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Donnerstag, 15. Januar 2015

Feurig geröstete mexikanische Salsa


Salsa mit Nachos

Essen hat eine Seele. Die Seele derer, die ein Gericht zubereiten und derer, die es essen. Zumindest wenn von Menschen gekocht wird.

Ganz anders hingegen das Maschinenessen. Trübselig und düster lümmelt es auf Tellern, in Schüsseln, auf Versperbrettern und schmeckt nach nichts. Vor allem die fertigen Salsas in Flaschen und Gläsern sind besonders kümmerlich. Immer wieder lasse ich mich verleiten, kaufe einen dieser Vertreter, probiere - und ab geht's, in den Müll damit. Seelenlose rote Pampe. Nicht zu genießen.

Dabei ist es so einfach, eine richtig gute Salsa herzustellen. Nur wenige Handgriffe, ein paar Gewürze, etwas Zeit und schon hat man einen leckeren Dip für Nachos, Taccos oder Tortillas.

Zutaten für ein kleines Töpfchen
  • eine Packung Kirschtomaten
  • eine Zwiebel
  • 4-5 Knoblauchzehen
  • eine Peperoni oder Jalapeno
  • etwas Blattpetersilie
  • Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • Cumin (gemahlener Kreuzkümmel)
  • Öl

Vorbereitung
Ein Backblech mit Alufolie auslegen und leicht einölen.

Tomaten waschen.

Peperoni waschen, Kerne entfernen und grob Zerkleinern.

Zwiebeln in Stücke schneiden.

Zitrone auspressen.

Tomaten dürfen gerne etwas schwarz sein, ruhig noch dunkler als bei mir,
ich war einfach zu ungeduldig

Zubereitung

Tomaten, Zwiebeln und Peperoni auf dem Blech verteilen.

Knoblauchzehen dazugeben, mit Schale.

Das ganze unter dem Grill im Ofen auf höchster Stufe und auf aller oberster Schiene grillen, bis Zwiebeln und Tomaten richtig dunkel sind, manche Stellen müssen schwarz sein.

Etwas abkühlen lassen und die Schalen vom Knoblauch ziehen, geht ganz einfach.

Alles in den Mixer geben, zusammen mit der Petersilie und dem Zitronensaft.

Mit den Gewürzen abschmecken und pürieren. Dabei muss die Masse drei bis vier Mal mit einem Spatel oder Löffel nach unten geschoben werden.

Als Dip zu Nachos servieren.


Fazit

Wenige Handgriffe, die sich lohnen. Diese Salsa hat Geschmack und Power. Nicht zu vergleichen mit seelenlosen Tunken aus den Regalen von Supermarkt und Discounter. Probiert es aus.
(Gefunden bei meinem Lieblingsblog: foodwishes.com)

Freitag, 14. Februar 2014

Veganer Brotaufstrich, schnell gemacht und lecker


leckerer Brotaufstrich aus getrockneten Tomaten und Kürbiskernen


Der gute Deutsche isst zum Abendessen "a Brotzeit". Zumindest unter der Woche. Dabei kommt Brot, Wurst, Käse und ein paar sauer eingelegte Gürkchen auf den Tisch, vielleicht noch eine Tomate und eine Zwiebel und ganz selten lächelt auch mal ein Peperoni ganz freundlich von der Tafel.

Ich persönlich finde es lecker, so eine einfache Brotzeit zum Abend. Aber manchmel steht einem der Sinn nach etwas Neuem, zum Beispiel einen würzigen Brotaufstrich, den man nicht beim Metzger bekommt. Ich hab schon allerlei ausprobiert, war aber jedes Mal enttäuscht. Alle Aufstriche die ich bisher versuchte, schmeckten einfach fade.

Also begab ich mich auf die Suche nach einem leckeren Rezept und bin bei "Einfach schnell gesund kochen" auf diese schlichte Idee gestoßen, die mir recht vielversprechend erschien.


Zutaten für ca. 200 ml
  • 4 getrocknete Tomaten
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2-3 EL Kürbiskerne
  • Olivenöl
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • zerstoßene Chilis

Vorbereitung

Tomaten grob würfeln.

Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.


Zubereitung

Alle Zutaten in einem Mixer zu einer Paste verarbeiten, dabei schluckweise das Olivenöl dazufügen, bis die gewünschte Konsistenz entstanden ist.



Fazit

Wir fandes es sehr lecker. Getrocknete Tomaten sind sowieso immer ein Joker. Zusammen mit dem herzhaften Aroma der gerösteten Kürbiskerne und dem leckeren Geschmack des guten Olivenöls war das Rezept ein voller Erfolg.

Ein nettes Mitbringsel


Nett verpackt eignet sich diese leckere Paste auch hervorragend als Mitbringsel zu einer Party.



Mittwoch, 17. April 2013

Püree aus roter Bete, dazu ein Sesam-Ei und Kresse-Frischkäsebrot, abgerundet durch etwas frisch geriebenen Meerrettich


Abendbrot mit Abendrot


Grandios.

Mehr gibt es nicht zu sagen, zu dem Buch vom Tim Mälzer.

"GREENBOX"  heißt es und ist nach meinem Dafürhalten ein meisterliches Werk. Eine küchenfrivole Komposition aus Einfallsreichtum, Mut und Eleganz.

Ich bekam es geschenkt, als ich mehrere Gäste zum Abendessen lud, unter dem Motto "Grün". Doch was mir unser Besuch an jenem Abend, nett verpackt in die Hände drückte, war eigentlich gar nicht "nur" ein Kochbuch. Vielmehr stieß es eine Türe auf, machte einen Weg frei, zu ganz neuen Dimensionen des Kochens.

Mir fiel schon beim ersten Durchblättern auf, dass etwas Besonderes in meinen Händen lag. Als ich jedoch zu lesen begann, konnte ich nicht mehr aufhören. Selbst mein spannender Roman, den ich gerade las, verschwand in der Schublade, denn GREENBOX übte eine unvergleichliche Faszination aus - zog mich quasi in seinen Bann.

Doch nun genug der Schwärmerei, Tim Mälzer verspricht im Vorwort ein Buch, das vegetarische Küche mit solchem "Wumms" bereichert, dass selbst der unverbesserliche Fleischliebhaber nichts vermisse.

"Pah!", dachte ich mir "so ein Quatsch!"

Und natürlich werde ich nicht zum Vegetarier, doch eines muss ich ihm lassen: Die Rezepte und der Einfallsreichtum an Kombination verschiedenster Zutaten lässt bei vielen Rezepten das Fleisch tatsächlich nicht vermissen.

Soweit zu meiner persönlichen Meinung, ein Anderer mag vielleicht auch weniger begeistert sein.

Heute stelle ich Tim Mälzers Idee vor, Rote Bete in einem Püree zu verarbeiten. Er servierte dazu Kresse-Brotsalat und ein pochiertes Ei, ich ein gekochtes, in Sesam gewälztes und ein Frischkäse-Kressebrot. Das ganze mit frisch geriebenem Meerrettich bestreut, da kommt wirklich Wumms ins Essen.


Zutaten für zwei Personen

für das Püree

  • 250 g Rote Bete, vorgegart
  • etwas Zitronensaft 
  • Salz
  • Olivenöl ein bis zwei Esslöffel
für die Beilagen
  • eine Scheibe Vollkornbrot
  • Frischkäse
  • etwas frische Meerrettichwurzel
  • Kresse
  • zwei Eier
  • einen Esslöffel Sesam

Vorbereitung

Sesam in einer beschichteten Pfanne rösten, bis er duftet.

Meerrettich fein reiben, pro Person ca. einen Esslöffel.


Zubereitung

Rote Beete stückeln, schneiden und im Mixer unter Zugabe von etwas Olivenöl pürieren.

Das Püree in einen Topf füllen, mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Eier anpieksen und in siedendem Wasser sieben Minuten kochen, bei geschlossenem Deckel; herausnehmen, abschrecken und schälen. 
Anschließend im Sesam wenden.

Püree im Topf erwärmen. Achtung: Nicht zu heiß werden lassen, Rote Bete brennt schnell an und schmeckt dann widerlich.

Das Vollkornbrot mit Frischkäse großzügig bestreichen, eventuell etwas salzen und auf einem Teller anrichten.

Das warme Püree am Brot anlegen, die Eier halbieren und zwischen Brot und Püree drapieren. Das ganze mit Kresse und Meerrettich bestreuen und genießen.

Rote Bete Püree, Sesamei, Vollkornbrot mit Frischkäse und Kresse


persönliche Beurteilung

Als ich das Rezept las, hegte ich zunächst zwei Bedenken. Ich bin nämlich kein Freund vom sehr erdigen Geschmack der Roten Bete und befürchtete, dass im Püree dieser Erdgeschmack zu dominant würde. 

Wie positiv überrascht wurde ich dann von einem eher süßlichen Charakter, den die Ranen an den Gaumen legten, während sich die irdene Komponente als Hauch im Hintergrund hielt. Zusammen mit der Säure des Zitronensaftes und dem Salz, das der ganzen Speise Volumen spendete schmeckte uns das Mus hervorragend.

Mein zweites Bedenken galt der frischen Meerrettichwurzel, denn während ich die Schärfe von Chili sehr gerne habe, hege ich eine gewisse Abscheu vor zu viel Schärfe der Senföle. Von daher war ich zunächst sehr vorsichtig mit dem Meerrettich, konnte allerdings schon nach dem ersten Bissen Entwarnung geben. Die Schärfe wurde vollständig absorbiert durch den Rest der Zutaten, im Gegenteil ich nahm sogar nach und so kam denn wirklich Wumms ins Essen. 

Sehr gut machte sich auch die Kombination zwischen Frischkäse und Kresse. 

Alle Einzelkomponenten schließlich wurden abgerundet und miteinender verbunden durch das Ei und den Hauch von geröstetem Sesam. 

Sehr lecker und sehr empfehlenswert, so mein abschließendes Urteil.

Freitag, 29. Juni 2012

Fruchtiger Dip, mit Mango und Avocado - ergänzt herzhaft, süßes Fleisch

Ich trau es mich kaum zu sagen, aber zur Zeit grabe ich ganz gerne in den Rezepten bei Brigitte. Zwar ist dort allerlei beschrieben, was nicht unbedingt meine 100%ige Zustimmung findet, aber es gibt doch immer wieder einige leckere Sachen, die einfach ausprobiert werden müssen.

Mango Avocado Dip

Besonders angetan bin ich von Gegensätzen, denn diese ziehen sich nun mal bekanntlich an. Nicht nur bei Menschen und Magneten, auch in der Küche bringen Gegensätze die tollsten Gaumenkitzel und raffiniertsten Kompositionen hervor.

Süß/sauer, süß/scharf, fleischig/fruchtig usw. sind Gesellen, die ein Mensch in der Küche oder auf dem Teller nicht mehr missen möchte, vorausgesetzt er hat Freude an exotischen Speisen und lässt sich gerne von Ungewöhnlichem betören.

So fand ich kürzlich bei Brigitte ein interessantes Rezept für einen Dip mit Mango und Avocado, scharf natürlich und dazu Fleisch. Toll, dachte ich mir, das passt doch prima zu einem Schnitzel in Honig Curry Marinade. Fleischig/fruchtig und süß/scharf, was will man mehr?  


Zutaten für 2 Personen

  • eine reife Mango
  • eine reife Avocado
  • 1/2 Bund Dill
  • 4-5 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Esslöffel Öl
  • 1 Schote getrockneten Chili, zerstoßen
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Salz

Vorbereitung

Mango schälen und etwa 100 g Fruchtfleisch in groben Würfeln herausschneiden. Den Rest der Mango selbst essen oder an die Kinder verfüttern.

Avocado in der Mitte bis zum Kern anschneiden und die beiden Hälften entgegengesetzt drehen, bis die Frucht zerteilt werden kann. Kern herausnehmen und mit einem kleinen Löffel ebenfalls etwa 100 g in Flocken ausschaben. Mit dem Rest wie bei der Mango verfahren.

Dill waschen und die feinen Zweiglein von den Stängeln zupfen.


Zubereitung

Mango, Avocado und Dill entweder fein hacken oder in einem Zerkleinerer 5-6 mal pulsieren. Hernach mit Zitronensaft, Öl, Salz, Pfeffer und Chili abschmecken und zum Fleisch servieren.


Fazit

Ein einfacher und schnell gemachter Dip, der Fleisch einmal etwas anders anmuten lässt. Exotisch und erfrischen, trotzdem herzhaft und kräftig; eine Abwechslung die auch gut vorbereitet werden kann, sollten mal Gäste zu Besuch kommen. 

Mittwoch, 13. Juni 2012

Auberginenmus - mal was vegetarisches

Auberginen sehen faszinierend aus, finde ich. Ihre schwarze glänzende Schale ist einfach ein Hingucker. Doch nicht nur das, sie eignen sich als Vorspeise, zum Grillen und auch hervorragend als Mus. Ohne Zubereitung und Gewürze sind sie zwar relativ geschmacksneutral, doch sie haben es in sich. Neben Carotinen finden sich einige Vitamin B Komplexe, Vitamin C, Kalzium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Magnesium und sehr sehr viel Kalium. Hinzu kommen Bitterstoffe und jene geheimnisvolle Nachtschattenstoffe, die noch nicht gänzlich erforscht sind.

Auberginenmus auf Vollkornbrot

Ursprünglich aus Ostindien, verbreiteten sie sich über Asien, Ägypten, Nordafrika und kamen wahrscheinlich schon im 16. Jahrhundert nach Deutschland.

Den Eggpants, wie sie im Englischen auch genannt werden, sind allerlei Wohltuende Einflüsse auf unser körperliches Geschehen nachzuweisen: Sie wirken blutbildend, entwässernd, entzündungshemmend, fördern die Verdauung, verflüssigen zähen Schleim und beschleunigen viele Stoffwechselvorgänge - also alles in allem sehr zu empfehlen. (Quelle: Ingeborg Münzing-Ruef, Kursbuch gesunde Ernährung, Zabert Sandmann Verlag, Seite 133)

Kürzlich stieß ich irgendwo auf ein Rezept für Auberginenmus. Ich habe es nach eigener Phantasie etwas umgestaltet und heute meiner Familie zum Abendessen als Brotaufstrich serviert.

Zutaten

  • eine große Aubergine
  • einen Esslöffel Oliven- oder Rapsöl
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 3 Esslöffel Naturjoghurt
  • einen Esslöffel Frischkäse
  • einen Esslöffel Sonnenblumenkerne

Gewürze

  • Salz
  • Paprika
  • Pfeffer aus der Mühle



Vorbereitung


Ofen auf 200 °C Umluft vorheizen (Ober- Unterhitze 220 °C)

Knoblauch schälen und durchpressen.

Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Salz und Pfeffer gut verquirlen.

Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze rundherum bräunen.

Aubergine waschen, Strunk entfernen, in zwei Hälften teilen und auf ein Backblech legen, Schnittflächen nach oben.

Auberginenmus


Zubereitung


Das Öl mit den Gewürzen auf den Schnittflächen der Auberginen verstreichen.

Im Ofen ca. 20 bis 30 Minuten gar backen, der Knoblauch darf dabei ruhig dunkel werden.

Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und die Haut abziehen, geht ganz leicht.

Auberginen in Stücke schneiden und im Mixer mit 3/4 der Sonnenblumenkerne, dem Joghurt und dem Frischkäse pürieren, mit Salz und Paprika abschmecken.

Auf Vollkornbrot anrichten, mit etwas Joghurt drapieren, dekorieren und mit den restlichen Kernen bestreuen.


Fazit


Die Konsistenz herrlich locker und cremig mit einem leichten Gout nach den gerösteten Kernen, ist dieser Brotaufstrich etwas für Genießer und nicht nur Vegetarier. Ich zähle mich zu einem wirklich überzeugten Fleischesser, doch bei diesem Abendbrot habe ich nichts vermisst, es hat einfach herrlich geschmeckt.




Freitag, 8. Juni 2012

Pesto - es muss nicht unbedingt Olivenöl sein

Pesto ist eines der klassischen italienischen Soßen. In der Regel mit Pasta gegessen ist diese "Salsa" ein echter Trumpf, ein Joker, ein Kreuz Bube: Einfach herzustellen und enorm delikat, vorausgesetzt es ist auch wirklich selbst gemacht oder aber sehr sehr teuer.

Das liegt an den wertvollen Zutaten. Zum Einen benötigt ein gutes Pesto einen hohen Anteil an teuren Pinienkernen und zum Anderen ist der Käse außerordentlich wichtig. Billig-Parmesan bzw. Billig-Pecorino machen das Pesto lasch und langweilig.

Pesto - etwas zu fein, dafür aber sehr cremig

Das wichtigste jedoch ist das Öl. Ein einfaches "Extra Virgin Olive Oil" reicht nämlich bei Weitem nicht aus, denn obwohl ein Olivenöl von sehr guter Qualität und kaltgepresst ist, kann es trotzdem scharf oder bitter sein. Erst ein sorgfältig ausgewähltes Olivenöl bringt den entscheidenden Geschmack. Es muss aromatisch sein und darf weder scharf noch bitter anmuten. Und was das bezüglich des Preises bedeutet muss hier nicht gesondert erwähnt werden.

Als ich kürzlich über Pesto nachdachte, kam mir in den Sinn, dass Rapsöl mit seinem nussigen Aroma doch ebenfalls sehr gut  zu einem Pesto passen könnte, was ich sofort ausprobieren musste.


Zutaten

  • einen Bund  Basilikum
  • 2 Zehen vom frischen Knoblauch
  • 100 g Pinienkerne (gibt es günstig im ALDI)
  • 150 g gereiften Pecorino oder Parmesan
  • 200 g kaltgepresstes Rapsöl, entspricht ungefähr 260 ml.
  • einen gestrichenen Teelöffel Salz


Vorbereitung


Basilikum waschen, abschütteln und die Blätter vom Stängel zupfen.

Knoblauch schälen und würfeln.

Käse in grobe Stücke zerteilen.

Pinienkerne in etwas Rapsöl bei mittlerer Hitze rundherum goldbraun anbraten. Achtung: In vielen Rezepten wird darauf verzichtet und die Pinienkerne roh verarbeitet. Davon nehme ich hier nachdrücklich Abstand, denn erst gerösteten Pinienkerne bringen das typische Aroma eines hochwertigen Pestos. Die Mühe ist es auf jeden Fall wert.

Wenn sie eine schöne Farbe entwickelt haben aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp erkalten lassen.


Zubereitung

Basilikum, Knoblauch, Pinienkerne und den Käse im Mixer oder einer Moulinette grob zerkleinern, danach schluckweise das Öl hinzufügen. Abschließend mit Salz abschmecken.

Um ein klassisches Pesto herzustellen sollte man darauf achten, dass die Moulinette nicht zu lange läuft, da die Substanz sonst zu breiig wird, was mir hier passiert ist. Allerdings muss ich sagen, das sehr feine Pesto schmeckt wesentlich cremiger und vollmundiger als sein klassischer eher etwas grobe Kamerad.


Fazit

Das Rapsöl hat sich hervorragend im Pesto entwickelt. Es war genau so wie ich es vermutete, das nussige Aroma fügte sich in allen Nuancen den gerösteten Pinienkernen, verschmolz mit dem Käse harmonisch und verlieh der italienischen "Salsa Verde" ein herausragendes Odeur.

Samstag, 12. Mai 2012

Apfel, Meerrettich, Dill Dip - was besonderes zum Vesper

Mal eben auf die Schnelle was Besonderes machen. Nichts großes natürlich und viel Arbeit sollte es auch nicht verursachen. Trotzdem aber einen Kick, einen Fingerzeig von Charakter ins tägliche Einerlei der abendlichen Brotzeit bringen.

Dazu eignen sich zum Beispiel Dips.

Kalte keine Sößchen, mit Fantasie komponiert bringen schnell willkommene Abwechslung auf den Teller und machen dabei nicht viel Arbeit.

Dips bringen Abwechslung in die Brotzeit

Eine fruchtige Komposition aus Apfel, Meerrettich, Dill und etwas Frischkäse zum Beispiel, vermag ein paar Scheibchen geräucherten Lachs schnell in eine pfiffigen Imbiss zu verwandeln.


Zutaten für zwei Portionen

  • 1/2 Apfel, nicht zu sauer, z.B. golden Delicious
  • einen gestrichenen Teelöffel Meerrettich
  •  1/2 Bund Dill
  • 2-3 Esslöffel Olivenöl
  • 2-3 Esslöffel Frischkäse
Gewürze
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker


Vorbereitung


Apfel schälen, Kerne entfernen und klein würfeln.

Dill waschen und vom Stängel zupfen.


Zubereitung


Apfelwürfel, Dill, Meerrettich und Frischkäse im Mixer pürieren, Olivenöl dazugeben und mit den Gewürzen abschmecken.
Apfel Meerrettich Dill Dip

Dazu passt Lachs, etwas Salat und einige Scheibchen kräftiges Brot. Schön angerichtet schmeckt es nicht nur fruchtig scharf sondern bereitet auch dem Auge eine kleine Freude.

Montag, 16. April 2012

Lachs Dill Creme - verführerisch erfrischend und mysteriös

Wer gerne kocht ist ständig auf der Suche nach Inspiration. Geschmack erleben, nicht nur schmecken lautet die Devise. Das kann berauschen. Wenn ein neues Rezept fertig ist und man den ersten Bissen nimmt, kommt Spannung in der Küche auf. "Wird es so schmecken, wie ich es erhoffte?", fragt man sich, schiebt den Bissen in den Mund, schließt die Augen und lässt ihn wirken. Langsam spürt man, wie sich die verschiedenen Nuancen im Mund entwickeln und die Nerven stimulieren, bis der ganze Mensch vom Geschmack erfüllt ist. 

Lachs-Dill Creme

Doch nicht immer ist eitel Sonnenschein bei einem solchen Versuch. Manchmal schmeckt es einfach nicht, obwohl man große Erwartungen hegte. Andere Male hingegen ist es umgekehrt. Man erwartet wenig und wird mit berauschenden Gouts eines Besseren belehrt. 

So ging es mit heute mit einem einfachen Rezept von "Tim Mälzer", das ich allerdings etwas abgeändert habe.

Zutaten
  • 250 g Lachs vom Filet
  • 300 g Frischkäse
  • 150 g Creme fraiche
  • 30 g getrocknete, eingelegte Tomaten
  • 1/2 Bund Dill
  • 50 ml Weißwein
  • 3 El Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Lachs in kleine Würfel schneiden.

Dill waschen und fein wiegen

Tomaten fein würfeln

Zubereitung

Lachs zusammen mit Olivenöl, Weißwein und zwei Prisen Salz in einer Pfanne zum Kochen bringen und 4 Minuten köcheln lassen. Pfanne vom Herd nehmen, abkühlen lassen.

In einer Schüssel die restlichen Zutaten vermengen, Lachs unterheben, mit Salz und Pfeffer würzen und auf einem Scheibchen frischem Baguette servieren.

Lachs - Dill Creme

Ein unglaublich einfach herzustellender Dip für ein unverhofft berauschendes Geschmackserlebnis - probiert es aus. 

Mittwoch, 18. Januar 2012

Guacamole - mexikanisch, cremig, verführerisch

Mexiko live auf dem Küchentisch - das ist Guacamole. Wir lieben diese herzhafte Creme aus Avocados, Gewürzen und Kräutern. Leider ist es in Deutschland sehr schwer, das Originalrezept zu verwirklichen, denn es gehört frischer Koriander dazu. Und den bekommt man bei uns fast nirgendwo. Ich war in weiß Gott wie viel Läden um mich nach Koriander zu erkundigen, leider vergeblich. So sah ich mich gezwungen, auf Petersilie auszuweichen. Schmeckt auch gut, aber der belebende Geschmack des anscheinend sehr absonderlichen Krautes fehlt einfach. Ich denke, das leckere Grün müsste sich auch im Blumentopf ziehen lassen, das werde ich demnächst ausprobieren. Nichts desto trotz gehört Mexiko von Zeit zu Zeit auf den Küchentisch, also lassen wir uns nicht verdrießen und schreiten einfach zur Tat.

Guacamole


Zutaten

  • 2 reife Avocados (sie müssen sich wie reife Pfirsiche mit dem Daumen leicht eindrücken lassen)
  • 1/2 Bund frischer Koriander oder etwas Petersilie
  • 2-3 Esslöffel Limetten- oder Zitronensaft
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 1-2 Chillies
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel gemahlener Koriander
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle


Zubereitung
Avocados in zwei Hälften schneiden, auseinanderbrechen, den Stein entfernen, mit einem Teelöffel das Fruchtfleisch ausschaben und in einer Schüssel sammeln. Sofort mit dem Limettensaft beträufeln, damit das Fruchtfleisch sein kräftiges Grün behält und nicht oxidiert.

Avocado mit einem Teelöffel ausschaben

Koriandergrün bzw. Petersilie fein wiegen, Zwiebeln fein würfeln, Chillies im Mörser zerreiben und alles in die Schüssel zum Avocadofleisch füllen. Olivenöl und gemahlenen Koriander dazu, mit einer Gabel grob zerdrücken und anschließend mit dem Pürierstab oder in einem Mixer zu Püree verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passen Tortilla-Chips oder einfach nur frisches Baguette.

Samstag, 30. Juli 2011

Tsatsiki (Zaziki) - wie es die Griechen machen

Tsatsiki, in einem griechischen Restaurant gegessen, schmeckt cremig und vollmundig.

Tsatsiki (Zaziki) cremig und vollmundig

Sobald wir es aber zuhause nachmachen, wird es in der Regel schlabbrig, viel zu flüssig und erinnert nur im Entfernten an das Tsatsiki, was es beim Griechen gab.

Viele versuchen nun dem selbstgemachten Tsatsiki mit Schmand, Frischkäse oder ähnlichem beizukommen. Der Knoblauchdip wird dann zwar fester und schmeckt auch lecker, nur eben nicht nach Tsatsiki.

Doch griechisches Tsatsiki ist nur mit Joghurt gemacht. Einzig, griechischer Joghurt ist wesentlich gehaltvoller als unser deutscher. Doch das ist kein Grund zu verzagen, mit einem kleinen Kunstgriff lässt sich aus unserem Joghurt ebenso gutes Tsatsiki bereiten, wie aus dem griechischen. Im Unterschied zum hellenischen Joghurt hat der germanische Bruder nämlich lediglich mehr Flüssigkeit. Wird ihm diese mittels eines ausgelegten Durchschlags entzogen, bekommt er innerhalb von zwei Stunden dieselbe Beschaffenheit.

Joghurt in einem Küchensieb abtropfen lassen

Zutaten für eine Portion

  • 600 g Naturjoghurt
  • 1/2 mittelgroße Gurke
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • eine Olive zur Dekoration

Zubereitung
Ich nehme am liebsten Bio - Naturjoghurt aus dem Aldi (4 Becher).

Ein Küchensieb mit einem Trockentuch auslegen, Joghurt hineinschütten, zwei Stunden abtropfen lassen und schon hat er die nötige Beschaffenheit und kann prima zu vollendetem Tsatsiki weiterverarbeitet werden.

Abgetropfter Joghurt eignet sich übrigens auch hervorragend als Grundlage für viele andere Dips, doch dazu werde ich demnächst noch extra Posts bringen.

Als nächstes die Gurke waschen, schälen und grob raspeln. Mittels einiger Blätter Küchenkrepp wird den Gurkenraspeln nun ebenfalls alles Wasser entzogen. Dazu immer wieder neues Küchenkrepp auf die Gurken drücken, bis keine Feuchtigkeit mehr aufgesogen wird. Für 1/2 Gurke benötigt man ungefähr 8 - 10 Blätter.

geraspelte Gurken entwässern

Sind die Gurken trocken, werden sie mit dem abgetropften Joghurt und dem Olivenöl in einer Schüssel gut vermischt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Die Knoblauchzehen hineinpressen und alles nochmal gut vermengen. Es empfiehlt sich, zunächst eine Zehe hineinzupressen und zu schmecken, ob das Tsatsiki nicht zu scharf wird.

Abschließend mit der Olive dekorieren und 10 Minuten ziehen lassen - et voilà wir haben ein Tsatsiki wie in Griechenland.      

Dienstag, 12. Juli 2011

Dips - Rezepte zum Grillen

Was wäre der schönste Grillabend, ohne leckere Dips und Sößchen. In der Regel nimmt der Gastgeber verschiedene Flaschen und Tuben von Knorr, Maggi, oder Kühne. Im Rahmen der Familie mag das auch genügen, doch kommen Gäste, so ist es meist nett anzusehen, wenn der ein oder andere selbst hergestellte Dip unter den käuflich erworbenen weilt.

Da ein Grillabend mit seinen Vorbereitungen einigen Zeitaufwand erfordert, ist wenig Raum um Sößchen selbst zuzubereiten. Deswegen hier eine Idee, wie ein leckerer Dip mit wenig Aufwand hergestellt werden kann.

Leckerer Dip aus Frischkäse, einfach und schnell zubereitet
Als Basis dient ein Päckchen Frischkäse. Sein Inhalt wird einfach in ein Schälchen gefüllt und mit 2-3 Esslöffeln Milch verdünnt. Anschließend kommt eine kleine, fein gewiegte Zwiebel hinzu, Salz, Pfeffer, Paprika und je nach Geschmack beliebeige andere Gewürze. Ich persönlich bevorzuge die schlichte Variante. Jetzt wird alles mit der Gabel kräftig umgerührt und fertig ist der Dip.

Er passt hervorragend zu jedem Fleisch, eignet sich allerdings auch excellent um gegrilltem Gemüse Gehalt zu verleihen und auch als Brotaufstrich, delikat zu Vollkornbrot oder frischem Baguette.