eigentlich ganz einfach, denn: schöpft man das Fett großzügig ab und sammelt es in einer größeren Tasse, kann diese im Kühlschrank über Nacht auskühlen. Am nächsten Tag lässt sich der Talg dann abnehmen. Die verbleibende Brühe, die sich nun noch in der Tasse befindet, kann wieder erhitzt und getrunken werden oder, sollte von der Suppe noch ein Rest stehen, dieser wieder zugefügt werden.

In jedem Fall lässt sich auf diese Weise heiße Suppe entfetten, ohne vom guten Bouillon etwas zu vergeben.

Sonntag, 10. März 2013

Orangen Ingwer Hähnchen, mit geröstetem Sesam und geschmortem Spitzkohl


der fein gehobelte Knoblauch hat es in sich


Gesundheit fängt in der Küche an.

Man merkt das im Allgemeinen nach dem Essen, nämlich am "Schnapsindikator".

Zum Beispiel so ein schöner fettig glänzender Schweinsbraten, gekrönt von knuspriger Schwarte, dazu goldgelbe Spätzle, mit jeder Menge Eier im Teig, das ist lecker. Natürlich müssen die Spatzen auch gut rutschen, deswegen gibt's noch eine ergötzliche Rahmsoße, die am besten kurz vor dem Servieren nochmal mit einem ordentlichen Stück kalter Butter gebunden wurde. Ja, da läuft einem das Wasser im Munde förmlich zusammen. So richtig reinhauen möchte man da am Liebsten.

Als Beilage gibt's dann halt auch noch nen Salat, "...net unbedingt weil's so lecker isch, au net zu groß sod er sein, es isch ja bloß wege der Vitamine, ums Gwisse zu beruhige".

Nach vollendetem Genusse jedoch fängt's an, das Zwicken und Zwacken im "Ranzen". Doch kein Problem, ein kräftiger Schluck Schnaps schafft Expressabhilfe.

Der "Schnapsindikator" eben, an ihm erkennt man ohne viel Federlesen und Studieren, wie gesund eine Speise war ;-).

"Das ist ja alles ganz schön und gut", mag sich jetzt manch einer denken "aber Gemüse schmeckt halt nicht so richtig."

"Stimmt!", wenn es nämlich stundenlang gekocht wird, bis aller Biss und auch das letzte Quäntchen Geschmack herausgekocht und mit dem Garwasser abgeschüttet wurde, dann schon.

Dabei ist es ganz einfach, gesund und lecker zu kochen. Die Asiaten machen es uns vor. Gemüse und Fleisch wird frisch zubereitet und ganz fein geschnitten, dann im WOK nur kurz erhitzt, mit leckeren Kräutern und Gewürzen versehen und schon steht es auf dem Tisch. Mineralien und Vitamine haben gar keine Zeit, sich zu "verdünnisieren". Sie bleiben ganz einfach in den Speisen und warten darauf, vom Genießer mit Freude verzehrt zu werden, um hernach ihre reinigende, stärkende und gesundheitsfördernde Kraft im Körper gänzlich entfalten zu können.

Als Beilage etwas gedämpften Reis, da kommt Freude auf, beim Essen und hernach strotzt der Mensch förmlich vor Tatendrang und Wohlgefühl.

Und der Schnapsindikator? Null steht auf seiner Anzeige. Großartig! So soll's sein.

Interessant in diesem Zusammenhang finde ich auch, dass die Technik des "Dämpfens" in den Küchen Asiens einen wesentlich höheren Stellenwert hat, als hierzulande. Während wir Deutschen noch denken, Gedämpftes sei lasch und geschmacklos, habe Asiaten schon längstes erkannt, dass gedämpfte Speisen ihre Inhaltsstoffe größtenteils behalten und somit auch ihren Geschmack. Das geht hin, bis zu ganzen Fischen, die gedämpft ihren gesamten Reichtum an Protein zur Verfügung stellen und so viel zur Gesundheit des Menschen beitragen.

Im Vitamine Ratgeber oder bei aminosäure.org kann über gesundes Essen noch allerlei Interessantes nachgelesen werden, schaut einfach mal vorbei.

Ich persönlich mache mich jetzt an mein Orangen-Ingwer Hähnchen, mit geröstetem Sesam und geschmortem Spitzkohl.

Zutaten für 2 hungrige Personen

  • 500 g Hühnerbrust
  • 1/2 kleineren Spitzkohl
  • eine rote frische Chili
  • eine Orange
  • daumengroßes Stück frischen Ingwer
  • 5-6 Knoblauchzehen
  • einen Esslöffel Honig
  • Salz
  • 200 ml Geflügelfond
  • ca. einen Teelöffel Speisestärke in kaltem Wasser gelöst
  • einen Esslöffel Sesam
  • Sojasauce
  • hitzebeständiges Öl zum Anbraten

Vorbereitung

Hühnerbrust waschen, trocken tupfen und in feine Scheiben schneiden.

Vom Spitzkohl den Strunk herausschneiden und in ca. 2 cm dicke Streifen schneiden.

Chili waschen und schräg in kleine Ringe schneiden.

Knoblauch salzen und grob hacken, eine Zehe vorher zur Seite legen.

Mit einem Sparschäler die Hälfte der Orange schälen, die Schalen in sehr feine Streifen schneiden.

Sesam ohne Öl rösten, bis er duftet.

Ingwer fein reiben.

Orange erst mit dem Sparschäler geschält...          dann  mit dem Messer in Streifen geschnitten



Zubereitung

Fleisch in 2-3 Portionen im heißen Wok mit einem Teelöffel Öl anbraten, bis es etwas Farbe genommen hat, aus dem Wok nehmen und beiseite stellen.

Kohl ebenfalls in einem Schuss Öl anbraten, bis er Farbe genommen hat und schön zu duften beginnt. 

Nun Chili, Orangenschale, und Knoblauch dazugeben und unter ständigem Wenden ca. 1 Minute erhitzen.

Mit einigen Spritzern Sojasoße und dem Honig abschmecken. 

Fleisch wieder dazufüllen und mit dem Fond ablöschen, kurz aufwallen lassen und nochmal ca. 1-2 Minuten köcheln lassen.

Nun den Ingwer unterheben, mit etwas Speisestärke binden und nach Gusto salzen.

Auf einer vorgewärmten Platte anrichten, mit dem gerösteten Sesam bestreuen und die letzte Knoblauchzehe ganz fein darüberhobeln.


Fazit

Ich fand es sehr gelungen. Orange, Hühnchen und Ingwer gibt sowieso immer einen geschmacklichen Sechser. Der geschmorte Kohl spendete im Hintergrund einen Hauch seines typisch rauchigen Aromas, während die Chiliröllchen mit ihrer pikanten Schärfe dem ganzen Gericht den nötigen Pep mit auf den Weg gaben. Die Krönung aber war der geröstete Sesam, nicht dominant aber doch immer wieder mal zu schmecken. Nur ein bisschen eben, gerade so, dass man ab und wann geschmacklich aufmerkte und kurz dachte: "Aaaah lecker, Sesam!"

Meine liebe Gattin fand es ebenfalls sehr schmackhaft, jedoch wünschte sie sich noch mehr vom Orangenaroma. 

Freitag, 8. März 2013

Königsberger Klopse - Genuss oder Graus?


Königsberger Klopse in Kapernsoße


Zu Weihnachten bekam ich ein Kochbuch geschenkt. "Wie Langweilig!", mag sich jetzt manch einer denken, doch ich freue mich immer sehr über ein solches, bedeutet es doch Inspiration und neue Ideen für den Blog.

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Abschweifung des Autors:

Ich habe mich für "der Blog" entschieden, auch wenn es üblicherweise "das Blog" heißt, doch mir stellen sich die Haare zu Berge und mein deutsches Sprachempfinden krümmt sich jedesmal unter heftigen Schmerzen, wenn ich mit dem offiziellen Artikel des Wortes "Blog" konfrontiert werde. Deswegen bei mir also "der Blog!", auch wenn es falsch ist. Vielleicht können wir es einfach unter "dichterischer Freiheit" laufen lassen? 

Abschweifung Ende.
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"Die Lieblingsrezepte der Deutschen", so der vielversprechende Titel und natürlich stellte sich mir die Frage, ob dieses Geschenk nun tatsächlich Geschenk sein sollte oder vielleicht ein sanfter Hinweis bezüglich der Richtung, in die ich mich zur Zeit kulinarisch bewege? Schließlich war es meine bessere Hälfte, die mir dieses Präsent unter Anderem zukommen ließ. Doch da ich meine Frau sehr gut kenne, entschied ich mich für Geschenk und freute mich einfach darüber.

Als ich mich nun so durch das Buch blätterte, blieb mein Blick bei "Königsberger Klopsen" hängen und einzelne Begebenheiten aus meiner Kindheit kamen mir in den Sinn, denn mein Vater und ich standen oft Sonntags in der Küche um zusammen neue Rezepte auszuprobieren. Harmonisch ging es immer dabei zu. Gemeinsam hatten wir Spaß und freuten uns über die Zweisamkeit, in der wir uns meist sehr nahe kamen.

Unter anderem versuchten wir uns auch an "Königsberger Klopsen". Mein Vater hatte irgendwo ein Rezept aufgetrieben, unter dem vertraulichen Hinweis "Absolut lecker, muss du unbedingt mal kochen!".

Als wir dann zur Tat schritten und die Zutaten bestimmten, abmaßen und akribisch wogen, fiel mir die unverhältnismäßig große Menge an Sardellen und Sardellenpaste auf, die dem Fleisch beigefügt werden sollte. Ich befürchtete das Schlimmste, meldete meine Bedenken an, doch mein alter Herr vertraute dem Rezept felsenfest.

Schließlich stand die Speise auf dem Tisch. Ich nahm den ersten Bissen neugierig und voller Spannung ob der erwarteten Köstlichkeit, nur um binnen Sekunden feststellen zu müssen,  dass meine schlimmsten Befürchtungen nicht nur wahr geworden waren, sondern noch bei weitem übertroffen wurden. Alles schmeckte nämlich  nur nach Sardellen. Kurzum, es war fürchterlich und vollkommen ungenießbar - ein Graus!

Der Schrecken steckte mir so tief in den Gliedern, dass ich bis dato einen großen Bogen um dieses Gericht schlug und es mied wie die Pest.

All das ging mir also durch den Kopf, als ich auf das Rezept aus besagtem Kochbuch stieß, um beim Lesen festzustellen, dass hier gerade mal zwei Sardellenfilets auf 500 g Hackfleisch Verwendung finden sollten.

"Nun denn", dachte ich im Stillen "gib dem Essen nochmal eine Chance.", und ich begab mich ans Werk.

Die Klopse kochte ich fast nach Anweisung, bei der Kapernsoße musste ich gravierende Änderungen vornehmen, um sie meinem Geschmack und meiner Vorstellung von einem guten und wohl verdaulichem Essen anzupassen.

Zutaten für vier Personen (nicht erschrecken, 
sieht mehr aus, als es ist)

für die Klopse
  • 300 g Kalbshack (musste ich beim Metzger bestellen)
  • 200 g Rinderhack
  • zwei mittelgroße Zwiebeln
  • 3 Esslöffel Paniermehl
  • 2 kleine Eier
  • 1 Teelöffel Zitronenabrieb
  • 2 Sardellenfilets
  • etwas Zimt
  • 8 g Salz (ca. ein schwach gehäufter Teelöffel) 
  • Pfeffer
  • etwas Butter für die Zwiebeln
für die Kapernsoße
  • zwei Esslöffel Butter
  • zwei Esslöffel Mehl
  • 1/2 Liter Milch
  • 100 ml Sahne
  • 2 Esslöffel Kapern 
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • 1 Blatt Lorbeer
  • 4-5 Pimentkörner
  • 1-2 getrocknete Chilis (nach Geschmack)
  • 1 Nelke
  • 4-5 angedrückte Wachholderbeeren

Vorbereitung

Zwiebeln schälen, fein würfeln und in etwas Butter glasig dünsten.

Sardellenfilets fein hacken.

Kapern bis auf fünf Stück grob hacken. Die Fünf nur halbieren und zur Seite legen, sie werden später zur Deko benötigt.

Milch aromatisieren: Dazu Lorbeer, Pimentkörner, Chilis,  Nelke und Wachholderbeeren in der Milch kurz aufwallen lassen, zur Seite stellen und mindestens zwei Stunden ziehen lassen. Danach durch ein Sieb gießen, die Gewürze entsorgen und die aromatisierte Milch aufheben. 


Zubereitung

Die glasigen Zwiebeln mit den restlichen Zutaten für die Klopse kräftig vermischen und verkneten, die gehackten Sardellen müssen gut verteilt sein und die Masse 1/2 Stunde ziehen lassen. Nochmal gut durchkneten und 12 Bällchen formen.

Zur Soße: Butter in einem dicken Topf bei mittlerer Hitze zerlassen und das Mehl dazufügen. Unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen das Mehl aufbrechen lassen, bis es seinen mehligen Geruch verloren hat und angenehm duftet, das dauert ca. zwei Minuten. Achtung, nicht braun werden lassen.

Die aromatisierte Milch schluckweise unter ständigem Rühren einbringen. Nicht zu viel auf einmal, sonst entstehen Klümpchen.

Wenn alle Milch eingerührt ist, Sahne und gehackte Kapern dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken, gut durchrühren und kurz aufwallen lassen.

Nun die Fleischklopse in die Béchamel legen. 

Achtung, jetzt sehr behutsam vorgehen, denn die Klopse müssen in der Béchamel gar ziehen und haben den unangenehmen Hang zum Anbrennen. Deswegen müssen die fleischigen Kameraden bei sehr niedriger Hitze ganz langsam geköchelt werden, bis sie gar sind. Dabei immer wieder vorsichtig umrühren, am besten mit einem angeschrägten Holzlöffel. Die ganze Prozedur dauert ca. 30 Minuten. Bleibt noch ein letztes Abschmecken mit Zitronensaft und wenn nötig etwas Salz.

Nun noch servieren, zusammen mit den halbierten Kapern. Als Beilage passt Reis sehr gut und vielleicht gedämpfter Rosenkohl?


Fazit

Nach diesem Rezept reichte das Gericht zum Genuss, denn die Sardellen schmeckten nicht vor. Im Gegenteil, beim nächsten Mal werde ich noch ein Filet mehr dazugeben. Ansonsten  ergänzte sich das feine Fleisch hervorragend mit dem erfrischenden Aroma des Zitronenabriebs. Zusammen mit der cremigen Soße und der leichten Säure der Kapern war das ganze Gericht ein richtig leckerer Gaumenschmeichler. Seht zu empfehlen, auch wenn es eine ganze Menge Arbeit macht. Doch die investierte Zeit lohnt sich.

Donnerstag, 7. März 2013

Ein paar Gedanken zum Thema "Einkaufen".

Als ich noch ein Kind war, gab es fast keine Supermärkte. ich kann mich noch genau erinnern, wie ich mit meinem Vater jeden Samstagvormittag durchs Brenztal fuhr, ins 30 km entfernte Schnaitheim, denn dort stand der einzige Supermarkt weit und breit.

Damals war das noch was Besonderes und man nahm weite Wege auf sich, um zu solchen gigantischen Läden zu kommen, in denen es alles zu kaufen gab, was das Herz begehrte bzw. der Haushalt benötigte. Wie aufgeregt war ich doch, wenn ich den Wagen schieben durfte und staunte nicht schlecht, als wir Regal für Regal abgrasten und alles in den Einkaufswagen packten, was sich während der Woche auf dem Einkaufszettel angesammelt hatte.

Nach dem Einkauf begaben wir uns wieder auf den Heimweg und verstauten die mitgebrachten Sachen daheim in Schränken und Regalen.

Der Samstagvormittag war dann immer rum.

Heute weilt an meiner Seite ein kleiner Sohn, im selben Alter, wie ich es damals war. Wenn er mich nach den Dingen fragt, über die ich seiner Zeit so staunte, so gehe ich mit ihm nicht in einen Supermarkt, was einen ganzen Vormittag Zeit in Anspruch nähme, ganz abgesehen vom teuren Sprit. Nein. Heute kommt der Supermarkt zu uns.

Bequem, bei einer Tasse Kaffee, mein Sohn bei einem Kaba, brauchen wir nur den Rechner anzustellen und zum Beispiel die Adresse "http://www.lebensmittel.de" zu besuchen. Was sich früher in Regalen türmte, können wir nun, schön sortiert, im warmen Büro oder Wohnzimmer ansehen und einkaufen, während es draußen regnet und stürmt.

Auch ist es nicht mehr nötig, literweise teuren Treibstoff zu verfahren, denn der Einkauf wird ins Haus geliefert. Nur noch das Einräumen in des Heimes Schränke und Regale muss von eigener Hand geschehen.

So werden Kinderwünsche und Erwachsenenwünsche im Handumdrehen erfüllt und dazu noch zu ganz vernünftigen Preisen.

Soweit ein paar Gedanken zum Wandel der Zeiten, Erinnerungen an früher und Entwicklungen bis heute.

Eines allerdings macht mich neugierig und lässt mich ein wenig sentimental werden - nämlich die Frage:

Was wird mein Sohn in 30 Jahren schreiben bzw. denken, wenn er sich an die Zeiten erinnert, die er neben seinem Vater vor dem Internet verbracht hat, während sie nach all jenen Dingen gesucht haben, die ihn so sehr in Staunen versetzten?

Und wenn er wiederum mit seinem Sohn Dinge einkauft, was wird ihn staunen lassen?

Vielleicht wird es mir ja noch vergönnt sein, es zu erleben.

Mittwoch, 6. März 2013

Triangoli Gorgonzola - so schmeckt Italien


"o sole mio" in deutscher Küche


Seit ich den kleinen italienischen Delikatessenladen in Rastatt um die Ecke entdeckt habe, muss ich dort ständig vorbeischauen. Zum einen regen all die verführerischen Leckereien sowohl meine  Fantasie als auch den Appetit an, zum anderen plaudere ich gerne mit Guiseppe, den Inhaber der Taverna. Dabei geht es meist über das Leben im Allgemeinen und italienisches Essen im Speziellen. Bei einer feinen Tasse Espresso genieße ich den Moment und freu mich schon darauf, das soeben erstandene Schmankerl später mit Lust und Muße zuzubereiten.

"Pasta e Pesto, so schmeckt Italien!", nennt er sich, der Giuseppe. 

Jedesmal wenn ich dort war und meinen Blick durch die Auslagen streichen ließ, blieb ich bei den Triangolis mit Gorgonzolafüllung hängen. Zu oft schon spielte ich mit dem Gedanken, sie nun endlich zu kaufen, doch irgendwie bot sich keine passende Gelegenheit, diese leckere Pasta für uns auf den Tisch zu bringen. Doch kürzlich war es soweit und ich schlug zu.

"Wie würdest du sie denn kochen?", fragte ich Giuseppe.
"Aaaaaah auf keine Fall mit Tomatensoße. Du braucht gar nicht viel für richtig gute Geschmack mit diese Pasta. Olivenöl, Salbei, Salz und diese kleine rote Tomate, mehr nicht. Die Pasta nur in heiße Wasser zwei Minute ziehe lasse. Salbei in de heiße Öl knusprig brate und Tomate kurz warm mache, dann die Pasta durch die Pfanne ziehe und schnell esse."

"Jawohl, genau so mache ich es.", sagte ich, doch leider ließ sich nirgendwo Salbei auftreiben. Ich ersetzte es also kurzerhand durch frischen Rosmarin von meiner Fensterbank und kann euch sagen: "Merita un bis!"

Zutaten für 2 sehr hungrige Personen
  • 500 g frische gefüllte Pasta
  • 20 Kirschtomaten
  • Rosmarin
  • 1/2 Schote grünen Chili
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
für die Deko
  • etwas Petersilie

Vorbereitung

Tomaten waschen und halbieren.

Chili waschen, entkernen und in feine halbe Ringe schneiden.

Rosmarinblättchen abzupfen.

Pasta in sprudelnd kochendes Salzwasser geben, den Herd ausstellen und zwei bis drei Minuten ziehen lassen.


Zubereitung

Öl, Tomaten, Rosmarin und Chili in einer Pfanne erhitzen. 

Sobald das Öl bruzzelt und der Rosmarin seinen Duft in der Küche verbreitet, die abgetropfte Pasta in die Pfanne füllen, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und gut durchschwenken.

Auf Teller verteilen, mit etwas frischer Petersilie dekorieren und sofort genießen.


Fazit

OK, ich gebe offen zu: "Zum Abnehmen ist diese Speise nicht geeignet." Aber man muss solches ja nicht jeden Tag essen. Ansonsten waren wir begeistert. Ein Stückchen italienisch, mediterranes "o sole mio" mitten im Winter auf dem deutschen Abendtisch. Da lächelte doch schon der Sommer kurz über den Tellerrand, was auch unsere Gesprächsthema bestimmte, es drehte sich nämlich um unseren nächsten großen Urlaub. 

Und das beste daran ist: Nur wenige Minuten, ein paar schnelle Handgriffe und schon steht dieses hinreißende Gericht auf dem Tisch.  

Einzig meine Vergesslichkeit trübte die Stunde, ich wollte nämlich noch einige feine Schnitze Parmesan darauf verteilen, bin extra vor dem Kochen nochmal losgefahren um ein schönes Stück zu kaufen und hab es dann vergessen. Als ich den letzten Bissen verzehrt hatte, fiel es mir wieder ein. Na ja, dann eben beim nächsten Mal. 


Montag, 4. März 2013

Spinat Zucchini Potage, mit knusprigen Käse-Crostinis und einem Hauch Peperoni

lecker grünes Süppchen

Grün.

Grün ist eine herrlich entspannende Farbe.

Seien es nun weite Wälder oder saftige Auen. Mit Grün verbinde ich Natur, Vitalität und Leben.

Wie liebreizend ist es doch, umgeben von Grün einen besinnlichen Spaziergang zu machen, inmitten belebender Luft und wimmelndem Getier?

Den würzigen Duft vom Harz der Bäume zu atmen oder den lieblichen Geruch einer bunten Wiese zu riechen? Vor allem, wenn nach langer Trockenheit ein warmer Sommerregen die geplagte Flora in harmonisches Entzücken versetzt?

Baren Fußes nasses Gras unter bloßen Sohlen spüren; feuchtes Blattwerk, das über nackte Arme streicht oder weiches, kühles Moos, das warme Händen fühlen - wer sich wachen Sinnes auf die Farbe Grün einlässt, kann tief im Herzen wahrnehmen, wie lebendig, geheimnisumwoben und voller Zauber die Welt um uns herum ist.

Entschleunigen.

Langsam werden.

Loslassen.

Den uralten, bedächtigen Geist der Bäume fühlen, das zarte, scheue Wesen der Pflanzen spüren: Genau so wird Natur zu einem wertvollen Gegenüber, das uns anvertraut wurde.

Anvertraut von jenem geheimnisvollen, rätselhaften Schöpfer, dem alles zu eigen ist.

Wir sollen es hüten!
Wir sollen es schützen!
Wir sollen voller Verantwortung damit umgehen!

Grün.

Leider scheinen wir Menschen da etwas gänzlich falsch verstanden zu haben, wenn in der Bibel geschrieben steht: "Macht euch die Erde Untertan!"

Denn sie ist nicht Biomasse, die es zu bewirtschaften gilt, sondern ein kolossaler, kraftstrotzender, lebendiger Riese, der uns jäh, in einem Augenblick nur zertreten könnte, als seien wir lästiges Geschmeiß. Ein mächtiger Titan, der uns bis heute langmütig Geduld erwiesen hat, hindurch durch Äonen, Zeiten, Perioden; trotz Folter und Schmerz, die wir ihm zufügen - Tag um Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr.

Geduld. Auch ein Aspekt der Farbe Grün.

So vieles ist grün!

Ja, grün ist eine herrlich entspannende Farbe.

Genauso wie eine leckere Spinat-Zucchini Suppe :-) !

Zutaten für 4 Personen

  • 3 - 4 mittelgroße Zucchinis
  • einen Pack Tiefkühlspinat (450g)
  • eine mittelgroße Kartoffel
  • eine Zwiebel
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • eine frische Peperoni, rot oder grün
  • ein Liter Bouillon
  • ein Baguette
  • geriebenen Käse
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

Vorbereitung

Zucchinis in dünne Scheiben schneiden. Pro Teller zwei zur Seite legen, salzen und weinen lassen.

Die restlichen Zucchinischeiben in einer beschichteten Pfanne, zusammen mit einem kleinen bisschen Öl anbräunen. Dadurch entstehen Röstaromen, die den Geschmack der Potage kräftig bereichern.

Kartoffel schälen, waschen und würfeln.

Zwiebeln schälen und ebenfalls würfeln.

Knoblauch durch die Presse schicken, salzen und ruhen lassen.

Peperoni in feine Ringe schneiden, dann Kerne und Kerngehäuse aus den Ringen herausschnippeln. Mühselig doch wichtig, des Aussehens wegen, denn die kleinen runden Ringchen auf der Suppe schmeicheln unserem Blicke.

scharfes Orange auf Grün


Vom Baguette pro Teller zwei dünne Scheiben abschneiden und in etwas Olivenöl erst von einer Seite knusprig anbraten. Danach wenden, auf jede Scheibe etwas Käse streuen und die Pfanne mit einem Deckel verschließen. Während die Crostinins nun auf der unteren Seite schön knusprig werden, schmilzt der Käse auf der oberen Seite. Selbstredend sollte eine beschichtete Pfanne genommen werden.

Ist der Käse geschmolzen, die Kruschterln auf einem Küchenkrepp entfetten und abkühlen lassen.

Zubereitung

Zwiebeln in einem Topf mit etwas Öl glasig schwitzen.

Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten, bis er duftet.

Tiefkühlspinat dazugeben und mit dem Bouillon ablöschen.

Kartoffelwürfel und Zucchinis dazugeben und alles mit geschlossenem Deckel ganz leicht köcheln lassen, etwa 1 Stunde lang. Von Zeit zu zeit umrühren, damit der Spinat nicht ansetzt.

15 Minuten bevor die Garzeit zu Ende ist, die weinenden Zucchinischeiben mit einem Küchenkrepp trocknen und mit etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne vorsichtig anrösten, von beiden Seiten.

Nun die Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren, mit Salz Pfeffer und Muskat abschmecken und auf die Teller schöpfen.

Mit Zucchinistreifen, Käse-Crostinis und Peperonischeiben dekorieren und servieren.

Käse - Crostini

Fazit

Eine kräftig mundende grüne Potage. Herzhaft durch die Röstaromen der angebratenen Zucchinis, mit frischem Pfiff durch den Peperoni und knuspriger Würze durch die Käse-Crostinis. Versucht es mal, der Aufwand lohnt sich.

Freitag, 1. März 2013

Spareribs auch im Winter machbar


Spareribs mit Ofenkartoffeln und Kressequark


Normalerweise stehe ich all diesen merkwürdigen Angelegenheiten, die aus den "Vereinigten Staaten von Amerika" kommen und unsere Sinne vollblasen, sehr sehr skeptisch gegenüber. Positiv ausgedrückt.

Doch ab und an findet sich auch mal was Gutes, in jenem nebulösen Hexengebräu aus Schaumschlägerei, Bauernfängerei und Sklavenschinderei, welches sich mit unverständlichem Stolz "The American Way of Life" nennt und das nach meinem Dafürhalten verantwortlich ist, für die "Entmenschlichung unserer Gesellschaft".

Nun denn, jeder mag das sehen wie er will, in jedem Fall verhält sich das "Gute, das aus den USA kommt" ähnlich wie das bekannte blinde Huhn mit dem Korn - es ist quasi ein Kuriosum.

OK. Sorry sorry, sorry! Gerade bin ich versehentlich ausgerutscht und etwas giftig geworden, wird nicht wieder vorkommen.

Eines dieser Raritäten zum Beispiel sind "Spareribs". Ich gehe einfach davon aus, dass die klassischen Spareribs, in dieser "mouthwatering"  süß- sauer-scharfen Marinade über den Atlantik kamen und den Weg in deutsche Küchen fanden. Sollte es jemand besser wissen, so lasse ich mich selbstverständlich gerne belehren, denn kürzlich entdeckte ich beim Stöbern in einem meiner Kochbücher mit dem Titel "Die Lieblingsrezepte der Deutschen" ein leckeres Rezept für eben dieses Gericht. Irgendwie fand ich das witzig.

"Na gut, wenn es denn schon zu den Liebslingsrezepten der Deutschen gehört", so dachte ich mir, "dann musst du es auch mal ausprobieren.", denn ich hatte gerade wieder einen jener schrecklichen Anfälle, die mich von Zeit zu Zeit befallen und nötigen, immense Mengen Fleisch zu vertilgen.

Und das in der Fastenzeit! Schlimm, oder?

Doch fasten muss ja nicht zwingend heißen, auf Fleisch zu verzichten. Es gibt schließlich ganz schön viele andere lieb gewordenen Unarten, auf die man während der Fastenzeit verzichten kann. Es muss also nicht unbedingt das Fleisch sein.


Zutaten für 2 Personen

  • 1 kg Spareribs
  • 2 große Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 5 Esslöffel Olivenöl
  • 3 Esslöffel Sojasoße
  • 2 Esslöffel Honig
  • 1 Esslöffel Ahornsirup
  • 2 Esslöffel braunen Zucker
  • einen Teelöffel Senf
  • Saft von einer Zitrone
  • Salz
  • Chiliflocken

Vorbereitung

Spareribs waschen und trocken tupfen, in einer Auflaufform verteilen.

Aus den restlichen Zutaten eine Marinade bereiten.

Hier gilt übrigens dasselbe, wie beim Salatdressing: Das Öl kommt erst am Schluss dazu, wenn alle anderen Zutaten fleißig verquirlt wurden, und sich alle Gewürze im Zitronensaft aufgelöst haben.

Die Marinade über den Spareribs verteilen und ca. 1/2 Tag ziehen lassen.


Spareribs


Zubereitung

Ofen auf 225 °C Heißluft vorheizen, Ribs auf einem Backblech verteilen und von jeder Seite 15 - 20 Minuten backen. Dabei immer wieder mit der Marinade, die in der Auflaufform stehen geblieben ist, beträufeln.

Anschließend servieren, ich habe dazu Ofenkartoffeln mit Kressequark gereicht.


persönliche Beurteilung

Das mit dem "mouthwatering" stimmt. Das Fleisch in der lecker kräftigen Marinade entwickelt beim Abnagen eine tolle Dynamik. Einfach zum Reinlegen. 

Ein weiterer großer Vorteil ist, es kann bestens vorbereitet werden, wenn Gäste geladen sind.


Quelle

"Die Lieblingsrezepte der Deutschen", genehmigte Sonderausgabe der Planet Medien AG, Zug. Seite 102, ISBN: 9783861464297 (nicht mehr lieferbar).