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Samstag, 7. Februar 2015

Blumenkohlsalat mit "Blue Cheese Dressing" - WOW

Blumenkohlsalat mit cremigem Blue Cheese Dressing

Es ist eines der ganz großen Dressings.

Cremig, voller Aroma und Kraft verleiht es Salaten, die sonst eher etwas schwächlich daherkommen eine gehörige Portion Wumms.

Das "Blue Cheese Dressing" von Sara Lynn Cauchon.

Als ich kürzlich bei Domestk Geek auf ihr Rezept stieß, war mir das sofort klar. Dieses Dressing musste schnellstmöglich ausprobiert werden; fragte sich nur, zu welchem Salat es am besten passte. Nach einigem Hin und Her zwischen Karotte, Brokkoli oder Blumenkohl entschied ich mich für letzteren und machte mich ans Werk.

Zutaten

  • einen kleineren Kopf Blumenkohl
  • einen gehäuften Esslöffel zerbröselten Blauschimmelkäse
  • 4 Esslöffel Naturjoghurt von cremiger Substanz
  • 2 Esslöffel Mayonnaise
  • 1 Esslöffel Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
Vorbereitung

Blumenkohl in Röschen teilen und in kochendem Salzwasser blanchieren, bis zur gewünschten Konsistenz. Abgießen, auf einem Küchenkrepp verteilen und abkühlen lassen.

Zubereitung

Den Käse in einer Schüssel mit Gabel oder Löffel möglichst fein zerdrücken.

Joghurt und Sahne dazu und geduldig verrühren, bis eine möglichst homogene Masse entstanden ist.

Mayonnaise untermischen.

Salzen, Pfeffern nach Geschmack und den Blumenkohl unterheben.

Mit etwas Grün dekorieren.

Fazit

Natürlich. Wer keinen Blauschimmelkäse mag, sollte die Finger davon lassen. Ansonsten ist diese Kombination der Hammer. Dem an sich relativ geschmacksarmen Blumenkohl wird so richtig eingeheizt. Das Dressing ist derart reich an Würze, vollmundig und cremig, dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu essen. Da bedarf es lediglich noch eines Stückchens frischen Baguettes und eines Schlückchens trockenen Rieslings und fertig ist das Glück. 

Donnerstag, 21. August 2014

Tomate-Avokado Salat


Tomatensalat mit Avocado, Käse und Zwiebelringen


Als ich neulich durch den "LOWES" streifte, um mich für das Abendessen inspirieren zu lassen, fiel mir zum ersten Mal auf, dass die Abteilung für frisches Gemüse für hiesige Verhältnisse sehr ansprechend gestaltet ist.

Ganz im Gegensatz zum "Walmart"! Riesig - mit einer viel zu klein geratenen Obst und Gemüseabteilung, bei der mich ständig das Gefühl beschleicht, frisches Grün wird nur widerstrebend angeboten, weil man sich einfach nicht darum herumdrücken kann.

Leider habe ich hier bisher noch keinen anderen Laden entdecken können, der frisches Obst und Gemüse verkauft. Jetzt wird mir bewusst, wie wertvoll unsere Hofläden sind. Doch will ich es niemandem verübeln, schließlich befinden wir uns mitten in der Wüste und ein Hofladen in der Wüste wäre schon eine skurrile Angelegenheit.

Nichts desto trotz. Durch die Nähe zur mexikanischen Grenze gibt es verschiedene Lebensmittel, die hier reichlich, hochwertig und günstig angeboten werden. Zum Beispiel Avokados. Im "LOWES", genau richtig gereift und wunderschön anzusehen, erstand ich welche für gerade mal einen schlappen Dollar pro Stück!
Das sind umgerechnet ca. 0,75 €.

Dazu noch ein paar Tomaten, eine leckere Gemüsezwiebel und schon steht der Abendsalat mit wenigen Handgriffen auf dem Tisch.

Zutaten für zwei Personen
  • 4-5 mittelgroße Tomaten
  • eine schön gereifte Avocado
  • 1/2 Gemüsezwiebel
  • etwas fester würziger Käse
für die Vinaigrette
  • Essig
  • Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Senf
  • Zucker

Vorbereitung

Aus den Zutaten für die Vinaigrette das Dressing zubereiten. Alles Wichtige dazu findet Ihr unter der Rubrik Salatdressings.

Zwiebel schälen, in nicht all zu feine Ringe schneiden und die Ringe auseinander fächern.

Tomaten waschen, den Stielansatz entfernen und in halbe Ringe schneiden.

Avokado halbieren, öffnen und den Kern entfernen. Nun mit einem Teelöffel kleine Schnitze abtrennen.

Zubereitung

Die Zutaten in einer Schüssel vorsichtig vermengen und mit der Vinaigrette marinieren.

Anschließend mit dem Sparschäler einige Schnitze vom Käse schneiden und über dem Salat verteilen.

Nun noch einmal vorsichtig mischen und zügig servieren.

Fazit

Ich gebe zu: Sicher kein Rezept der "haute cuisine" und auch nicht übermäßig raffiniert. Trotzdem hat es irgendwie Pfiff. Die Avocado mit ihrem verführerischen Aroma und der typischen Konsistenz wirkt wie ein Geschmacksturbo und fühlt sich beim Kauen irgendwie "smooth" an, während der Käse so richtig "Schmackes" ins Gericht bringt. Wer es gerne sehr würzig haben möchte könnte natürlich auch etwas Roqueford darüber bröseln.

Insgesamt ein einfacher, schnell zubereiteter Salat, der lecker schmeckt und gesund ist. 

Freitag, 24. Januar 2014

Salat aus grünen Bohnen - vegan und mit richtig "Schmackes"

Salat aus grünen Bohnen und getrockneten Tomaten


Grüne Bohnen sind immer wieder lecker, vorausgesetzt man nimmt frische. Die Kameraden aus der Dose finde ich eher weniger spannend. Meist sind sie schlabbrig und schmecken ...eben eingekocht.

Doch auch mit frischen Bohnen kann ein Salat auf recht unterschiedliche Weise angemacht werden. Das wichtigste ist in jedem Fall, dass die Böhnchen nicht zerkocht werden sondern nach dem garen immer noch etwas bissfest sind.

Wenn man anschließend zum "üblichen" Dressing einfach nur etwas getrocknete Tomaten dazugibt, bekommen die grünen Stängelchen gleich einen ganz besonderen Wumms.

Zutaten für zwei Personen
  • ein kleines Netz grüne Bohnen
  • 4 Hälften getrocknete eingelegte Tomaten
  • 1/2 Zwiebel
  • Kräuteressig
  • Öl
  • "Maggi" Suppenwürze
  • Salz
  • Zucker
  • Pfeffer

Vorbereitung

Bohnen waschen, Enden abknipsen und in kochendem Salzwasser 10 bis 12 Minuten bissfest garen.
Danach abgießen und in Eiswasser abschrecken (das Wasser kann auch mit einem Kühlakku geeist werden), so behalten sie ihre schöne Farbe.

Zwiebeln in viertel Ringe schneiden.

Tomaten würfeln.


Zubereitung

Zwei Esslöffel Essig in eine Schüssel geben.

Je eine Prise Salz und Zucker hinzufügen und mit dem Schneebesen gut verrühren.

Einige Spritzer Maggi und Pfeffer einbringen, je nach Geschmack. Ich mag die Maggi-Würze bei manchen Gerichten sehr gerne, wie zum Beispiel in diesem Salat.

Den Sund 3-4 Minuten ruhen lassen, damit sich Zucker und Salz auflösen können.

Jetzt Zwiebelringe und Tomatenwürfel einmischen und alles nochmals 20 bis 30 Minuten ziehen lassen, gelegentlich umrühren. Die Zutaten schalten während dieser Ruhezeit ihren "Geschmacksturbo" zu.

Danach 4 Esslöffel Öl hinzugeben, gut vermengen und die Bohnen darin marinieren.

Nochmal 15 Minuten ziehen lassen und dann servieren.


Fazit

Uns mundete es vorzüglich, das Dressing hatte tatsächlich richtig power, vor allem die getrockneten Tomaten verliehen dem Salat ein herrliches Aroma.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Gebratene Kürbisscheibchen mit Speck und Kernen, an Rapunzeln in Preiselbeerdressing


Rapunzeln, Speck, Gorgonzola, Kerne und goldbraun gebratener Kürbis

Bald ist es wieder soweit: Halloween steht vor der Türe, alle möglichen Kinder klingeln, wollen Süßes oder Saures, ich verteile jede Menge Bonbons und Schokoriegel, obwohl mir diese amerikanische "Un-"sitte recht befremdlich anmutet und außerdem muss jede Menge Kürbis aufgearbeitet werden.

Zum Glück ist der "Cucurbita" ein sehr vielseitiges Gewächs. Unter anderem lässt er sich ganz gut in der Pfanne anbraten, vergleichbar mit den zwei bekanntesten italienischen Vorspeisen - Auergine oder Zucchini in Olivenöl.

Kombiniert mit knusprig gebratenen Speckscheiben, gerösteten Kürbiskernen und einigen Würfeln pikantem Gorgonzola, ergibt die gelbe Frucht eine herrliche Ergänzung zu jedem herbstlichen Blattsalat. Ich griff heute zu Rapunzeln, aber auch ein Kopf Endiviensalat oder eine Mischung aus verschiedenen Chicorées bieten sich hervorragend an.


Zutaten für zwei Personen
  • 200 g Feldsalat
  • 1/8 Hoccaido
  • 4 Scheiben geräucherten Speck
  • etwas pikanten Gorgonzola
  • einen Esslöffel Kürbiskerne
für's Dressing
  • Balsamico braun
  • Olivenöl
  • Kürbiskernöl
  • Preiselbeersenf
    (alternativ mittelscharfer Senf mit Preiselbeeren gemischt)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Vorbereitung

Hokkaido vierteln, entkernen und einige feine Scheiben abschneiden.

Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne rösten.

Salat waschen und trocknen.

Kürbisscheiben salzen.

Etwas Gorgonzola in Würfel schneiden.


Zubereitung

Erst das Dressing:
Zwei Esslöffel Balsamico mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker gut verquirlen, bis sich die Gewürze aufgelöst haben.

Einen Teelöffel Preiselbeersenf dazugeben und durchschlagen, bis sich der Senf gelöst hat.

4 Esslöffel Olivenöl und einige Spritzer Kürbiskernöl dazugeben und alles zu einer Emulsion verarbeiten.

Nun den Rest:
Speck in einer Pfanne knusprig braten und auf einem Küchenkrepp entfetten.

Etwas Olivenöl in die Pfanne geben und die Kürbisscheiben kurz von beiden Seiten anbraten, bis sie Farbe genommen haben.

Den Salat im Dressing marinieren und auf einer Platte anrichten. Gorgonzola, Speck, Kürbis und Kürbiskerne darauf verteilen und sofort servieren.


Fazit

Der Aufwand lohnt sich. Geröstete Kerne schmecken sowieso immer lecker. Das fruchtig herzhafte Dressing verleiht dem Salat richtig "Wumms", Gorgonzola und Speck spenden Würze.

Der absolute Kracher aber ist der Kürbis. Angebraten bekommt er ein herrliches Aroma doch wenn zuvor einige Tranchen Speck in der Pfanne geröstet wurden, nehmen die Kürbisscheiben den kräftigen Rauchgeschmack an - ein echter "Hinschmecker"!

Alles in Allem ein Rezept, dass ich jedem empfehlen kann, ausgenommen Vegetariern. Aber der Salat schmeckt mit Sicherheit auch hervorragend ohne den Speck.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Schinken-Eier-Salat geht auch mit wenig Kalorien


Schinken-Eier-Salat


Ich blicke mit Neid auf all jene Menschen, die alles essen können und dabei nicht zunehmen.

Leider gehöre ich nicht dazu und deswegen hatte ich mir bisher all die leckeren cremigen weißen Dressings versagt. Keine Mayonnaise, keine Sahnedressings, und wenn Schmand oder creme fraîche ans Essen kommt, dann nur in minimalen Dosierungen.

Von daher war Eiersalat quasi schon quadriertes Tabu, denn nicht nur Sahne gehört dort hinein sondern auch noch Mayonnaise.

Ergo: gestrichen, verboten, verpöhnt - doch immer mit einem weinenden Auge.

Doch kürzlich bin ich dahintergekommen, wie solche cremigen Dressings auch mit ganz wenig Kalorien hergestellt werden können, ohne dabei auf Ersatzprodukte aus den Bayer oder BASF Werken zurückzugreifen. "Mayonnaise ohne Fett :-( " sei dazu am Rande erwähnt.

Die Grundsubstanz für ein erfreulich cremiges und gesundes Dressing nämlich ist Magerquark.

Jetzt mag jeder, der diese weiße Masse schon einmal gegessen hat, folgendes einwenden:

"Grässlich! Trocken! Staubt beim Essen! Wird beim Kauen immer mehr! Fürchterlich! Nicht genießbar!"

Und liebe Freunde, ich gebe offen zu - stimmt.

Zumindest dachte ich das bis vor kurzem, als ich auf die Idee kam, den Magerquark mit einem kleinen Schluck kohlensäurehaltigem Mineralwasser zu vermengen. Ich konnte mich dunkel daran erinnern, dass meine Mutter in meiner Kindheit manchmal davon redete. Und siehe da, ich konnte es selber kaum glauben aber aus dem trockenen Batzen Krümelweiß wurde plötzlich eine herrlich cremige weiße Masse mit nur wenigen Kalorien, die zudem noch im wesentlichen vom Eiweiß stammen. Von den Kameraden Fett und Kohlehydrat kann sich der geneigte Esser bei dieser Zubereitung also getrost verabschieden.

Also hab ich mich gleich mal an einen Eier Schinken Salat gemacht.


Zutaten für 4 Personen
  • 4 hartgekochte Eier
  • gekochten Schinken
  • 150 g Magerquark
  • Eine Frühlingszwiebel
  • Pertersilie
  • 1 kleinen Teelöffel Senf
  • Zitronensaft
  • Zucker Salz Pfeffer
  • kohlensäurehaltiges Mineralwasser

Vorbereitung

Eier schälen und in Scheiben schneiden.

Frühlingszwiebel waschen und das Grün in feine Röllchen schneiden.


Zubereitung

Magerquark, Zucker, Salz, Pfeffer und Senf vermengen, einen kleinen Schluck Mineralwasser mit Kohlensäure dazugeben und gut durchrühren.

Mit Zitronensaft abschmecken.

Eier, Schinken und Frühlingszwiebelröllchen in einem Dessertglas anrichten und immer etwas vom Dressing dazwischengeben.

Mit Petersilie dekorieren.

Schinken-Eier-Salat

Fazit

Ich verschwieg meiner Frau, dass die Creme aus Magerquark war und fragte neugierig, wie es denn geschmeckt habe. Sie war sehr angetan, bemängelte allerdings, dass das Dressing wohl sehr kalorienhaltig gewesen sei. Als ich sie über die Zutaten aufklärte, war sie bass erstaunt.


Inspiriert

Idee gefunden in Lust auf Landhausküche Salate & Sommergemüse, dort allerdings mit Schmad angemacht.

Montag, 8. Juli 2013

Karottensalat einmal anders


Karottensalat mit gerösteten Mandeln

Karottensalat ist so eine Sache.

Seit Menschen gedenken glaube ich, wird Karottensalat auf gleiche Weise zubereitet. Geraspelt und mit einer Marinade vermengt kommt er auf den Tisch und schmeckt, je nach Dressing, mal besser, mal nicht ganz so atemberaubend.

Doch wie dem auch sei, unsere gelben Rüben sind sehr gesund, von prächtiger Farbe und dazu noch wunderbar knackig - sie sollten also recht oft als Rohkost oder gekocht auf dem Tisch erscheinen.

Kürzlich stieß ich auf ein Rezept, das mich ziemlich verblüffte, denn dabei wurden die Möhren nicht einfach nur geraspelt, sondern mit einem Sparschäler in Streifen geschnitten, gewendet in einer eher ungewöhnlichen Marinade und kombiniert mit geräucherten Mandeln.

Das musste natürlich ausprobiert werden, allerdings ersetzte ich die geräucherten Mandeln durch angeröstete und gehobelte.

Auf diese Weise zubereitet gehört der Karottensalat nach meinem Dafürhalten in die Kategorie "Vielzahl an Delikatessen". 


Zutaten für zwei Personen
  • 400 g Möhren
  • 4-5 Stängel glatte Petersilie
  • 2 Esslöffel gehobelte Mandeln
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel Apfelsaft
  • 1 Esslöffel Honig
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • Meersalz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Möhren schälen und weiter mit dem Sparschäler in Streifen schälen.

Petersilie waschen und Blättchen von den Stängeln zupfen.

Mandeln in einer Pfanne ohne Öl bräunen.


Zubereitung

Zitronensaft mit Apfelsaft, Honig, Salz und Pfeffer gut verquirlen, bis sich die Gewürze aufgelöst haben.

Öl zugeben und weiter gut vermengen, eine homogene Emulsion muss entstehen.

Karottenstreifen und Petersilie dazugeben, miteinander vermischen und ein paar Minuten ziehen lassen.

Mit den Mandeln bestreuen und servieren.


Fazit

Die gerösteten Mandeln geben den Kick. Nimmt man anstatt normalem Salz auch noch gutes Meersalz, so kann das Gericht nochmal mit einer besonderen Nuance versehen werden. Mit Meersalz kochen ist meines Erachtens sowieso eine ganz besondere Küchenvariante die gut zu ganz besonderen Rezepten passt..


Inspiriert aus

Greenbox von Tim Mälzer.

Montag, 10. Juni 2013

warmes Paprika-Sellerie Gemüse mit angeschmolzenem Parmesan und geröstetem Sesam


Was ist es nun: Gemüse oder Salat?


Soll man es nun als Gemüse oder als Salat bezeichnen?

Wahrscheinlich eher als Gemüse?

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, einen Artikel über dieses Rezept zu veröffentlichen. Es lümmelten einfach jede Menge Reste in allen Ecken und Winkeln der Küche herum und heute Abend trieb es mich entschieden dazu, alle diese fleischlosen Reliquien zu verarbeiten. Im Allgemeinen kommt bei solchen Anlässen zwar meist ein recht annehmbares Abendessen heraus, keinesfalls aber ein Gericht, das einen Artikel im Blog lohnte.

Da warteten noch Staudensellerie, und jede Menge roter Spitzpaprika ungeduldig im Gemüsefach darauf, endlich aufgegessen zu werden. Knoblauch musste weg, ein halbes Schälchen gerösteter Sesam stand gelangweilt in der Fensterbank, und der Parmesan hält zwar ewig, aber so langsam wollte ich ihn aus dem Kühlschrank haben. Die grünen Peperoni wurden nicht besser und die Petersilie ließ so langsam die Köpfe hängen.

"Also! Ärmel hochgekrempelt und frisch ans Werk!", so mein Motto des Abends.
"In 15 Minuten bin ich fertig.", sprach ich zu mir selbst und legte los.


Zutaten für zwei Personen

  • 6 Schoten roter Spitzparika
  • einige Stengel Staudensellerie
  • 4-5 große Zehen Knoblauch
  • 1-2 Schoten grüne Peperoni
  • einen Esslöffel gerösteten Sesam
  • 2 Esslöffel gehackte Petersilie
  • Parmesan
  • Olivenöl
  • Rapsöl
  • frisch gemahlenen Pfeffer
  • Salz
  • frischer Pfeffer
  • Crema di Balsamico

Vorbereitung

Spitzpaprika waschen, Kerngehäuse entfernen und nach persönlichem Gutdünken klein schneiden.

Vom Staudensellerie die Fäden ziehen, waschen und schräg in Scheiben schneiden.

Knoblauch schälen und ebenfalls in feine Scheiben schneiden bzw. hobeln.
Peperoni waschen, Kerngehäuse entfernen und in Streifen schneiden.


Zubereitung

Paprika und Peperoni mit etwas Rapsöl 4-5 Minuten in einer heißen Pfanne schwenken.

Staudensellerie und Knoblauch dazugeben, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken, Petersilie dazu und nochmal gut durchschwenken, bis alle Zutaten heiß sind.

Pfanne vom Herd ziehen und zwei Esslöffeln gutes Olivenöl unterheben.

Parmesanspäne nach Gusto mit einem Sparschäler abhobeln und im Gemüse verteilen.

Alles nochmal kurz durchmischen, auf zwei Tellern anrichten.

Sesam darüberstreuen und mit Crema di Balsamico dekorieren.

Sofort essen, solange es noch warm ist.


Fazit   

Mir schmeckte es so lecker, dass ich entschied, kurz darüber zu schreiben. Besonders verführerisch empfand ich den angeschmolzenen Parmesan.
Meine Frau allerdings konnte meine Begeisterung nicht teilen, doch wie sagt man so schön? Geschmäcker sind ...

Donnerstag, 16. Mai 2013

knuspriger Brotsalat vom Rezeptberater


Brotsalat


Bei uns im EDEKA - Markt gibt es jetzt einen Rezeptberater. Oder was heißt "jetzt", den gibt es eigentlich schon seit geraumer Zeit. Jedesmal, wenn ich daran vorbeilief, war ich versucht, ihn auszuprobieren, tat es aber nicht.

Tja, ein Rezeptberater also. Was ist das eigentlich?

Vielleicht ein freundlicher, gut aussehender Mensch, der lächelnd hinter einem Tresen hervorblickt? Hinter sich steht ein riesiges Regal voller Kochbücher zu allen nur erdenklichen Themen, die er selbstverständlich auch alle gelesen hat. Eine abgeschlossene Berufsausbildung als Koch ist selbstredend. Wünschenswert wäre natürlich auch noch eine gewisse Berufserfahrung in einem Restaurant eines Sternekoches. Mindestens ein Stern, besser zwei.

Und dieser freundliche Geselle nun hat nun nichts anderes zu tun, als hektische Hausfrauen darin zu beraten, was sie ihrer Familie am besten zu Mittag servieren könnten, damit diese sich keinen Kopf mehr machen müssen. Oder aber wenn Gäste geladen sind, so sollten auch hier gute Ratschläge billig sein. Dann, nach ausführlicher Beratung, wohl möglich bei einer kostenlosen Tasse Espresso, bekommt man eine fertige Einkaufsliste in die Hand gedrückt, zusammen mit dem Rezept. Und schon kann es losgehen. Erst der Einkauf und dann die mittägliche oder abendliche Schlemmerei im Kreise der Familie und Gäste.

Schön wäre das, gell?

Doch leider ist der Rezeptberater kein freundlicher, gut ausgebildeter Mensch. Nein. Vielmehr handelt es sich dabei um einen mannsgroßen Kasten mit einem Touchscreen und einem kleinen Schlitz darunter.

Ich sah noch nie jemanden, der mal daran herumgefummelt hätte. Und ich bin oft im EDEKA. Sehr oft sogar. Normalerweise täglich, manchmal sogar zwei oder drei mal am Tag.

"Also" dachte ich mir heute, "jetzt probierst du den Blechkameraden mal aus." Ich betätigte den Touchscreen und schon flimmerten allerlei Möglichkeiten über die Mattscheibe, was wohl am besten kochbar wäre. Ich entschied mich für Salat, tippte auf den dafür vorgesehenen Bereich des Bildschirmes und war bass erstaunt, wie viele Rezepte plötzlich aus den Tiefen dieser Kiste ans Tageslicht quollen. Ich entschied mich für folgenden Vertreter:

Bunter Tomaten - Paprika - Brot - Salat.

Der Zettel vom Rezeptberater
Jetzt hieß es nur noch ausdrucken und schon kam aus dem kleinen Schlitz ein Kassenbon breiter Streifen mit dem Rezept darauf heraus, Einkaufsliste eingeschlossen.

OK, das ist zwar nicht ganz so komfortabel wie unser freundlicher Mensch aber trotzdem eine gute Sache, die ganz nebenbei den Umsatz des EDEKA Marktes steigert. Wie heißt es so schön auf Neudeutsch? Eine "WinWin - Situation" sozusagen.

Allerdings musste ich noch einiges anpassen, sonst wäre aus dem Genuss wohl eher Verdruss geworden, aber alles in allem empfand ich das Rezept als gelungene Idee.


Zutaten für zwei Personen

  • ein Mehrkornbrötchen
  • 4-5 Artischockenherzen aus der Dose
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1/2 Zitrone
  • eine Hand voll Cocktailtomaten
  • 1/2 Schote gelben Paprika
  • eine kleine rote Zwiebel
  • 1/2 Bund Basilikum
  • eine Kugel Mozzarella (besser Büffelmozzarella)
  • Olivenöl
  • weißer Balsamico
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • Zucker

Vorbereitung

Ofen auf 170 °C Heißluft vorheizen.

Brötchen in ca. 2 cm große Würfel schneiden.

Artischockenherzen vierteln.

Knoblauch schälen, salzen und fein hacken.

Von der Zitrone einige Zesten reißen oder mit dem Sparschäler zwei drei Streifen abschälen und in feine Würfel schneiden.

Zitronensaft auspressen.

Tomaten waschen und vierteln.

Paprika waschen, Kerngehäuse entfernen und sehr grob würfeln.

Zwiebel schälen und in Ringe schneiden, nicht zu fein.

Basilikumblättchen  von den Stängeln zupfen.

Mozzarella grob würfeln.


Artischockenherzen im Brotsalat


Zubereitung

Knoblauch mit zwei bis drei Löffel Olivenöl vermischen.

Die Brotwürfel darin marinieren, salzen und 10 - 15 Minuten im Ofen knusprig backen, ab und zu wenden.

Das Dressing vorbereiten:
Einen Esslöffel Balsamico, Zitronensaft, Zitronenzesten, einen Teelöffel Zucker, Salz und Pfeffer mit dem Schneebesen gut verquirlen, bis sich die Gewürze aufgelöst haben.
4 Esslöffel Olivenöl dazugeben und nochmal kräftig durchmischen, bis eine glatte Emulsion entstanden ist.

Das Gemüse im Dressing marinieren.

Die knusprigen Brotwürfel unterheben, Mozzarellawürfel und Basilikum darauf verteilen, nochmal abschmecken und sofort servieren.


persönliche Beurteilung

Mir hat's geschmeckt. Sogar sehr gut. Die Zitronenzesten spendeten dem Salat eine angenehme Frische, die zusammen mit den Artischockenherzen wunderbar harmonierte. Dazu passten die glücklicherweise aromatischen Cocktailtomaten mit dem knackigen Paprika hervorragend. Doch den Knüller brachten die Brotwürfel mit ins Spiel. Die Liaison zwischen Vollkornbrot, Olivenöl und Knoblauch, alles zusammen knusprig gebacken, war einfach ein Gedicht. 

Vielleicht würde ich beim nächsten mal die Brotwürfel in der Pfanne backen, dann bekämen sie auch noch etwas Farbe.

Alles in allem ein herrlicher Salat, den ich jederzeit zu jedem Anlass empfehlen kann und der noch mit verhältnismäßig geringem Aufwand zuzubereiten ist.

Donnerstag, 25. April 2013

Salat Gelb Rot oder Couscous und Rote Beete


Rote Beete und Couscous, ein ungleiches Paar


Was tun, wenn sich ein Überbleibsel Rote Beete im Kühlschrank tümmelt?

Bei mir waren es  kürzlich zwei kleinere Stück. Der Rest aus dem Rezept mit dem Rote Beete Püree oder besser gesagt, die andere Hälfte des Päckchens.

Die Sache mit den roten Böllchen ist nämlich gar nicht so einfach, denn eigentlich bin ich kein soooo großer Fan der Roten Beete und von daher sehr wählerisch, was die Zubereitung angeht. Schmeckt das Gericht nämlich zu sehr nach Erde, so geht mir der Genuss ab.

Was also tun mit den zwei Kugelwurzeln im Kühlschrank?

Ich blätterte dann ganz einfach mal weiter, im Buch vom Tim Mälzer. Einige Seiten später stieß ich wieder auf eine spannende Idee, die mich zu diesem Rezept inspirierte.

Tim nennt sein Werk "Rote-Beete-Tabouleh", allerdings ist das hier vorgestellte Rezept eine sehr freie Interpretation meinerseits. Tim verwendet z.B. eine Schmorgurke, die ich gegen einige Scheiben Staudensellerie ausgetauscht habe. Auch sonst ist viel von mir verändert worden, eben eine sehr freie Interpretation.

Das ist das Schöne am Kochen, die "künstlerische Freiheit" erlaubt unendliche Gestaltungsräume oder anders augedrückt: Jedem Köchlein sein eigenes Rezeptlein.


Zutaten für zwei Personen

  • ca. 200 g Rote Beete (vorgegart)
  • 100 g Couscous
  • 250 ml Bouillon
  • eine mittelgroße Zwiebel
  • eine Stange Staudensellerie (gewaschen und wirklich nur eine Stange)
  • eine Zitrone
  • eine größere Frühlingszwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • eine Schote frischen Chili
  • Olivenöl
  • Ahornsirup oder Honig
  • Salz
  • Pfeffer
  • Crema de Balsamico
  • frischer Meerrettich

Vorbereitung

Rote Beete zunächst in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden und hernach die Scheiben achteln, sodass kleine Dreiecke entstehen.

Zwiebel schälen und in halbe Ringe schneiden, nicht zu fein.

Zitrone auspressen und durch ein Sieb gießen.

Vom Staudensellerie das Blattgrün entfernen, die Fäden ziehen und schräg in 
2-3 mm dicke Scheiben schneiden.

Frühlingszwiebel putzen und in Röllchen schneiden.

Petersilie waschen, von den Stängeln zupfen und fein wiegen.

Chili in feine Ringe schneiden.

Etwas Meerrettich fein raspeln


Zubereitung

Einen Topf nehmen und darin die Zwiebeln in etwas Olivenöl anschwitzen.

Mit dem Bouillon ablöschen.

Staudensellerie dazugeben und ca. 5 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln.

Rote Beete dazugeben, kurz aufkochen lassen und den Topf vom Herd ziehen. Einige Minuten gehen lassen, bis der Sud etwas Farbe von der Roten Beete genommen hat.

Das Gemüse mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen und beiseite stellen.

Couscous in eine Schüssel füllen.

Den Sud nochmal kurz aufwallen lassen, die Hälfte des Zitronensaftes dazugeben und in die Schüssel mit dem Couscous füllen. Gut vermengen und 20 Minuten quellen lassen, dabei immer mal wieder umrühren.

Den restlichen Zitronensaft über das abgetropfte Gemüse träufeln und ebenfalls 20 Minuten ziehen lassen.

Nach den 20 Minuten das abgetropfte Gemüse, Frühlingszwiebeln, Petersilie und Chili mit dem Couscous vermengen. Unter Umständen etwas vom Chili vorher abnehmen, zwecks der Deko.

Alles mit ca. einem Esslöffelöl Ahornsirup oder Honig, Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken.

Auf einem Teller anrichten, mit Chili und Crema de Balsamico dekorieren und den frisch geriebenen Meerrettich darüberstreuen.


Persönliche Beurteilung

Mir hat das Rezept recht gut geschmeckt. Vor allem der Ahornsirup in Verbindung mit dem Zitronensaft hat etwas Besonderes ins Essen gebracht. 

Beim nächsten Mal allerdings werde ich viel mehr Meerrettich darüberstreuen und mindestens zwei Schoten Chili verarbeiten. Damit mal so ein richtiger Wumms ins Essen kommt.

Inspiriert aus
Greenbox von Tim Mälzer, Seite 50, Wilhelm Goldmann Verlag,
ISBN: 978-3-442-39243-8

Montag, 25. März 2013

Krautsalat blau/weiß - so wird er geschmeidig

Krautsalat, so wird er geschmeidig


Krautsalat muss geschmeidig sein, sonst schmeckt er nicht richtig.

Immer wenn ich in einem Restaurant Krautsalat vorgesetzt bekomme, verspeise ich ihn mit Genuss, denn die Küchenmeister in den meisten Wirtshäusern bekommen es hin, dass der kohlige Geselle schön weich ist. Und das mag ich so richtig gerne.


Wenn ich zu Hause dann rumexperimentiere, wird er Salat zwar auch lecker, aber so richtig locker und unbeschwert liegt er meist nicht auf dem Teller. In der Regel wird er eher etwas steif und bissig.

Ich hab nun schon allerlei ausprobiert, diesem Missstand entgegenzuwirken. 

Selbst mit blanchieren versuchte ich, dem widerspenstigen Gefährten bei zu kommen, doch vergebens. Der Helmut sperrte sich mit aller Kraft und zeigte sich von seiner widerspenstigen Seite.

Beim "Thomas Sixt" schließlich fand ich die Antwort. Der Kohl muss geknetet werden, wie ein Hefeteig. Dann bekommt er die gewünschte Konsistenz.

Also machte ich mich sogleich ans Werk mit einem blau-weißen Krautsalat. 

Zutaten für zwei Personen
  • 150 g Weißkraut
  • 150 g Blaukraut
  • 150 g Blumenkohl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Öl
  • Essig
fürs Toping
  • einige Stücke gewürfeltes Weißbrot
  • einen Esslöffel Kernemischung

Vorbereitung

Weißkraut und Blaukraut von den äußeren Blättern befreien, Strünke entfernen und fein hobeln.

Blumenkohl waschen und feine Scheiben von den Röschen abschneiden, bei den Strünken aufhören. Der Kohl wird dann krümelig.

feingeschnittener Blumenkohl


Zubereitung

Die drei Kohlsorten in einer Schüssel vermengen, Salz, Pfeffer und Zucker nach Geschmack hinzufügen. 

Achtung, jetzt kommt der Trick!

Nun werden Salz und Zucker kräftig in den Kohl hineingeknetet, wie bei einem Kuchenteig. So wird das Kraut geschmeidig.

Mit Öl und Essig abschmecken, kurz ziehen lassen.

Währenddessen die Kerne in einer trockenen Pfanne anrösten und hernach aus dem Weißbrot "Croutons" herstellen, anrichten und verzehren 

Fazit

Endlich ist es geschafft, nach unzähligen Versuchen hat der Krautsalat die richtige Konsistenz.

Dienstag, 26. Februar 2013

Spargelsalat mit Räucherforelle


Salat mit Spargel und geräucherter Forelle


Und schon wieder gab es ein neues Kochbuch, oder besser gesagt sogar zwei. An meinem "Grünen Abend" bekam ich nämlich welche von unseren Gästen geschenkt. Eines über badische Spezialitäten und das fast schon legendäre "GREENBOX" von Tim Mälzer.

Über beide hab ich mich sehr gefreut, denn mir wurde durch jene netten Gaben quasi "Inspiration Pur!" zuteil, aber vielleicht verstehen solches nur Food-Blogger?!  

Beim Durchblättern der Bücher lief mir manches Mal das Wasser im Munde zusammen und natürlich sind mir einige Rezepte besonders aufgefallen, die ich bei Abenteuer Kochen demnächst vorstellen werde. Ich freu mich schon drauf.

Den Salat von heute wollte ich ausprobieren, wegen der Kombination zwischen geräucherter Forelle und frischem Spargel. Er kommt übrigens aus der Feder von Peter Ploog, niedergeschrieben in dem Buch: Badische Küche, das Rezept wurde von mir lediglich in Kleinigkeiten verändert.


Zutaten für 2 Personen

  • 500 g Spargel
  • eine kleine Hand voll Zuckerschoten
  • 1/2 Zwiebel oder eine Schalotte
  • eine Möhre
  • 125 g geräucherte Forelle
  • Zitronensaft
  • Butter
  • Salz
  • Zucker
  • Salatblätter
für das Dressing
  • 2 Esslöffel nicht zu scharfen Essig
  • einen Teelöffel mittelscharfen Senf
  • einen Teelöffel Sahnemeerrettich
  • 4 Esslöffel Salatöl
  • Zucker
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung

Spargel schälen, holzige Enden abschneiden und schräg in 2-3 cm lange Stücke schneiden. In Wasser mit einer Prise Salz, einer Prise Zucker und etwas Butter ca. 10 Minuten gar kochen, danach absieben und auskühlen lassen.

Zuckerschoten waschen und schräg halbieren.

Zwiebel schälen und fein würfeln.

Möhre schälen und in feine Stifte hobeln oder kleine Würfel schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Forellenfilets in ca. 4 cm große Stücke schneiden.

Salatblätter waschen und trocknen.


Zubereitung

Essig, Zucker, Salz und Pfeffer mit einem Schneebesen verquirlen, bis sich die Gewürze aufgelöst haben.

Meerrettich und Senf zugeben, wieder gut verquirlen.

Nun das Öl einbringen und kräftig rühren, bis eine homogene Emulsion entstanden ist.

Spargel, Zuckerschoten, Möhren, Zwiebeln und Forelle locker mischen und die Marinade mit viel Gefühl unterheben.

Das ganze ca. 1/2 Stunde ziehen lassen. Anschließend auf einem Teller servieren, der zuvor mit den Salatblättern ausgelegt wurde.

Salat mit Spargel und geräucherter Forelle


Fazit

Der Salat war lecker, doch beim nächsten Mal würde ich verschiedene Dinge ändern. Zum einen fand ich die geräucherte Forelle in der Salatmarinade etwas ungewohnt, vielleicht würde sich Tunfisch besser eignen. Zum anderen würde ich die Zuckerschoten kurz blanchieren und in Eiswasser auskühlen lassen. Weiterhin sieht es ansprechend aus, den Salat in einem Bett aus unmarinierten Blättern zu servieren, allerdings müsste man sich etwas ausdenken, wie diese beim Essen auch noch mit etwas Geschmack versehen werden könnten. Vielleicht würden sich einige hauchdünne Schnitze Parmesan mit einigen Spritzern Crema Balsamico gut machen, schön über den Blättern verteilt?    

Dienstag, 29. Januar 2013

Salat von frischen Champignons

Champignonsalat

Zum Abendessen gibt es bei uns regelmäßig Salat. Natürlich wäre es schnell langweilig, wenn sich die rohe Gesundheitskost "alleweil" wiederholte, deswegen bin ich immer auf der Suche nach neuen Ideen, die abendliche Vitaminspeise betreffend.

So stöberte ich kürzlich in einem alten "Dr. Oetker Kochbuch" aus dem Jahre 1994. Beim Salat aus frischen Champignons blieb ich hängen und dachte mir im Stillen: "Das Rezept klingt lecker und einfach!", denn gerade unter der Woche muss es genau das sein; nämlich lecker, einfach und vor allem - schnell gemacht.

Heute wiederum gab es zum Mittagessen ein leckeres Pilzrisotto. Wie gewöhnlich kaufte ich viel zu gierig ein,  sodass einige Champignons übrig blieben. 

So begab es sich also, dass der Champignonsalat aus dem Kochbuch vom August viel schneller auf unseren Tisch kam als erwartet, allerdings in einigen Dingen abgewandelt und unserem Geschmacke angepasst.


Zutaten für zwei Personen
  • 250 g Champignons, weiß und braun gemischt. Die Köpfe sollten noch geschlossen sein.
  • 4 Esslöffel Zitronensaft
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 1 1/2 Teelöffel Honig
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • 2 Esslöffel frische Kräuter, gehackt. (Tiefkühlware geht natürlich wie immer ebenfalls.)

Trick
Sauer und Süß sollte immer mit einem Schneebesen vermischt werden, b e v o r das Öl hinzugegeben wird. Die süßen Komponenten lösen sich im sauren Medium besser auf, das Dressing entwickelt sich zu einer schönen homogenen Emulsion und entfaltet so ein vorzügliches Aroma.


Vorbereitung

Champignons putzen und in Scheibchen schneiden. Hierbei ist zu beachten, dass die Nachtschatten mehr durch Schneidbewegungen zerteilt werden und weniger durch Druck, sonst zerfallen sie in Klumpen und Brösel. Gerade bei einem Salat aus frischen Champignons sieht das wenig appetitlich aus.

Zubereitung

Zitronensaft, Honig Salz und Pfeffer mit dem Schneebesen gut verquirlen.

Wenn sich Gewürze und Honig aufgelöst haben, das Öl beimengen und weiter quirlen, bis eine homogene Emulsion entstanden ist.

Nochmal abschmecken.

Pilze und Kräuter dazugeben, durchmischen und sofort servieren.

Fazit

Ein herrlich einfach anzumachender Salat, der schon nach wenigen Minuten auf dem Tisch steht und lecker schmeckt. 

Donnerstag, 17. Januar 2013

Ein Salat von Belugalinsen, dazu Ziegenkäse im knusprigen Speckmantel


Belugalinsen als Salat und Ziegenkäse im Speckmantel


Seit ich diese kleinen schwarzen Linsen kürzlich entdeckte, lassen sie mich nicht mehr los. Sie sind einfach zu lecker. Ich habe mich so richtig verliebt in ihr herzhaftes Aroma und vor allem sind sie nicht so empfindlich wie die roten Linsen. Sie bissfest hinzubekommen ist mehr als einfach, selbst wenn man sie etwas zu lange kocht.

Dazu würzigen Ziegenfrischkäse, eingewickelt in herzhaften Bacon, kurz aber kräftig angebraten - das ist fein. Abgerundet durch ein paar Tropfen Honig, in der Resthitze der Pfanne kurz erwärmt und abschließend mit frischem Rosmaron parfümiert, so ergibt die ganze Sache ein himmlisches Dinner.

Zutaten für zwei Personen

  • 100 g Belugalinsen
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • eine Hand voll Rucola
  • eine Lauchzwiebel, nur das Weiße
  • 2 Zehen Knoblauch
für das Dressing
  • 2 Esslöffel Balsamico
  • einen Teelöffel braunen Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 5-6 Esslöffel Olivenöl
für die Ziegenkäsepäckchen
  • 6 Scheiben Ziegenfrischkäse
  • etwas Öl zum Braten
  • 6 Scheiben Bacon oder Frühstücksspeck
  • einen Esslöffel Honig
  • 2 Zweige Rosmarin

Vorbereitung

Linsen ca. 2 Fingerdick mit Wasser bedecken und ohne Gewürze ca. 20-30 Minuten bissfest garen.

Tomaten waschen und in Würfel schneiden, eventuell die Kerne entfernen.

Rucola waschen, trockenschleudern und grob zerschneiden.

Lauchzwiebel waschen und in viertel Ringe schneiden.

Knoblauch schälen, pressen und mit einer Prise Salz bestreuen.

Die Ziegenfrischkäsescheiben mit Bacon umwickeln.

Ziegenkäse im Speckmantel gebraten


Zubereitung

Die Zutaten für den Salat in einer Schüssel vorsichtig vermengen, das Dressing aber noch nicht einbringen, das kommt erst kurz vor dem Servieren dazu.

Balsamico, Zucker, Salz und Pfeffer mit dem Schneebesen kräftig verquirlen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das dauert einige Minuten, ist aber unverzichtbar, wenn das Dressing schmecken soll.
Siehe dazu auch meine Tipps zum Thema Salatsoßen. Wenn sich die Gewürze aufgelöst haben, das Öl einbringen und so lange mit dem Schneebesen verquirlen, bis eine homogene Emulsion entstanden ist. 

Nun eine Pfanne mit etwas Öl kräftig erhitzen und die Ziegenkäsepäckchen von jeder Seite ca. eine Minute anbraten, bis der Speck Farbe genommen hat. 
Aber Achtung, nicht länger! Der Käse soll nämlich nur warm werden aber nicht schmelzen.

Währenddessen das Dressing unter den Salat mischen und ihn anschließend auf zwei Tellern portionieren.

Die Pfanne vom Herd nehmen und Ziegenkäse auf dem Salat drapieren.

Nun den Honig zusammen mit dem Rosmarin in der Restwärme der Pfanne kurz erhitzen und über dem Ziegenkäse verteilen.

Sofort servieren.


Fazit

Dazu kann ich nur eines sagen: ein Gedicht!
Und wie immer sehr sehr einfach zuzubereiten.

Idee von Chefkoch TV

Donnerstag, 3. Januar 2013

Waldorfsalat - auch mit wenig Kalorien ganz lecker

Waldorfsalat schmeckt gut. Zweifelsohne.

Doch leider ist der leckere Geselle meist von recht schwerer Beschaffenheit und lümmelt nach dem Genusse unangenehm im Magen herum.

Waldorfsalat kalorienarm


Am Folgetag wundert man sich beim Blick auf die Waage meist,
wo auf einmal die zusätzlichen Pfunde herkommen,
hat man Abend davor,
doch nur zärtlich Salat zu sich genommen?

Betrachtet sich der Genießer allerdings die cremige Rohkostspeise genauer, lässt sich leicht feststellen, dass reichlich Mayonnaise, Rahm und Schmand nicht nur dem Gaumen, sondern auch Bauch und Hüfte schmeicheln.

Das ist einer der Gründe, weshalb ich diesen Salat eigentlich meide.

Doch wie das so ist: manchmal überkommen einen die Gelüste. So versuchte ich mich also an besagtem Rezept, allerdings mit verminderten Kalorien.

Zutaten für zwei Personen

  • einen mittelgroßen Knollensellerie (ca. 400 g)
  • zwei große Karotten (ca. 200 g)
  • einen mittelgroßen Apfel (ca. 150 g)
  • 2 Esslöffel gehobelte Mandeln
  • 2 halbe Walnusskerne
  • Preiselbeeren
  • 150 g Joghurt
  • 50 g Mayonnaise light
  • 1 Teelöffel Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Zucker
  • weißer Pfeffer
  • Salz

Vorbereitung

Sellerie groszügig schälen, in feine Julienne Streifen schneiden und ca. 3 Minuten blanchieren. In kaltem Wasser abschrecken und zur Seite stellen.

Mit den Karotten ebenso verfahren.

Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze bräunen.


Zubereitung

Joghurt, Mayonnaise, Zitronensaft und Zucker zu einem homogenen Dressing verrühren und mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Apfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und ebenfalls in Julienne Streifen schneiden. Sofort unter das Dressing mischen. Die Apfelstreifen sollten nicht lange der Luft ausgesetzt sein, da sie sonst oxidieren und braun werden.

Sellerie und Karotten dazugeben, alles gut durchmengen und nochmal kräftig abschmecken.

Salat in eine Tasse drücken und über einem Teller umstülpen.

Mit den Mandeln, Preiselbeeren und einer Walnusshälfte verzieren.

Wer es mag, kann auch noch Ananas beigeben.

Fazit

Der Salat schmeckt nicht ganz so kräftig, wie seine schweren Schwestern und Brüder. Trotzdem haben wir ihn sehr genossen. Und das Schöne daran: Er ist leicht verdaulich und hält was ein Salat verspricht - nämlich kalorienarme, gesunde Kost.

Inspiriert von: http://www.foolforfood.de/index.php/salate/rezept-waldorfsalat

Sonntag, 23. Dezember 2012

Salatdressings - Tipps, Tricks, Anregungen


Mal Salat zu Weihnachten


Jetzt ist es wieder soweit: Das alljährliche Weihnachtsfest wird gefeiert.

Die Kirchen sind voll, die Tafeln gedeckt und die Menschen streiten sich, wie sonst nie. Zumindest besagen das Studien zum Thema und mit Sicherheit auch der reiche Erfahrungsschatz eines jeden von uns. Zeitungen und Ratgeber sind voll mit Tipps und Empfehlungen, wie man den Zwist zu Weihnachten am besten vermeidet und die "WELT" rät sogar dazu, dass man sich bitte schön auch richtig streiten möge, wenn der Zank sowieso nicht vermeidbar ist.

Wie dem auch sei: Ein jeder ist seines Glückes Schmid!"

Ich denke, wenn man seine Erwartungen an Feiertage und Mitmenschen etwas herunterschraubt, dann wird's schon geh'n, mit dem Knatsch. Christus ist schließlich weniger in Glanz und Gloria geboren worden denn in Bescheidenheit und um ihn geht es doch beim Fest der Feste.

Trotzdem ist es natürlich verführerisch, mit leckerer und reichhaltiger Speise aufzuwarten, zu schlemmen zu tafeln und zu genießen, sich richtig satt zu essen - bisweilen sogar vollzustopfen? 

Diäten, abnehmen, Körpergewicht und sonstige Scheltwörter werden kurzerhand ins geistige Abstellkämmerchen verbannt und der derben Fresslust freiem Lauf wird ungehemmt stattgegeben.

Meist jedoch fühlt sich der Ein oder Andere schon nach wenigen Mahlzeiten unwohl und er möchte der vermaledeiten Schlemmerei gerne entfliehen, doch gestaltet sich das schwerer als man denkt. Nicht nur der süßen Verführungen wegen, die überall lauern, auch die Erwartungen von Tanten, Omas, Eltern, Freunden und allen anderen, die zum Festmahl laden, sollen schließlich nicht enttäuscht werden. Denn greift man nicht mindestens zweimal zu, steht sofort peinlich die Frage im Raum: "Hat's denn nicht geschmeckt? Ich hab mir doch solche Mühe gegeben. Warum nehmt ihr nicht noch etwas nach?"

Dabei liegt's nur daran, dass der arme Mensch sich wie eine Mastgans aus dem Périgord fühlt und keine schweren Speisen mehr leiden kann, egal wie gut sie schmecken.

Wer da seinen Gästen eine Freude machen möchte, bietet vielleicht auch mal etwas leichtes an, vor allem gegen Ende der Feiertage. Einen Salat zum Beispiel, wie wäre es damit?

Ich habe deswegen eine neue Seite in meinen Blog eingeführt, mit dem Titel "Salatdressings". Hier findet ihr einige Tipps, Tricks, Kniffe und Anregungen zum Thema: "leckere Salatsoßen".

Und damit bedanke ich mich bei all meinen Lesern, wünsche ein frohes Fest, friedliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. 

Montag, 3. Dezember 2012

Tomatensalat, wie ihn "Jamie Oliver" macht

Tomatensalat nach einem Rezept von "Jamie Oliver"


Kürzlich hatte ich etwas Zeit übrig.

Als ich so darüber nachdachte, was nun am besten damit anzufangen sei, kam mir die Idee, mal wieder in unserer Bücherei vorbeizuschauen. Natürlich wollte ich wissen, was sich im Regal "X" so alles tümmelt. Regal "X" beherbergt nämlich allerlei wissenswertes zum Thema "Hauswirtschaft", unter anderem natürlich auch diverse Kochbücher.

Das Internet hin oder her: Ich liebe es nach wie vor, richtige Bücher um mich zu haben. Schriften, deren Seiten aus echtem Papier bestehen, die sich richtig umblättern lassen, einen Einband aus mehr oder weniger dicker Pappe haben und die nach Buch riechen.

Ich fühle mich "sauwohl", in großen Räumen, inmitten von Schmökern und Folianten, genieße die Stimmung zwischen all den niedergeschriebenen Gedanken der unzähligen Autoren und Publizisten - mystisch, prickelnd, spannend.

Irgendwo habe ich einmal folgende interessante These gelesen oder gehört, die mich seither nicht mehr losgelassen hat:
Bücher haben eine Seele, die des Autors und die der Menschen, die sie gelesen haben!
Deswegen bin ich der Meinung, E-Books mögen zwar die Zukunft sein, sind aber nur ein jämmerlicher Ersatz für ein richtiges Buch.

Wie dem auch sei, ich fuhr also in die Bücherei und begann zu stöbern. Nach einer Weile entschied ich mich, ein recht dickes Exemplar zu entleihen.

Titel: "BESSER KOCHEN mit JAMIE"

Unter Anderem gibt er darin einen interessanten Tipp zum Thema Tomatensalat, der mir bisher noch unbekannt war. Er schreibt folgendes:

Tipp: Tomaten bekommen einen intensiveren Geschmack, wenn man sie salzt und zwanzig Minuten ziehen lässt, bevor man den Salat anmacht.

Ich hab mich also dran gemacht und sein Rezept ausprobiert, allerdings mit kleinen Änderungen, meinem Geschmack angepasst.


Zutaten für zwei Personen

  • zwei große Hände voll gemischter Tomaten, Um so vielfältiger, um so besser
  • 1 Bund Basilikum
  • einige Zweige frischer Oregano
  • etwas Frühlingszwiebel in feine Röllchen geschnitten
  • eine grüne Peperonischote
  • ganz feine Zwiebelringe
  • eine Zehe Knoblauch
  • kleine Röllchen geräucherten Schinken
für die Marinade
  • Saft eine halben Zitrone
  • einen Teelöffel Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

Vorbereitung


Tomaten waschen und ganz nach Lust und Laune klein schneiden: in Spalten, Scheiben, Würfel, Hälften. Es sollte ein buntes, vielfältiges Bild entstehen.

Das Schnittgut in ein Sieb geben, kräftig mit Salz bestreuen und zwanzig Minuten ziehen lassen. Die überschüssige Flüssigkeit muss ablaufen können.

Basilikum- und Oreganoblätter abzupfen, einige zur Seite legen, wegen der Deko. Große Blätter können zerrissen werden.

Peperonischote waschen, entkernen und fein schneiden.

Knoblauch schälen und hacken oder pressen.


Zubereitung

Zitronensaft und Zucker mit einem Schneebesen kräftig verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun schluckweise ca. 4-5 Esslöffel Olivenöl unter ständigem quirlen dazuträufeln, bis eine homogene Emulsion entstanden ist.

Die  Tomaten in eine Schüssel füllen, Kräuter, Peperoni und Knoblauch dazu und mit der Marinade übergießen. Vorsichtig durchmischen, am besten mit den Händen.

Auf Salattellern anrichten, mit einigen Spritzern Olivenöl nochmals überziehen.

Die zur Seite gelegten Kräuter und Frühlingszwiebeln darüberstreuen und mit den Zwiebelringen und dem geräucherten Schinken garnieren.

Fazit

In der Tat schienen die Tomaten aromatischer als gewöhnlich, vielleicht aber war es auch nur Einbildung. In jedem Fall ist das Rezept sehr schmackhaft und bietet dem Auge nette Abwechslung, wegen der unterschiedlich geschnittenen Nachtschatten. Diesen Salat wird es mit Sicherheit auch mal geben, wenn Gäste geladen sind.

Donnerstag, 15. November 2012

Salatdressing mit Maggi - warum eigentlich nicht?

Feldsalat


"Heute hatte ich so richtig Lust auf Maggi!"

Dieser besondere Geschmack der uralten Suppenwürze vom "Julius" hält sich schließlich nicht von ungefähr seit 1869 in unveränderter Rezeptur, ursprünglichem Design und jungfräulicher Flasche.

Also griff ich nach ebendieser, mischte einige Spritzer ins Salatdressing und es hat mir so richtig lecker geschmeckt.


Trick

Warum ich darüber überhaupt schreibe ist ein kleiner Kunstgriff, der wichtig ist, will man schmackhafte Salatdressings herstellen und auf den ich hier kurz eingehen möchte. Die Inspiration fand ich bei Thomas Sixt auf einem seiner "headcam cooking Videos".

Es ist gemeinhin bekannt: In eine Salatsoße gehören Essig, Zucker, Salz und Öl. Die Grundbausteine sozusagen. Der kleine Trick an der ganzen Geschichte ist, dass die Zutaten nicht einfach miteinander vermengt werden sollten, sondern in einem ersten Schritt wird der Essig mit dem Zucker und dem Salz kräftig gequirlt. Erst wenn sich der Zucker aufgelöst hat, darf das Öl hinzugefügt werden. So bekommt das Dressig wesentlich volleres Aroma und einen kräftigen Korpus. 


Zutaten
  • 2 Esslöffel Essig, am besten Balsamico
  • eine Prise Salz
  • einen Teelöffel Zucker, am besten Rohrzucker
  • etwas Pfeffer
  • 6-8 Esslöffel Öl (hängt von der Konzentration des Essigs und vom persönlichen Geschmack ab)
  • Kräuter
  • Maggi
  • Feldsalat
  • Kernemischung (Sonnenblumen, Pinien, Kürbis)

Salatdressing

Vorbereitung

Den Salat waschen und gut abtropfen lassen. Schaut bei der Gelegenheit doch auch mal meinen Artikel "Über den Sinn und Unsinn einer Salatschleuder" an.

Kräuter hacken, wenn keine Tiefkühlware genommen wird.

Einen Teelöffel Kernemischung pro Person in einer Pfanne ohne Fett gefühlvoll bräunen und abkühlen lassen.


Zubereitung

Essig, Salz, Zucker, Pfeffer und einige Spritzer Maggi mit einem Schneebesen so lange verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das kann mitunter eine ganze Weile dauern, doch es lohnt sich, hier etwas Geduld zu investieren.

Öl dazugeben und nochmal kräftig durchmischen, bis eine homogene Emulsion entstanden ist.  

Salat und Kräuter in die Schüssel legen, gut umrühren, bei Bedarf vielleicht mit zwei Zwiebelringen und einem Scheibchen Tomate dekorieren. Sofort servieren, damit der Salat nicht zusammenfällt.


Fazit

Leckeres Dressing, das in wenigen Minuten hergestellt ist. Das Maggi kann übrigens auch durch Senf ersetzt werden, besonders gut schmecken fruchtige Senfsorten, wie zum Beispiel Feigensenf.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Rucola mit Pecorino, Pinienkernen und Honigvinaigrette - versetzt in Erstaunen

Rucola ist sehr eigen im Geschmack. Mischt man ihn in einen Blattsalat, drängt er sich gerne in den Vordergrund, wegen seines starken Aromas. Alles schmeckt dann meist nur noch nach Rucola.

Aus diesem Grund verwendete ich die grünen Blättchen bisher eher im Sinne eines Gewürzkrautes, wie zum Beispiel Dill oder Basilikum. Nur in kleinen Mengen, aber gezielt eingesetzt ist er nämlich äußerst schmackhaft und man kann dem Salat damit schnell eine eigene Note verleihen.

Rucola, Tomate, Pecorino und Pinienkerne - ein kräftiger Salat

Alleine als Salat genossen jedoch, war er mir bisher einfach zu penetrant.

Doch reisen bildet.

Kürzlich besuchte ich nämlich ein paar Tage die Gegend um Venedig, wo ich eine äußerst interessante Kombination von Rucola, Tomaten, Pinienkernen und Pecorino kennenlernen durfte. Dazu wurde eine süß/saure Vinaigrette gereicht.

Ich gebe zu, ich war mehr als neugierig, als ich jene interessante Komposition endlich auf dem Teller hatte und den ersten Bisen versuchte.


Zutaten für zwei Personen
  • 300 g Rucola
  • 100 g Pecorino
  • 50 g Pinienkerne
  • ca. 10 kleine Tomaten
für die Vinaigrette
  • einen Esslöffel Honig
  • zwei Esslöffel Olivenöl
  • zwei Esslöffel Balsamico weiß
  • einen Esslöffel Himbeeressig
  • Salz
  • weißen Pfeffer

Vorbereitung

Rucola waschen, trockenschleudern und die Stiele weitgehend abschneiden.

Tomaten waschen und vierteln. Wenn Kirschtomaten verwendet werden, nur halbieren.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze leicht bräunen, so entfalten sie ein herrliches Aroma.

Pecorino unter Zuhilfenahme eines Gurkenschälers in feine Streifen schneiden.

geröstete Pinienkerne                        Pecorino in feinen Streifen

Zubereitung

Vinaigrette in einer kleinen Schüssel anrühren. Dazu Honig, Essig und Öl mit einem Schneebesen gut verquirlen, je nach Geschmack sollte der Essig vorsichtig zugegeben werden, bis die Soße dem eigenen Gout zusagt.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einer Salatschüssel Rucola, Tomaten, Pecorino und Pinierkerne vermengen, einen Teil der Kerne jedoch zurückhalten.

Die Vinaigrette unterheben und auf einem Salatteller anrichten, mit den restlichen Pinienkernen bestreuen und schnell essen, denn Rucola fällt gerne in sich zusammen.


Fazit

Da jede der Zutaten für sich stark im Aroma und kräftig im Geschmack ist, kann sich der Rucola nicht in den Vordergrund schieben. Vielmehr ergänzen sich die Zutaten zu einem harmonisch kräftigen Miteinander. Dazu die süß/saure Vinaigrette, die dem Salat eine mystische Note verleiht, da muss ich zugeben: Rucola eignet sich unter diesen Umständen doch hervorragend als Salat.

Freitag, 27. April 2012

Salat von Fenchel und Grapefruit, in Orangendressing - wunderbar erfrischend

Sommerzeit. Endlich. Sonne scheint, Blumen blühen, Bäume grünen.

Die Lust nach Frischem steigt täglich und mit ihr die Experimentierfreude, denn experimentieren macht Spaß. So kam ich kürzlich auf die Idee, Fenchel zu verarbeiten und zwar in einem Salat.

Normalerweise bin ich kein Freund dieser streng schmeckenden Knolle, doch in irgendeiner der letzten Ausgaben des EDEKA-Heftes wurde ein Salat aus Fenchel vorgestellt, in Kombination mit dem ausgelösten Fleisch einer Grapefruit.

Salat von Fenchel und Grapefruit

Das stimme mich nachdenklich. So schien es mich sehr wahrscheinlich, dass die Grapefruit den Fenchel etwas bremsen würde.

Ich begab mich mal wieder ans Werk und siehe da, die Rechnung ging auf. Der Salat schmeckte wunderbar erfrischend, verfügte über einen dezenten Gout nach Fenchel und seine leichte Beschwingtheit stimmte uns ein - in Frühling, Freizeit und Feierabend.  


Zutaten für 2 Personen


für den Salat:

  • eine Fenchelknolle
  • eine Schote Paprika, gelb oder orange
  • eine rote Grapefruit
  • Saft einer halben Orange
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • einen Teelöffel Zucker
  • grob zerstoßenen bunten Pfeffer
  • zwei Teelöffel Kernemix
  • etwas Petersilie
  • Salz


für die Beilage


  • zwei Scheiben sehr dunkles Vollkornbrot
  • Frischkäse natur
  • mehrere Walnüsse


Vorbereitung


für den Salat:


Fenchelgrün abschneiden, waschen, vom Stängel zupfen und fein wiegen.

Fenchel waschen und mit einem Gurkenhobel fein hobeln.

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Paprika waschen, entkernen und in halbe Längsstreifen zerteilen.

Grapefruit schälen und Fruchtfleisch aus der Zwischenhaut lösen.



für die Beilage:


Walnüsse knacken und Kerne grob zerstoßen.

Vollkornbrot sehr sehr kräftig toasten und abkühlen lassen. Es muss knusprig sein, damit steht oder fällt der ganze Gag.


Salat von Fenchel und Grapefruit

Zubereitung


Salat:

Fenchel und Paprika in eine Schüssel füllen.

Orangensaft mit Olivenöl und Zucker mischen, über das Fenchel-Paprika Gemisch schütten. Ca. 15 Minuten marinieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Grapefruit und Fenchelgrün unterheben.


Beilage:


Brot mit reichlich Frischkäse bestreichen und salzen.

Zerstoßene Walnusskerne darauf verteilen.


Servieren

Salat auf zwei Tellern anrichten,  mit je einem Teelöffel Kernemix bestreuen und Petersilie dekorieren.

Brot in der Mitte zerteilen und am Rand des Salates anlegen.

Donnerstag, 19. April 2012

Rapunzeln in Balsamico Preiselbeerdressing - zum Reinlegen

Es ist doch immer wieder erfreulich festzustellen, dass die Inspiration an allen möglichen und unmöglichen Orten zuschlägt. So heute, als ich unseren Kirschlorbeer im Garten kürzen musste. Ich trieb also gerade die Motorsäge durch einen sehr sehr dicken Ast und während sich die Eisenzähne der Kette durchs Holz fraßen dachte ich an die übrigen Preiselbeeren in unserem Kühlschrank.

Rapunzeln oder auch Ackersalat genannt

Wir bewirteten nämlich kürzlich einige Gäste und boten unter Anderem Roastbeef an. Dazu servierten wir Preiselbeeren, die natürlich nicht ganz aufgegessen wurden und seither im Kühlschrank rumlümmeln.

Ich gebe offen zu, es mutet schon seltsam an, Preiselbeeren im Kopf zu haben, während die Motorsäge knatternd durchs Holz rasselt, aber es war eben so.

In jedem Fall sah ich die Preiselbeeren in einer Art Vision zwischen kräftig grünen Blättern von Rapunzeln und so kreierte ich folgenden Salat zum Abendessen.

Zutaten
  • 250 g Ackersalat
  • etwas grob geraspelten Käse
  • einen Esslöffel Körner
  • Croutons
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel mittelscharfen Senf
  • einen Esslöffel dunklen Balsamico
  • zwei Esslöffel Portwein oder Sherry
  • 3 gehäufte Teelöffel Preiselbeeren
  • eine Prise Salz
  • einen Teelöffel Zucker, am besten braunen Rohrzucker

    Vorbereitung
    Ackersalat verlesen, waschen und abtropfen lassen, besser trocken schleudern.

    Zubereitung
    Olivenöl, Balsamico, Senf, Portwein, 2 Teelöffel Preiselbeeren und Zucker mit dem Schneebesen zu einem homogenen Dressing vermischen und mit Salz abschmecken.

    Salat in eine Schüssel füllen, Dressing darüberschütten, kräftig umrühren und auf Salattellerchen anrichten.

    Drei Fingerspitzen des geraspelten Käses darüber verteilen.

    Körner und Croutons auf dem Salat drapieren.

    Einen Teelöffel Preiselbeeren aufsetzen und sofort servieren. 

    Feldsalat, Nüssle, Ackersalat, Rapunzeln usw.

    Wie schon in der Überschrift erwähnt, es schmeckt einfach zum Reinlegen.